Familie über schwierige Lebensjahre der Tochter:
„Elsa ist unser Weihnachtswunder “
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Mit nur einem halben Herzen ist Elsa Riedler im Dezember vor zwölf Jahren zur Welt gekommen. Dass sie Weihnachten überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Noch viel mehr, dass sie heute ein normales Leben führen kann. Für das neue Jahr wünscht sie sich Gesundheit.
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„Halbes Herz, ganzes Wunder“, so beschreibt Julia Schnizlein-Riedler, 47, ihre Tochter Elsa, während sie ihr liebevoll übers Haar streicht.
Das blonde Mädchen sitzt freudestrahlend am Tisch neben ihren Eltern, der Pudel „Willi“ hat es sich zu ihren Füßen gemütlich gemacht.
„Den habe ich voriges Jahr nach meinem Herzkatheter-Eingriff geschenkt bekommen“, erklärt sie stolz und krault ihm das gelockte Fell.
Die Familie aus Wien steckt mitten in den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Dass sie es so friedlich und besinnlich feiern kann, war nicht immer selbstverständlich.
Denn Elsa hatte einen alles andere als leichten Lebensbeginn. Das Baby wurde am 19. Dezember 2013
mit nur einem halben Herzen geboren.
Nach dem Kaiserschnitt erfolgte direkt die Taufe, da niemand sagen konnte, ob das Kind überleben würde. Am 26. Dezember, nur wenige Tage alt, lag es bereits das erste Mal im Operationssaal.
Heute, zwölf Jahre später, blickt die Mutter mit einem Lächeln auf ihre Tochter und ist sich sicher: „Elsa ist unser Weihnachtswunder.“
Drei große Operationen am offenen Herzen erhielt sie in den ersten vier Lebensjahren, den Brustkorb der Kleinen ziert eine zehn Zentimeter lange Narbe. Spitäler findet Elsa dennoch nur positiv. „Da bekomme ich immer jede Menge Popcorn, Besuch und Geschenke.“
Doch der medizinische Hintergrund bleibt ernst. Da ein Teil ihres Herzens fehlt, wurde ihr Kreislauf operativ umgebaut, damit ihr Blut trotzdem in die Lunge gelangt. Dieser Eingriff ermöglichte ihr ein normales Leben, auch wenn später weitere medizinische Schritte, wie eine Herztransplantation, nötig sein könnten. Die Familie, zu der auch die 15jährige Schwester Helene gehört, feiert daher gemeinsam jeden gesunden Tag.
Elsa strahlt Lebensfreude und Selbstbewusstsein aus, in einigen Tagen feiert sie ihren zwölften Geburtstag. Derzeit besucht sie die zweite Klasse Gymnasium. Stolz erzählt sie, „Ich bin die Sportlichste von allen.“ Völkerball, Basketball, Tennis, Leichtathletik, Elsa liebt alles, was nach Bewegung, Spiel und Spaß klingt. Trotzdem muss sie sich „oft selbst abbremsen“. Leistungssport ist aufgrund der fehlenden Herzkammern verboten.
„Elsa muss beim Sport etwas vorsichtiger sein und darf sich nicht zu sehr verausgaben. Sonst werden ihre Lippen oder die Finger schnell blau. Außerdem muss sie täglich Blutverdünner nehmen“, weiß die Mutter. „Aber sonst“, sagt sie, „hat sie ein ganz normales Leben. Uns war auch immer wichtig, sie nicht wie ein krankes Kind zu behandeln.“
Julia Schnizlein-Riedler, heute evangelische Pfarrerin, war früher Journalistin. Ruhig und gefasst erzählt sie von der Vergangenheit, doch die Erinnerungen an die ersten Lebensjahre ihrer Tochter gehen ihr immer noch nahe.
„Die Diagnose vor der Geburt traf mich hart. Wir konnten es im ersten Moment gar nicht glauben und haben gedacht, da müsse ein Irrtum vorliegen. Die Ärzte waren sich uneins, manche haben mir geraten, das Kind besser gar nicht erst zu bekommen. Heute bin ich einfach nur froh und dankbar, dass wir uns für Elsa entschieden haben. Auch, wenn es nicht immer einfach war. Vor allem am Anfang waren wir im Überlebensmodus. Wir haben gehofft, gezittert und gebetet.“
Die 47jährige suchte Halt im Glauben und fand zurück zu etwas, das sie lange begleitet, aber nie so tief getragen hat wie zu dieser Zeit. „Elsa hat mir meinen Weg zurück zur Theologie gezeigt. Ohne sie wäre ich nicht Pfarrerin geworden.“ Seit 2019 ist sie für die Lutherische Stadtkirche in Wien tätig. Auch für ihren Vater Gerhard Riedler, 63, ist Elsa ein großes Vorbild.
