Blondie: „Junge Männer sind nur Spielzeug“
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Sie steckt voller Tatendrang. Ihre 80 Jahre sind der amerikanischen Sängerin Debbie Harry nicht anzumerken. Die Frontfrau der Band „Blondie“ rührt die Werbetrommel für die Deluxe-Wiederveröffentlichung des 1999er-Albums „No Exit“ (bereits im Handel). Das Album brachte den modernen Klassiker „Maria“ hervor, mit dem die Siebziger-Jahre-Ikone nach Hits wie „Call Me“ oder „Heart Of Glass“ an alte Triumphe anknüpfen konnte. Im Gespräch mit dem WOCHE-Reporter Steffen Rüth ging es aber nicht nur um das Album, sondern auch um einen Verlust.
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Was erhoffen Sie sich von der Neuauflage des Albums „No Exit“?
Schön fände ich, wenn die Menschen dem Album ein bisschen mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen könnten. Auf „No Exit“ sind wirklich eine ganze Reihe hervorragender Stücke, die aber seinerzeit alle im Schatten von „Maria“ standen. „Maria“ war ein Riesenhit, die anderen Lieder hat kaum jemand mitbekommen. Wenn ich eine „Blondie“-Anhängerin wäre, dann würde ich mir dieses überaus hübsche Paket aus einem Album und Zusatzleckerlis definitiv gönnen. Es sieht einfach schön aus. Ich meine, seien wir ehrlich, es ist ein Sammlerstück. Aber man weiß nie, vielleicht findet ja der eine oder andere neue Anhänger dadurch seinen Weg zu uns.
Sie arbeiten mit dem Gitarristen Chris Stein, 75, seit mehr als fünfzig Jahren zusammen. Sie waren auch jahrelang ein Paar. Sie sind im Jahr 1973 zusammengekommen, als Sie in der Band „Stilettos“ gespielt haben, ein Jahr später haben Sie „Blondie“ gegründet. Haben Sie damals geahnt, dass die Verbindung ein Leben lang halten würde?
Wir waren manches Mal zusammen im Himmel, und manches Mal waren wir auch zusammen in der Hölle. Unser Zusammenleben war immer voller Überraschungen und oft unglaublich intensiv. Unser Leben ist bis hierher ein erfülltes gewesen, wir haben die verrücktesten Erfahrungen machen können und haben wundervolle Menschen kennengelernt. Wir hingen ab mit David Bowie und mit Iggy Pop. Unsere Welt erweiterte sich enorm, unser Kosmos expandierte zu einem richtig Großen.
Hat sich die Weise geändert, wie die Menschen auf „Blondie“ blicken?
Das bleibt nicht aus. Die Menschen hören diese verdammten Lieder seit vierzig, fünfzig Jahren, da wächst man ihnen unweigerlich ans Herz.
Sie haben am 1. Juli Ihren 80. Geburtstag gefeiert. Mit einer großen Party, so wie Sie vorher angekündigt haben?
Nein, nein, es war eine kleine, aber schöne Feier. Zusammen mit Chris, seiner Familie und einigen Freunden und Freundinnen seiner Tochter Valentina, meinem Patenkind. Wir haben ein paar Späße im Schwimmbecken getrieben und danach gut gegessen. Das war ein wunderbarer Tag.
Bei unserem bislang letzten Gespräch vor einigen Jahren haben Sie gesagt, Sie würden sich gern wieder richtig verlieben. Wie ist es gelaufen?
Ich habe leider keine Fortschritte bei diesem Projekt gemacht. Ich bin eine alte Lady, ich kann nicht hier und da zu einem Treffen gehen oder meine Zeit in Männer investieren, deren Aufrichtigkeit ich in Zweifel ziehe. Aber vielleicht sollten wir wieder auf Tournee gehen, was wir gerne machen würden, aber noch nicht entschieden haben, dann suche ich mir unterwegs einen aus.
Der Trend geht ja zu deutlich jüngeren Freunden. Wie
wäre es mit einem 25jährigen?
Na, vielen Dank, aber nein (lacht). Auf keinen Fall. Solche Männer sind nur Spielzeuge.
Wie eine alte Lady wirken Sie aber nicht …
Danke schön. Das freut mich. Ich tue, was möglich ist. An manchen Tagen fühle ich mich wirklich phantastisch, an anderen weniger. Manchmal ist das Leben ein Haufen Scheiße, manchmal ist es ein Topf voll Gold. Das ist bei mir nicht anders wie bei allen.
