Wir sollten öfter Walnüsse essen
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Die Walnuss wurde einst von den Römern in unsere Breiten gebracht und hat seitdem eine lange kulinarische Tradition. Früher galten sie als Dickmacher, doch neue Erkenntnisse zeigen, mit einer Handvoll Walnüsse am Tag stärken wir unsere Gesundheit gleich mehrfach.
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Sie sind ein Klassiker im Nikolosackerl, beliebte Zutat in vielen Keksrezepten, im traditionellen Wiener Apfelstrudel, in jeder Packung „Studentenfutter“, und sie verfeinern Salate wie auch Müslis.
Walnüsse sind beliebt bei Groß und Klein. So beliebt, dass die laut Statistik Austria drei- bis vierhundert Tonnen Walnüsse, die jährlich in unserem Land geerntet werden, nicht ausreichen. Jedes Jahr werden rund 46.000 Tonnen Walnüsse importiert, aus Kalifornien, Chile oder Asien.
Walnüsse schmecken nicht nur gut, sie haben auch den Ruf eines gesunden Lebensmittels. So gesund, dass die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) empfiehlt, täglich eine Handvoll Nüsse, so auch Walnüsse, zu essen.
Das sind 30 Gramm pro Tag, was in etwa acht Walnüssen entspricht. Studien haben gezeigt, bereits diese Menge täglich unterstützt das Herz-Kreislauf-System und die Elastizität der Gefäßwände dank der in den Walnüssen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren.
Dazu helfen sie, den Cholesterinspiegel zu regulieren. Das zeigte unter anderem eine Studie des Klinikums der Universität München (D). Sie bestätigte, dass der tägliche Verzehr von 43 Gramm Walnüssen am Tag den Fettstoffwechsel verbessert und das „schlechte Cholesterin“ um nachweislich fünf Prozent senkt, unabhängig davon, wie der Speiseplan aussieht.
Tatsächlich sind Nüsse, so auch die Walnüsse, „kerngesunde“ Lebensmittel. Wie alle Nüsse sind sie wasserarm und reich an Fett, vor allem an Omega-3-Fettsäuren. Bekannte Vertreter sind die Alpha-Linol- und Alpha-Linolensäure. Sie helfen, Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfällen und der rheumatoiden Arthritis vorzubeugen.
In Walnüssen stecken weiters gute Mengen an B-Vitaminen, vor allem Biotin und Vitamin B6. Sie sind wertvoll für unser Gehirn, da sie die Kommunikation zwischen Nervenzellen und Gehirn unterstützen. Mit einer Handvoll Walnüssen decken wir bereits 15 Prozent des Tagesbedarfes an Vitamin B6 ab, das für unseren Fettstoffwechsel, die Bildung von Botenstoffen des Nervensystems und für das Immunsystem bedeutsam ist.
Untersuchungen, wie und warum sich Walnüsse so gut auf unsere Gesundheit auswirken, finden international statt. Einer, der sich seit Jahren intensiv mit der gesundheitlichen Wirkung von Walnüssen beschäftigt, ist Prof. Dr. Gunter Eckert, Leiter des Institutes für Ernährungswissenschaft, Ernährung in Prävention und Therapie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen (D).
„Es gibt Studien, die belegen, dass ein regelmäßiger Verzehr von Walnüssen die Hirnleistungsfähigkeit verbessern kann. Grund hierfür sind das hochwertige Eiweiß und ein hoher Gehalt an Fetten. Bei den Walnüssen haben wir einen hohen Gehalt an der Alpha-Linolensäure. Aus ihr wird die Docosahexaensäure (DHA) synthetisiert. Das ist die zweithäufigste Fettsäure im Gehirn, die für die Bildung der Zellmembranen gebraucht wird.“
Prof. Eckert hat in einem anderen Projekt mit der „California Walnut Commission“ untersucht, welche Effekte Walnüsse auf das alternde Gehirn haben. „Im Versuch mit Mäusen zeigte sich, dass sich die Hirnleistungsfähigkeiten bei alten Mäusen verbessert haben.“ Wieso dem so ist, das ist nicht ganz klar.
Aber Walnüsse können noch mehr. Die runden „Kraftkugeln“ sind hervorragende Lieferanten der sogenannten Ellagsäure. Dieser Gerbstoff kommt aus der Gruppe der Polyphenole, das sind sekundäre Pflanzenstoffe. Die Ellagsäure schützt unsere Körperzellen und stimuliert die Abwehrkräfte, und Walnüsse gehören zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an Ellagsäure.