„Entgegen der medizinischen Fakten hat Elsa ein riesengroßes Herz. Sie ist hilfsbereit, immer freundlich, immer optimistisch, ein Sonnenschein und eine Kämpferin.
Sie gibt niemals auf und hat immer ein Lächeln im Gesicht. Wir haben alle viel von ihr gelernt und können uns ein Beispiel an ihr nehmen.“
Die Vorfreude auf ihren Geburtstag und auf Weihnachten ist bei Elsa groß. Auf ihrem Wunschzettel steht in diesem Jahr ganz oben „natürlich Gesundheit. Und dass meine Schwester pünktlich zum Fest nach Hause kommt. Sie macht gerade ein Auslandsjahr in den USA und ich vermisse sie schon sehr.“
Außerdem wünscht sie sich eine Turnmatte, denn Elsa ist bekennender „Swiftie“ und tanzt am liebsten zu den Liedern der erfolgreichen Sängerin Taylor Swift.
Und auch, wenn Schnizlein-Riedler am Heiligen Abend nach einem langen Tag als Pfarrerin erschöpft nach Hause kommt, tut sie das dennoch voller Dankbarkeit.
„Wir feiern, weil wir wissen, dass es nicht selbstverständlich ist.“ Die Familie lebt nach dem Motto: „Gott glaubt an uns, deshalb glauben wir auch an uns.“ Außerdem, so die Mutter, erinnert sie sich gerne an Elsas Taufspruch, der ihnen in schwierigen Momenten Kraft spendet.
„Jesus Christus spricht, ,Ich lebe und ihr sollt auch leben.‘ Das bedeutet nicht, dass wir ein perfekes Leben führen müssen, nur ein dankbares.“ Und vielleicht ist das der Grund, warum dieses Mädchen mit einem halben Herzen ein ganzes Leben führt.
Warum sie lacht, spielt, liebt und träumt wie jedes andere Kind.
Elsa Riedler überlegt, was sie einmal werden möchte. „Vielleicht Sportlehrerin. Vielleicht Ärztin. Vielleicht Politikerin. Hauptsache, ich kann anderen helfen“, sagt sie. Schuh
Das blonde Mädchen sitzt freudestrahlend am Tisch neben ihren Eltern, der Pudel „Willi“ hat es sich zu ihren Füßen gemütlich gemacht.
„Den habe ich voriges Jahr nach meinem Herzkatheter-Eingriff geschenkt bekommen“, erklärt sie stolz und krault ihm das gelockte Fell.
Die Familie aus Wien steckt mitten in den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Dass sie es so friedlich und besinnlich feiern kann, war nicht immer selbstverständlich.
Denn Elsa hatte einen alles andere als leichten Lebensbeginn. Das Baby wurde am 19. Dezember 2013
mit nur einem halben Herzen geboren.
Nach dem Kaiserschnitt erfolgte direkt die Taufe, da niemand sagen konnte, ob das Kind überleben würde. Am 26. Dezember, nur wenige Tage alt, lag es bereits das erste Mal im Operationssaal.
Heute, zwölf Jahre später, blickt die Mutter mit einem Lächeln auf ihre Tochter und ist sich sicher: „Elsa ist unser Weihnachtswunder.“
Drei große Operationen am offenen Herzen erhielt sie in den ersten vier Lebensjahren, den Brustkorb der Kleinen ziert eine zehn Zentimeter lange Narbe. Spitäler findet Elsa dennoch nur positiv. „Da bekomme ich immer jede Menge Popcorn, Besuch und Geschenke.“
Doch der medizinische Hintergrund bleibt ernst. Da ein Teil ihres Herzens fehlt, wurde ihr Kreislauf operativ umgebaut, damit ihr Blut trotzdem in die Lunge gelangt. Dieser Eingriff ermöglichte ihr ein normales Leben, auch wenn später weitere medizinische Schritte, wie eine Herztransplantation, nötig sein könnten. Die Familie, zu der auch die 15jährige Schwester Helene gehört, feiert daher gemeinsam jeden gesunden Tag.
