Indisches Mädchen
führt ein Leben
ohne Arme und Beine
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Die siebenjährige Emilia leidet an dem lebensgefährlichen Tetraamelie-Syndrom und wurde in ihrem Heimatland Indien ohne Gliedmaßen geboren. In einem Pflegeheim wurde die
Amerikanerin Jacqui McNeill auf sie aufmerksam. Tief bewegt von dem Schicksal der Kleinen beschloss sie, das Mädchen zu adoptieren. Seitdem sind die beiden eine Familie.
Amerikanerin Jacqui McNeill auf sie aufmerksam. Tief bewegt von dem Schicksal der Kleinen beschloss sie, das Mädchen zu adoptieren. Seitdem sind die beiden eine Familie.
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Als der Flugkapitän die Siebenjährige in sein Cockpit bat, leuchteten Emilias Augen. „Eines Tages möchte ich auch Pilotin werden“, verkündete das Mädchen ohne Zögern.
Es ist ein großer Wunsch für ein Kind. Ein Wunsch, an den sich die Kleine klammert, der aber wohl für immer unerreichbar bleiben wird.
Denn Emilia McNeill wurde in ihrem Heimatland Indien ohne Gliedmaßen geboren.
Dass sie heute so selbstbewusst und positiv ist, verdankt sie allein ihrer Adoptivmutter Jacqui McNeill, 32.
Mutter und Tochter leben in Wadsworth, einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Ohio.
Hier hat Jacqui McNeill der kleinen Emilia ein Zuhause geschaffen, das sie nie zuvor hatte. McNeill hat selbst in der Vergangenheit mit dem Verlust eines liebevollen Zuhauses zu kämpfen. Sie war zwölf, als ihre Mutter starb. Der Vater war mit dem Tod seiner Frau und den zwölf Kindern völlig überfordert. Es gab niemanden, der ihr in dieser schwierigen Zeit Halt gab.
Sie fand ihn schließlich im irischen Katholizismus und trat als Jugendliche in ein Kloster ein. Doch die Erinnerung an ihre jüngeren Geschwister ließ sie nicht los. „In mir wuchs der Wunsch, für Kinder da zu sein, die niemanden haben“, sagt sie.
So verließ sie einige Zeit später den Orden wieder und schloss eine Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin ab.
Ein Schritt, den sie bis heute nie bereut hat. Schon als Nonne hatte sie sich für das Werk der Missionarin Mutter Teresa interessiert.
Im Jahr 2017 reiste sie nach Indien und arbeitete vier Monate lang in einem Pflegeheim für schwer beeinträchtigte Kinder. Diese Zeit veränderte sie. „Ich wusste, ich möchte einem Kind ein Zuhause geben.“
Zurück in Ohio, klickte sie sich Abend für Abend durch die Internetseiten von indischen Waisenhäusern. Eines Tages blieb sie an einem Foto hängen, auf dem ein kleines Mädchen mit schwarzen Haaren und großen, braunen Augen abgebildet war. „Ich habe es sofort gespürt, das ist mein Kind“, erinnert sie sich.
Doch der Weg zur Adoption war schwer. Am 27. April 2018, ihrem 25. Geburtstag, begann McNeill den bürokratischen Marathon. Mehrfach wurde sie abgelehnt, aus dem einfachen Grund, dass sie unverheiratet war. Die Kosten stiegen rasant an. In ihrer Not erinnerte sie sich an einen Bibelvers aus ihrer Klosterzeit: „Denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Werde versetzt, und er wird versetzt werden; und nichts wird euch unmöglich sein.“ Jacqui McNeill begann, Spenden zu sammeln. Insgesamt 45.000 Dollar (39.000 Euro) kamen dabei zusammen.
„Ohne die Hilfsbereitschaft dieser Menschen hätte ich niemals weitermachen können.“ Nach zwei Jahren kam endlich der lang ersehnte positive Bescheid aus Indien.
