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Ausgabe Nr. 49/2025 vom 03.12.2025, Fotos: Thomas&Thomas, ARD Degeto Film/Conny Klein
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„Mit Herz und Hilde“,
Freitag, 5.12., 20.15 Uhr, Das Erste
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Seit fast einem Vierteljahrhundert sind Brambach und Sommer ein Paar, seit 2012 verheiratet.
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In „Hildes Kantine“ geht es ums Ganze (v. li. n. re.): Lore (Anne-Kathrin Gummich),
Hilde (Steffi Kühnert),
Ronnie (Martin Brambach) und
Angie haben finanzielle Probleme.
Leonie (Mathilda Joung) und Tamara (Kotbong Yang) beobachten die Diskussion.
Christine Sommer, 55, über Martin Brambach, 58: „Er war nicht mein Typ“
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Der „Tatort“-Kommissar Martin Brambach ist nun einmal in einer Komödie zu sehen. Im Doppel-Interview mit seiner Frau Christine wird übers Kennenlernen und Streiten geplaudert.
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Frau Sommer, Sie und Ihr Mann Martin Brambach haben früher beide in Wien Theater gespielt. Haben Sie sich in dieser Zeit schon gekannt?

Christine Sommer: Ja, er war mir ein Begriff, aber nicht mein Typ. Martin hatte für meinen Eindruck auf der Bühne zu viel Energie. Einmal trafen wir uns auf einer Party, da trug er einen komischen Ledermantel, die Haare waren kahl rasiert, er war dünn und schräg unterwegs. Aber ich habe auch keinen nachhaltigen Eindruck auf ihn hinterlassen.

Wann hat es dann gefunkt?

Martin Brambach: Beim Wiener „Tatort: Tödlicher Kongress“ im Jahr 2001. Wir haben viel geredet, weil wir an ähnlichen Punkten im Leben waren.

Sommer: Meine Ehe war in einer Krise, seine war schon vorbei. Plötzlich passte alles. Mit Anfang 30 haben wir uns beide schon ausgelebt, hatten Kinder im ähnlichen Alter. Das hat uns verbunden.

Frau Sommer, Ihr Mann ist ein vielbeschäftigter Schauspieler. Wie kommen Sie mit Trennungen zurecht?

Sommer: Er ist schon oft unterwegs. Ich freue mich dann wieder auf die Zeit, die ich für mich habe. Ich bin keine Glucke, die alles paarweise erledigen will. Ich bin gerne allein und genieße die Ruhe. Es ist dann alles ordentlich.

Ist Ihr Mann eher der liebenswerte Chaot?

Sommer: Absolut (lacht).

Man merkt schon, wenn er da ist. Es steht mehr herum. Seine Organisation ist nicht ganz auf dem Punkt und mit dem Internet steht er auf Kriegsfuß.

Brambach: Ja, deshalb würde ich, wenn ich einen Tag die Macht hätte, Internet-fähige Handys für junge Menschen unter 16 verbieten. Denn das macht süchtig. Es ist doch unnötig, alle fünf Minuten irgendetwas in sozialen Netzwerken zu posten.

Wie alt sind Ihre vier Kinder?

Brambach: Mein Sohn Paul ist 27, studiert in Bochum (D) Jus, die beiden Mädchen, Kyra und Rosanna aus
Christines erster Ehe sind 23 und 25. Anton, unser Nachzügler ist zwölf. Er ist unser Nesthäkchen.

Wie kommt es zu Ihrem ungewöhnlichen Wohnort Recklinghausen?

Sommer: Ich sag immer: Bis Paris (F) hat der Sprit nicht gereicht. Ich bin dort wegen meiner ersten Ehe gelandet. Recklinghausen ist wirklich eine Kleinstadt. Aber mittlerweile fühle ich mich wohl.

Herr Brambach, was finden Sie an Ihrer Frau so großartig, dass Sie ihr zuliebe nach Recklinghausen gegangen sind?

(schallendes Lachen) Ich finde meine Frau wahnsinnig schön, wahnsinnig erotisch. Christine ist intelligent, sie hat einen großartigen bösen Humor. Sie hat ein paar Dinge, die ich nicht habe.

Welche zum Beispiel?

Brambach: Christine kann mit Geld besser umgehen und ist viel ordentlicher als ich. Also Dinge, von denen ich durchaus auch profitiere.

Ist sie auch eine gute Köchin?

Brambach: Ja, sehr sogar. Ich koche auch gerne, aber zusammen in der Küche zu stehen, ist bei uns schwierig. Denn mir vergeht die Lust, wenn sie möchte, dass ich einen anderen Topf nehme oder mich kritisiert, dass ich nach einem anderen Gewürz greife, als sie vorgesehen hat. Sie hat vielleicht Recht, aber ich fühle mich in meiner Kreativität gestört. Aber sie isst gerne, was ich koche.

Und was kochen Sie?

Brambach:
Am liebsten thailändische Currygerichte aus dem Wok. Wir sind Vegetarier und haben viele großartige Kochbücher zu Hause. Meine Frau macht eine wunderbare Kürbiscremesuppe.

Frau Sommer, was macht Ihren Mann so liebenswert?

Sommer:
Die Beziehung und die Kinder gehen ihm über alles. Und ganz ehrlich, in 20 Jahren bin ich keinem Mann begegnet, der Martin auch nur annähernd das Wasser reichen kann.

Und worüber streiten Sie?

Sommer:
Über alles. Sauberkeit, Chaos, dass er den Mistkübel nicht rausgestellt hat. Wir finden immer etwas zum Streiten. Aber wir sind nicht nachtragend. Nach einer halben Stunde ist alles vergessen.
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