Elsa strahlt Lebensfreude und Selbstbewusstsein aus, in einigen Tagen feiert sie ihren zwölften Geburtstag. Derzeit besucht sie die zweite Klasse Gymnasium. Stolz erzählt sie, „Ich bin die Sportlichste von allen.“ Völkerball, Basketball, Tennis, Leichtathletik, Elsa liebt alles, was nach Bewegung, Spiel und Spaß klingt. Trotzdem muss sie sich „oft selbst abbremsen“. Leistungssport ist aufgrund der fehlenden Herzkammern verboten.
„Elsa muss beim Sport etwas vorsichtiger sein und darf sich nicht zu sehr verausgaben. Sonst werden ihre Lippen oder die Finger schnell blau. Außerdem muss sie täglich Blutverdünner nehmen“, weiß die Mutter. „Aber sonst“, sagt sie, „hat sie ein ganz normales Leben. Uns war auch immer wichtig, sie nicht wie ein krankes Kind zu behandeln.“
Julia Schnizlein-Riedler, heute evangelische Pfarrerin, war früher Journalistin. Ruhig und gefasst erzählt sie von der Vergangenheit, doch die Erinnerungen an die ersten Lebensjahre ihrer Tochter gehen ihr immer noch nahe.
„Die Diagnose vor der Geburt traf mich hart. Wir konnten es im ersten Moment gar nicht glauben und haben gedacht, da müsse ein Irrtum vorliegen. Die Ärzte waren sich uneins, manche haben mir geraten, das Kind besser gar nicht erst zu bekommen. Heute bin ich einfach nur froh und dankbar, dass wir uns für Elsa entschieden haben. Auch, wenn es nicht immer einfach war. Vor allem am Anfang waren wir im Überlebensmodus. Wir haben gehofft, gezittert und gebetet.“
Die 47jährige suchte Halt im Glauben und fand zurück zu etwas, das sie lange begleitet, aber nie so tief getragen hat wie zu dieser Zeit. „Elsa hat mir meinen Weg zurück zur Theologie gezeigt. Ohne sie wäre ich nicht Pfarrerin geworden.“ Seit 2019 ist sie für die Lutherische Stadtkirche in Wien tätig. Auch für ihren Vater Gerhard Riedler, 63, ist Elsa ein großes Vorbild.
„Entgegen der medizinischen Fakten hat Elsa ein riesengroßes Herz. Sie ist hilfsbereit, immer freundlich, immer optimistisch, ein Sonnenschein und eine Kämpferin.
Sie gibt niemals auf und hat immer ein Lächeln im Gesicht. Wir haben alle viel von ihr gelernt und können uns ein Beispiel an ihr nehmen.“
Die Vorfreude auf ihren Geburtstag und auf Weihnachten ist bei Elsa groß. Auf ihrem Wunschzettel steht in diesem Jahr ganz oben „natürlich Gesundheit. Und dass meine Schwester pünktlich zum Fest nach Hause kommt. Sie macht gerade ein Auslandsjahr in den USA und ich vermisse sie schon sehr.“
Außerdem wünscht sie sich eine Turnmatte, denn Elsa ist bekennender „Swiftie“ und tanzt am liebsten zu den Liedern der erfolgreichen Sängerin Taylor Swift.
Und auch, wenn Schnizlein-Riedler am Heiligen Abend nach einem langen Tag als Pfarrerin erschöpft nach Hause kommt, tut sie das dennoch voller Dankbarkeit.
„Wir feiern, weil wir wissen, dass es nicht selbstverständlich ist.“ Die Familie lebt nach dem Motto: „Gott glaubt an uns, deshalb glauben wir auch an uns.“ Außerdem, so die Mutter, erinnert sie sich gerne an Elsas Taufspruch, der ihnen in schwierigen Momenten Kraft spendet.
„Jesus Christus spricht, ,Ich lebe und ihr sollt auch leben.‘ Das bedeutet nicht, dass wir ein perfekes Leben führen müssen, nur ein dankbares.“ Und vielleicht ist das der Grund, warum dieses Mädchen mit einem halben Herzen ein ganzes Leben führt.
Warum sie lacht, spielt, liebt und träumt wie jedes andere Kind.
Elsa Riedler überlegt, was sie einmal werden möchte. „Vielleicht Sportlehrerin. Vielleicht Ärztin. Vielleicht Politikerin. Hauptsache, ich kann anderen helfen“, sagt sie. Schuh
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