Die Behörden gaben grünes Licht für eine Adoption. Zusätzlich erhielt Jacqui McNeill erstmals medizinische Informationen über das Mädchen. „In den Dokumenten stand etwas von ‚Gliedmaßen-Mangel‘. Und dann begriff ich. Das Mädchen hatte weder Arme noch Beine.“
Der Schock war groß, doch er hielt nicht lange. „Ich weinte. Und gleichzeitig fühlte ich, wie wunderschön dieses Kind ist. Zerbrechlich und voller Würde.“ Im April 2021 reiste McNeill nach Kalkutta (Indien), um das dreijährige Mädchen abzuholen. Die Heimmitarbeiter verabschiedeten das Kind mit den Worten: „Viel Glück, sie wird es brauchen. Sie lächelt nie.“ Und das hatte seinen Grund. Emilia leidet am Tetraamelie-Syndrom, einer extrem seltenen Fehlbildung, die lebensbedrohlich sein kann. Die ersten Jahre waren für die beiden ein Kampf.
Ein Arztbesuch jagte den nächsten, zwölf Spitalsaufenthalte und drei Mal pro Woche Physiotherapie folgten. Anfangs konnte Emilia fast nichts selbst tun, nicht essen, nicht spielen, nicht malen.
„Sie verzweifelte irgendwann so sehr, dass sie das Schlucken aufgab“, sagt McNeill. „Ich hatte Angst um ihr Leben.“ Nach langer Recherche fand sie die Lösung – „Obi“, ein Roboter, der Menschen ohne Arme beim Essen hilft. Für Emilia wurde er zum Symbol der Unabhängigkeit. Mit ihm konnte sie Spaghetti und Pizza, ihre Lieblingsgerichte, selbst zum Mund führen.
Mittlerweile besucht Emilia eine reguläre Volksschule. Sie ist beliebt, klug, und mit ihrem elektrischen Rollstuhl rast sie die Schulgänge entlang, manchmal sogar die Stiegen rauf und runter. Jeden Morgen verabschiedet ihre Mutter sie mit demselben Satz: „Ein ‚Kann ich nicht‘ gibt es für uns nicht.“
Zum Geburtstag schrieb die 32jährige ihrer Tochter eine Karte. Darauf stand: „Deine Mutter zu sein, ist eine Reise voller Triumphe. Wir haben viele Siege errungen. Dank dir bin ich so viel stärker und weiser. Ich bin gesegnet, von dir Mama genannt zu werden.“
Es ist ein großer Wunsch für ein Kind. Ein Wunsch, an den sich die Kleine klammert, der aber wohl für immer unerreichbar bleiben wird.
Denn Emilia McNeill wurde in ihrem Heimatland Indien ohne Gliedmaßen geboren.
Dass sie heute so selbstbewusst und positiv ist, verdankt sie allein ihrer Adoptivmutter Jacqui McNeill, 32.
Mutter und Tochter leben in Wadsworth, einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Ohio.
Hier hat Jacqui McNeill der kleinen Emilia ein Zuhause geschaffen, das sie nie zuvor hatte. McNeill hat selbst in der Vergangenheit mit dem Verlust eines liebevollen Zuhauses zu kämpfen. Sie war zwölf, als ihre Mutter starb. Der Vater war mit dem Tod seiner Frau und den zwölf Kindern völlig überfordert. Es gab niemanden, der ihr in dieser schwierigen Zeit Halt gab.
Sie fand ihn schließlich im irischen Katholizismus und trat als Jugendliche in ein Kloster ein. Doch die Erinnerung an ihre jüngeren Geschwister ließ sie nicht los. „In mir wuchs der Wunsch, für Kinder da zu sein, die niemanden haben“, sagt sie.
So verließ sie einige Zeit später den Orden wieder und schloss eine Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin ab.
Ein Schritt, den sie bis heute nie bereut hat. Schon als Nonne hatte sie sich für das Werk der Missionarin Mutter Teresa interessiert.
