Mit dem Skalpell gegen Fettsucht
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Adipositas ist mehr als starkes Übergewicht. Es ist eine Krankheit, die jährlich knapp viertausend Menschen das Leben kostet. Die Adipositas-Chirurgie hilft Betroffenen.
Es betrifft Menschen jeden Alters und aus allen gesellschaftlichen Schichten und ist keine Randerscheinung mehr. Rund eineinhalb Millionen Männer, Frauen und Jugendliche im Land sind an Adipositas erkrankt.
Das erhöht signifikant ihr Risiko für mehr als einhundert Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Krebsleiden. Menschen, die mit 45 Jahren mit Hochrisiko-Adipositas leben, verlieren fünf Lebensjahre und zehn gesunde Lebensjahre.
Die Adipositas-Chirurgie gilt als nachhaltige Therapie, um Betroffenen zu helfen. Jedes Jahr werden zirka zweieinhalbtausend adipöse Menschen operiert. Unter anderem am zertifizierten Adipositas-Zentrum des Barmherzigen Schwestern Krankenhauses Wien. Univ.-Prof. Dr. Alexander Klaus, ärztlicher Direktor und Vorstand der Chirurgie, erklärt die vier Methoden, die von Adipositas befreien.
1 – Der Schlauchmagen:
Es wird ein Anteil des Magens entfernt, sodass ein schlauchförmiger Restmagen mit geringem Füllvolumen bleibt. Dadurch kommt es nach wenigen Bissen zu einem Sättigungsgefühl. Der natürliche Magenausgang und der Darmtrakt bleiben unverändert.
Dauer der Operation: zirka 60 Minuten
Gewichtsverlust: bis 2 Kilo pro Woche
Rückgängigkeit der Operation machbar: Nein
Prof. Klaus, für welche Patienten ist ein Schlauchmagen geeignet?
Prinzipiell für alle Patienten, außer es liegt eine Refluxkrankheit vor. Säurerückfluss und Sodbrennen könnten sich nach der Operation verstärken.
Wie geht es für Patienten nach der OP weiter?
Die Patienten können nur kleine Portionen essen. Sie müssen Trinken und Essen trennen und auf eine ausgewogene, vor allem eiweißreiche Ernährung achten. Und sie nehmen lebenslang Nahrungsergänzungsmittel für Vitamine, Eisen und Kalzium. Das gilt allerdings für alle Patienten der Adipositas-Chirurgie.
Kann sich der Magen wieder dehnen, wenn der Patient zu viel isst?
Der Magen kann sich über die Jahre ausdehnen, wenn auch nicht auf seine Ursprungsgröße. Um das zu verhindern, müssen die Patienten die Ernährungsgewohnheiten ändern. Bei ungenügendem Erfolg kann der Schlauchmagen in einen Magenbypass umgewandelt werden.
2+3 – Omega-Loop & Y-Roux-Magenbypass:
Bei den Magenbypässen Y-Roux und Omega-Loop handelt es sich um kombinierte Verfahren aus Magenverkleinerung und Umgehung eines Dünndarmteiles. Es wird ein kleiner Vormagen gebildet, der direkt mit einer Dünndarmschlinge verbunden wird.
Die Aufnahmefläche für Nahrung wird verkleinert, wichtige Nahrungsbestandteile werden aber auch nur vermindert aufgenommen.
Dauer der Operationen: zirka 60 Minuten
Erwartbarer Gewichtsverlust: bis 2 Kilo pro Woche
Rückgängigkeit der Operation machbar: Ja
Welche Patienten sind für Magenbypässe geeignet?
Vor allem junge Adipositas-Patienten, die Diabetes Typ II oder einen Reflux haben. Große Voroperationen im Bauchraum können so einen Eingriff allerdings erschweren. Weniger geeignet ist der Magenbypass bei Fehlbildungen am Magen oder bei Magengeschwüren.
Wie verändert sich das Körpergewicht nach der OP?
Im Langzeitverlauf gehen zirka 70 Prozent des Übergewichtes verloren. Dann kann eine leichte Zunahme erfolgen. Nach zehn Jahren ist mit keinem weiteren Gewichtsverlust zu rechnen.
4 – Sadi-S-Methode:
Die Verbindung zwischen Schlauchmagen und Dünndarm ist nach dem Magenschließmuskel angelegt. Durch die drastische Magenverkleinerung und Umgehung des ersten Dünndarmabschnittes werden die Essensmenge und die Aufnahme der Nahrung verringert.
Dauer der Operation: zirka 90 Minuten
Gewichtsverlust: bis 85 Prozent des Übergewichtes
in den ersten zwei Jahren
Rückgängigkeit der Operation machbar: Nein
Welche Adipositas-Patienten kommen hier in Frage?
Die Methode ist gut als Operation nach dem Schlauchmagen geeignet, wenn der Gewichtsverlust nicht ausreicht. Dazu ist die Methode bei extrem hohem Body-Mass-Index geeignet, von 50 und darüber. Sie hilft, das Gewicht zu verringern und Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes zu kontrollieren.