Schließlich helfen Walnüsse dabei, eine schlanke Linie zu halten. Auch hier konnten Studien nachweisen, dass ihr Eiweiß den Stoffwechsel ankurbelt, indem es die Erzeugung von Wärme im Körper um zehn Prozent erhöht. Figurfreundlich ist auch ihre Kombination aus viel Ballaststoffen und Eiweiß sowie einer geringen Menge Kohlenhydraten, die dazu den Blutzucker stabil halten. All das führt dazu, dass Walnüsse lang anhaltend sättigen und Heißhungerattacken vorbeugen.
Wer dem Knabbern von Walnüssen nichts abgewinnt, kann die wertvollen Inhaltsstoffe über Walnussöl zu sich nehmen. Da es nicht hitzestabil ist, eignet sich Walnussöl vor allem zum Verfeinern der kalten Küche, auf Salaten, für Dressings oder als Zugabe zu Speisen kurz vor dem Servieren.
Auch das steckt in den Walnüssen:
Positiver Effekt auf die männliche Potenz
Spanische Wissenschaftler fanden heraus, dass 60 Gramm Nüsse (davon 30 Gramm Walnüsse, 16 Gramm Mandeln und 15 Gramm Haselnüsse) die Erektionsfähigkeit von gesunden Männern zwischen 18 und 35 Jahren deutlich steigern.
Kämben-Tee gut bei Kopfweh und fürs Herz
Das Trennblatt zwischen den beiden Walnuss-
hälften heißt Kämbe. Acht bis zehn Kämben, getrocknet und mit 250 ml heißem Wasser aufgießen. Zehn Minuten ziehen lassen und abseihen.
Dem Kämben-Tee wird eine gesundheitsfördernde Wirkung bei Migräne zugeschrieben, darüberhinaus soll er als durchblutungsförderndes Mittel für die Herzkranzgefäße gelten.
Rezept für Walnuss-Butter
Zutaten: 300 g Walnüsse, 1 EL Staubzucker, 1/2 TL Salz
Zubereitung:
Backofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Walnüsse auf dem Backblech ausbreiten, 9 Minuten rösten, bis sie leicht gebräunt sind und duften, danach abkühlen.
Nüsse in einen Mixer geben, zunächst grob mixen, bis eine krümelige Konsistenz entsteht.
Weiter mixen, bis die Walnüsse ihre Öle freisetzen
und zur cremigen Masse werden.
Masse mit dem Spatel von den Rändern des Mixers schaben.
Staubzucker und Salz hinzugeben, erneut mixen, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben. Walnussbutter in ein sauberes Schraubglas à 250 ml füllen, luftdicht ver-
schließen und bei Zeiten genießen.
Walnüsse sind beliebt bei Groß und Klein. So beliebt, dass die laut Statistik Austria drei- bis vierhundert Tonnen Walnüsse, die jährlich in unserem Land geerntet werden, nicht ausreichen. Jedes Jahr werden rund 46.000 Tonnen Walnüsse importiert, aus Kalifornien, Chile oder Asien.
Walnüsse schmecken nicht nur gut, sie haben auch den Ruf eines gesunden Lebensmittels. So gesund, dass die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) empfiehlt, täglich eine Handvoll Nüsse, so auch Walnüsse, zu essen.
Das sind 30 Gramm pro Tag, was in etwa acht Walnüssen entspricht. Studien haben gezeigt, bereits diese Menge täglich unterstützt das Herz-Kreislauf-System und die Elastizität der Gefäßwände dank der in den Walnüssen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren.
Dazu helfen sie, den Cholesterinspiegel zu regulieren. Das zeigte unter anderem eine Studie des Klinikums der Universität München (D). Sie bestätigte, dass der tägliche Verzehr von 43 Gramm Walnüssen am Tag den Fettstoffwechsel verbessert und das „schlechte Cholesterin“ um nachweislich fünf Prozent senkt, unabhängig davon, wie der Speiseplan aussieht.
Tatsächlich sind Nüsse, so auch die Walnüsse, „kerngesunde“ Lebensmittel. Wie alle Nüsse sind sie wasserarm und reich an Fett, vor allem an Omega-3-Fettsäuren. Bekannte Vertreter sind die Alpha-Linol- und Alpha-Linolensäure. Sie helfen, Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfällen und der rheumatoiden Arthritis vorzubeugen.
In Walnüssen stecken weiters gute Mengen an B-Vitaminen, vor allem Biotin und Vitamin B6. Sie sind wertvoll für unser Gehirn, da sie die Kommunikation zwischen Nervenzellen und Gehirn unterstützen. Mit einer Handvoll Walnüssen decken wir bereits 15 Prozent des Tagesbedarfes an Vitamin B6 ab, das für unseren Fettstoffwechsel, die Bildung von Botenstoffen des Nervensystems und für das Immunsystem bedeutsam ist.