Im Jahr 2017 reiste sie nach Indien und arbeitete vier Monate lang in einem Pflegeheim für schwer beeinträchtigte Kinder. Diese Zeit veränderte sie. „Ich wusste, ich möchte einem Kind ein Zuhause geben.“
Zurück in Ohio, klickte sie sich Abend für Abend durch die Internetseiten von indischen Waisenhäusern. Eines Tages blieb sie an einem Foto hängen, auf dem ein kleines Mädchen mit schwarzen Haaren und großen, braunen Augen abgebildet war. „Ich habe es sofort gespürt, das ist mein Kind“, erinnert sie sich.
Doch der Weg zur Adoption war schwer. Am 27. April 2018, ihrem 25. Geburtstag, begann McNeill den bürokratischen Marathon. Mehrfach wurde sie abgelehnt, aus dem einfachen Grund, dass sie unverheiratet war. Die Kosten stiegen rasant an. In ihrer Not erinnerte sie sich an einen Bibelvers aus ihrer Klosterzeit: „Denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Werde versetzt, und er wird versetzt werden; und nichts wird euch unmöglich sein.“ Jacqui McNeill begann, Spenden zu sammeln. Insgesamt 45.000 Dollar (39.000 Euro) kamen dabei zusammen.
„Ohne die Hilfsbereitschaft dieser Menschen hätte ich niemals weitermachen können.“ Nach zwei Jahren kam endlich der lang ersehnte positive Bescheid aus Indien.
Die Behörden gaben grünes Licht für eine Adoption. Zusätzlich erhielt Jacqui McNeill erstmals medizinische Informationen über das Mädchen. „In den Dokumenten stand etwas von ‚Gliedmaßen-Mangel‘. Und dann begriff ich. Das Mädchen hatte weder Arme noch Beine.“
Der Schock war groß, doch er hielt nicht lange. „Ich weinte. Und gleichzeitig fühlte ich, wie wunderschön dieses Kind ist. Zerbrechlich und voller Würde.“ Im April 2021 reiste McNeill nach Kalkutta (Indien), um das dreijährige Mädchen abzuholen. Die Heimmitarbeiter verabschiedeten das Kind mit den Worten: „Viel Glück, sie wird es brauchen. Sie lächelt nie.“ Und das hatte seinen Grund. Emilia leidet am Tetraamelie-Syndrom, einer extrem seltenen Fehlbildung, die lebensbedrohlich sein kann. Die ersten Jahre waren für die beiden ein Kampf.
Ein Arztbesuch jagte den nächsten, zwölf Spitalsaufenthalte und drei Mal pro Woche Physiotherapie folgten. Anfangs konnte Emilia fast nichts selbst tun, nicht essen, nicht spielen, nicht malen.
„Sie verzweifelte irgendwann so sehr, dass sie das Schlucken aufgab“, sagt McNeill. „Ich hatte Angst um ihr Leben.“ Nach langer Recherche fand sie die Lösung – „Obi“, ein Roboter, der Menschen ohne Arme beim Essen hilft. Für Emilia wurde er zum Symbol der Unabhängigkeit. Mit ihm konnte sie Spaghetti und Pizza, ihre Lieblingsgerichte, selbst zum Mund führen.
Mittlerweile besucht Emilia eine reguläre Volksschule. Sie ist beliebt, klug, und mit ihrem elektrischen Rollstuhl rast sie die Schulgänge entlang, manchmal sogar die Stiegen rauf und runter. Jeden Morgen verabschiedet ihre Mutter sie mit demselben Satz: „Ein ‚Kann ich nicht‘ gibt es für uns nicht.“
Zum Geburtstag schrieb die 32jährige ihrer Tochter eine Karte. Darauf stand: „Deine Mutter zu sein, ist eine Reise voller Triumphe. Wir haben viele Siege errungen. Dank dir bin ich so viel stärker und weiser. Ich bin gesegnet, von dir Mama genannt zu werden.“
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