Wie steht es eigentlich um die Veröffentlichung des neuen „Blondie“-Albums, das angeblich fertig sein soll?
Es ist fertig, schon seit einer Weile. Die Platte kommt im nächsten Jahr heraus.
Zugleich wird es das erste Album ohne Ihren
Schlagzeuger Clem Burke sein, der im April im Alter von
70 Jahren verstarb …
Nein, nein, Clem ist dabei. Er hat noch auf dem gesamten Album gespielt. Wir werden Clem dieses Album widmen.
Schön fände ich, wenn die Menschen dem Album ein bisschen mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen könnten. Auf „No Exit“ sind wirklich eine ganze Reihe hervorragender Stücke, die aber seinerzeit alle im Schatten von „Maria“ standen. „Maria“ war ein Riesenhit, die anderen Lieder hat kaum jemand mitbekommen. Wenn ich eine „Blondie“-Anhängerin wäre, dann würde ich mir dieses überaus hübsche Paket aus einem Album und Zusatzleckerlis definitiv gönnen. Es sieht einfach schön aus. Ich meine, seien wir ehrlich, es ist ein Sammlerstück. Aber man weiß nie, vielleicht findet ja der eine oder andere neue Anhänger dadurch seinen Weg zu uns.
Sie arbeiten mit dem Gitarristen Chris Stein, 75, seit mehr als fünfzig Jahren zusammen. Sie waren auch jahrelang ein Paar. Sie sind im Jahr 1973 zusammengekommen, als Sie in der Band „Stilettos“ gespielt haben, ein Jahr später haben Sie „Blondie“ gegründet. Haben Sie damals geahnt, dass die Verbindung ein Leben lang halten würde?
Wir waren manches Mal zusammen im Himmel, und manches Mal waren wir auch zusammen in der Hölle. Unser Zusammenleben war immer voller Überraschungen und oft unglaublich intensiv. Unser Leben ist bis hierher ein erfülltes gewesen, wir haben die verrücktesten Erfahrungen machen können und haben wundervolle Menschen kennengelernt. Wir hingen ab mit David Bowie und mit Iggy Pop. Unsere Welt erweiterte sich enorm, unser Kosmos expandierte zu einem richtig Großen.
Hat sich die Weise geändert, wie die Menschen auf „Blondie“ blicken?
Das bleibt nicht aus. Die Menschen hören diese verdammten Lieder seit vierzig, fünfzig Jahren, da wächst man ihnen unweigerlich ans Herz.
Sie haben am 1. Juli Ihren 80. Geburtstag gefeiert. Mit einer großen Party, so wie Sie vorher angekündigt haben?
Nein, nein, es war eine kleine, aber schöne Feier. Zusammen mit Chris, seiner Familie und einigen Freunden und Freundinnen seiner Tochter Valentina, meinem Patenkind. Wir haben ein paar Späße im Schwimmbecken getrieben und danach gut gegessen. Das war ein wunderbarer Tag.
Bei unserem bislang letzten Gespräch vor einigen Jahren haben Sie gesagt, Sie würden sich gern wieder richtig verlieben. Wie ist es gelaufen?
Ich habe leider keine Fortschritte bei diesem Projekt gemacht. Ich bin eine alte Lady, ich kann nicht hier und da zu einem Treffen gehen oder meine Zeit in Männer investieren, deren Aufrichtigkeit ich in Zweifel ziehe. Aber vielleicht sollten wir wieder auf Tournee gehen, was wir gerne machen würden, aber noch nicht entschieden haben, dann suche ich mir unterwegs einen aus.
Der Trend geht ja zu deutlich jüngeren Freunden. Wie
wäre es mit einem 25jährigen?
Na, vielen Dank, aber nein (lacht). Auf keinen Fall. Solche Männer sind nur Spielzeuge.
Wie eine alte Lady wirken Sie aber nicht …
Danke schön. Das freut mich. Ich tue, was möglich ist. An manchen Tagen fühle ich mich wirklich phantastisch, an anderen weniger. Manchmal ist das Leben ein Haufen Scheiße, manchmal ist es ein Topf voll Gold. Das ist bei mir nicht anders wie bei allen.
Wie steht es eigentlich um die Veröffentlichung des neuen „Blondie“-Albums, das angeblich fertig sein soll?
Es ist fertig, schon seit einer Weile. Die Platte kommt im nächsten Jahr heraus.
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70 Jahren verstarb …
Nein, nein, Clem ist dabei. Er hat noch auf dem gesamten Album gespielt. Wir werden Clem dieses Album widmen.
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