Kann der Patient nach der OP durch Fehlverhalten wieder adipös werden?
Das Risiko der Gewichtszunahme im Langzeitverlauf ist bei dieser Methode am geringsten.
Das erhöht signifikant ihr Risiko für mehr als einhundert Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Krebsleiden. Menschen, die mit 45 Jahren mit Hochrisiko-Adipositas leben, verlieren fünf Lebensjahre und zehn gesunde Lebensjahre.
Die Adipositas-Chirurgie gilt als nachhaltige Therapie, um Betroffenen zu helfen. Jedes Jahr werden zirka zweieinhalbtausend adipöse Menschen operiert. Unter anderem am zertifizierten Adipositas-Zentrum des Barmherzigen Schwestern Krankenhauses Wien. Univ.-Prof. Dr. Alexander Klaus, ärztlicher Direktor und Vorstand der Chirurgie, erklärt die vier Methoden, die von Adipositas befreien.
1 – Der Schlauchmagen:
Es wird ein Anteil des Magens entfernt, sodass ein schlauchförmiger Restmagen mit geringem Füllvolumen bleibt. Dadurch kommt es nach wenigen Bissen zu einem Sättigungsgefühl. Der natürliche Magenausgang und der Darmtrakt bleiben unverändert.
Dauer der Operation: zirka 60 Minuten
Gewichtsverlust: bis 2 Kilo pro Woche
Rückgängigkeit der Operation machbar: Nein
Prof. Klaus, für welche Patienten ist ein Schlauchmagen geeignet?
Prinzipiell für alle Patienten, außer es liegt eine Refluxkrankheit vor. Säurerückfluss und Sodbrennen könnten sich nach der Operation verstärken.
Wie geht es für Patienten nach der OP weiter?
Die Patienten können nur kleine Portionen essen. Sie müssen Trinken und Essen trennen und auf eine ausgewogene, vor allem eiweißreiche Ernährung achten. Und sie nehmen lebenslang Nahrungsergänzungsmittel für Vitamine, Eisen und Kalzium. Das gilt allerdings für alle Patienten der Adipositas-Chirurgie.
Kann sich der Magen wieder dehnen, wenn der Patient zu viel isst?
Der Magen kann sich über die Jahre ausdehnen, wenn auch nicht auf seine Ursprungsgröße. Um das zu verhindern, müssen die Patienten die Ernährungsgewohnheiten ändern. Bei ungenügendem Erfolg kann der Schlauchmagen in einen Magenbypass umgewandelt werden.
2+3 – Omega-Loop & Y-Roux-Magenbypass:
Bei den Magenbypässen Y-Roux und Omega-Loop handelt es sich um kombinierte Verfahren aus Magenverkleinerung und Umgehung eines Dünndarmteiles. Es wird ein kleiner Vormagen gebildet, der direkt mit einer Dünndarmschlinge verbunden wird.
Die Aufnahmefläche für Nahrung wird verkleinert, wichtige Nahrungsbestandteile werden aber auch nur vermindert aufgenommen.
Dauer der Operationen: zirka 60 Minuten
Erwartbarer Gewichtsverlust: bis 2 Kilo pro Woche
Rückgängigkeit der Operation machbar: Ja
Welche Patienten sind für Magenbypässe geeignet?
Vor allem junge Adipositas-Patienten, die Diabetes Typ II oder einen Reflux haben. Große Voroperationen im Bauchraum können so einen Eingriff allerdings erschweren. Weniger geeignet ist der Magenbypass bei Fehlbildungen am Magen oder bei Magengeschwüren.
Wie verändert sich das Körpergewicht nach der OP?
Im Langzeitverlauf gehen zirka 70 Prozent des Übergewichtes verloren. Dann kann eine leichte Zunahme erfolgen. Nach zehn Jahren ist mit keinem weiteren Gewichtsverlust zu rechnen.
4 – Sadi-S-Methode:
Die Verbindung zwischen Schlauchmagen und Dünndarm ist nach dem Magenschließmuskel angelegt. Durch die drastische Magenverkleinerung und Umgehung des ersten Dünndarmabschnittes werden die Essensmenge und die Aufnahme der Nahrung verringert.
Dauer der Operation: zirka 90 Minuten
Gewichtsverlust: bis 85 Prozent des Übergewichtes
in den ersten zwei Jahren
Rückgängigkeit der Operation machbar: Nein
Welche Adipositas-Patienten kommen hier in Frage?
Die Methode ist gut als Operation nach dem Schlauchmagen geeignet, wenn der Gewichtsverlust nicht ausreicht. Dazu ist die Methode bei extrem hohem Body-Mass-Index geeignet, von 50 und darüber. Sie hilft, das Gewicht zu verringern und Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes zu kontrollieren.
Kann der Patient nach der OP durch Fehlverhalten wieder adipös werden?
Das Risiko der Gewichtszunahme im Langzeitverlauf ist bei dieser Methode am geringsten.
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