Untersuchungen, wie und warum sich Walnüsse so gut auf unsere Gesundheit auswirken, finden international statt. Einer, der sich seit Jahren intensiv mit der gesundheitlichen Wirkung von Walnüssen beschäftigt, ist Prof. Dr. Gunter Eckert, Leiter des Institutes für Ernährungswissenschaft, Ernährung in Prävention und Therapie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen (D).
„Es gibt Studien, die belegen, dass ein regelmäßiger Verzehr von Walnüssen die Hirnleistungsfähigkeit verbessern kann. Grund hierfür sind das hochwertige Eiweiß und ein hoher Gehalt an Fetten. Bei den Walnüssen haben wir einen hohen Gehalt an der Alpha-Linolensäure. Aus ihr wird die Docosahexaensäure (DHA) synthetisiert. Das ist die zweithäufigste Fettsäure im Gehirn, die für die Bildung der Zellmembranen gebraucht wird.“
Prof. Eckert hat in einem anderen Projekt mit der „California Walnut Commission“ untersucht, welche Effekte Walnüsse auf das alternde Gehirn haben. „Im Versuch mit Mäusen zeigte sich, dass sich die Hirnleistungsfähigkeiten bei alten Mäusen verbessert haben.“ Wieso dem so ist, das ist nicht ganz klar.
Aber Walnüsse können noch mehr. Die runden „Kraftkugeln“ sind hervorragende Lieferanten der sogenannten Ellagsäure. Dieser Gerbstoff kommt aus der Gruppe der Polyphenole, das sind sekundäre Pflanzenstoffe. Die Ellagsäure schützt unsere Körperzellen und stimuliert die Abwehrkräfte, und Walnüsse gehören zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an Ellagsäure.
Schließlich helfen Walnüsse dabei, eine schlanke Linie zu halten. Auch hier konnten Studien nachweisen, dass ihr Eiweiß den Stoffwechsel ankurbelt, indem es die Erzeugung von Wärme im Körper um zehn Prozent erhöht. Figurfreundlich ist auch ihre Kombination aus viel Ballaststoffen und Eiweiß sowie einer geringen Menge Kohlenhydraten, die dazu den Blutzucker stabil halten. All das führt dazu, dass Walnüsse lang anhaltend sättigen und Heißhungerattacken vorbeugen.
Wer dem Knabbern von Walnüssen nichts abgewinnt, kann die wertvollen Inhaltsstoffe über Walnussöl zu sich nehmen. Da es nicht hitzestabil ist, eignet sich Walnussöl vor allem zum Verfeinern der kalten Küche, auf Salaten, für Dressings oder als Zugabe zu Speisen kurz vor dem Servieren.
Auch das steckt in den Walnüssen:
Positiver Effekt auf die männliche Potenz
Spanische Wissenschaftler fanden heraus, dass 60 Gramm Nüsse (davon 30 Gramm Walnüsse, 16 Gramm Mandeln und 15 Gramm Haselnüsse) die Erektionsfähigkeit von gesunden Männern zwischen 18 und 35 Jahren deutlich steigern.
Kämben-Tee gut bei Kopfweh und fürs Herz
Das Trennblatt zwischen den beiden Walnuss-
hälften heißt Kämbe. Acht bis zehn Kämben, getrocknet und mit 250 ml heißem Wasser aufgießen. Zehn Minuten ziehen lassen und abseihen.
Dem Kämben-Tee wird eine gesundheitsfördernde Wirkung bei Migräne zugeschrieben, darüberhinaus soll er als durchblutungsförderndes Mittel für die Herzkranzgefäße gelten.
Rezept für Walnuss-Butter
Zutaten: 300 g Walnüsse, 1 EL Staubzucker, 1/2 TL Salz
Zubereitung:
Backofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Walnüsse auf dem Backblech ausbreiten, 9 Minuten rösten, bis sie leicht gebräunt sind und duften, danach abkühlen.
Nüsse in einen Mixer geben, zunächst grob mixen, bis eine krümelige Konsistenz entsteht.
Weiter mixen, bis die Walnüsse ihre Öle freisetzen
und zur cremigen Masse werden.
Masse mit dem Spatel von den Rändern des Mixers schaben.
Staubzucker und Salz hinzugeben, erneut mixen, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben. Walnussbutter in ein sauberes Schraubglas à 250 ml füllen, luftdicht ver-
schließen und bei Zeiten genießen.
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