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Ausgabe Nr. 27/2024 vom 02.07.2024, Fotos: TVB Osttirol/Peter Maier, Strauß, Andreas / Lookphotos / picturedesk.com, www.MirjaGeh.com
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Die Hängebrücke spannt sich über die
Iselschlucht.
Neue Hängebrücke
Tourismusverband Osttirol
Tel.: 050/212 212,
www.osttirol.com
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TVB Naturparkregion Reutte,
Tel.: 05672/62336, www.highline179.tirol
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Tel.: 06217/29029,
www.baumzipfelweg.at
Für diese Wege brauchen Sie gute Nerven
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Sie hängen an langen Seilen über dem Abgrund, besitzen einen Boden aus Stahlgitter und schaukeln leicht bei jedem Schritt – Hängeseilbrücken sind nichts für schwache Nerven. In Osttirol können Wagemutige die Iselschlucht auf einem abenteuerlichen Weg überqueren.
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Die Isel ist eine der letzten Wildflüsse Europas, der noch frei fließen darf. Von ihrem Ursprung an der Gletscherzunge des Umbalkees auf etwa 2.400 Meter bahnt sie sich ihren Weg bis in die Stadt Lienz (Osttirol), wo sie in die Drau mündet.

Wer den Fluss in all seiner Wildheit erleben möchte, folgt dem Wanderweg „Iseltrail“. Die 74 Kilometer lange Strecke ist in fünf Etappen aufgeteilt. Die Wanderer marschieren durch tiefe Schluchten und kommen vorbei an einigen Wasserfällen.

Vor Kurzem ist eine neue Attraktion hinzugekommen. Auf halber Strecke spannt sich nun eine Hängebrücke über die Iselschlucht. Mit einer Spannweite von 84 Metern verbindet sie die beiden Orte Virgen und Prägraten. Die Brücke befindet sich in Welzelach, das zur Gemeinde Virgen gehört.

Dieses architektonische Meisterwerk ist aber nur etwas für Schwindelfreie. In 90 Metern Tiefe rauscht die Isel durch die enge Schlucht. Die Wanderer haben von hoch oben eine gute Aussicht auf das Gewässer.

Mit dem Bau der Hängebrücke ergaben sich auch zwei neue Rundwanderwege. Bei beiden ist der Ausgangspunkt die Bushaltestelle in Obermauern. Der kürzere, sechs Kilometer lange Rundweg, führt über die Hängebrücke nach Welzelach. „Dort kann die Silvesterkapelle besichtigt werden. Sie ist tagsüber geöffnet“, erzählt Bernhard Aßmair vom Tourismusverband Osttirol. Der Weg windet sich weiter in den Ortsteil Gries. „Eine Einkehr beim Gasthof Schwaigerhof ist lohnenswert. Eine Sonnenterrasse und ein Kinderspielplatz laden zum Verweilen ein. Die Gäste sollten unbedingt eine der Eiskreationen probieren“, gibt Aßmair einen Tipp. Nach der Rast geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Der zweite, acht Kilometer lange Rundweg, führt von Obermauern über die Hängebrücke. Die Ausflügler folgen dem Iseltrail durch die Iselschlucht bis nach Bobojach. „Kurz vor dem Ortsteil Bobojach befindet sich eine 25 Meter lange Aussichtsplattform mit faszinierenden Einblicken in die tosende Schlucht“, sagt der Osttiroler.

Der Rückweg erfolgt über die „Hohe Bank“ (Weg Nr. 31) in den Ortsteil Obermauern, wo sich die Wallfahrtskirche Maria Schnee befindet. „Die Kirche bietet eindrucksvolle Fresken und kann ganztags kostenlos besichtigt werden.“ Zudem ist das Hofensemble eine Augenweide und der malerische Kreuzweg ist ebenfalls sehenswert. widlak

In luftiger Höhe zur Festung

Die längste Hängebrücke in unserem Land ist die „Highline 179“. Sie hat eine Spannweite von 406 Metern und ist 114 Meter hoch. Das Bauwerk befindet sich südlich von Reutte (T) und verbindet die Ruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia. Durch die schlanke und offene Konstruktion haben die Besucher das Gefühl, in der Luft zu schweben.

Wer sich zwischen die Stahlseile wagt, wird mit einem herrlichen Ausblick auf den Talkessel von Reutte und die umliegende Bergwelt belohnt. Unterhalb verläuft die Fernpass-Bundesstraße B179, die der Hängebrücke ihren Namen gab. Die Brücke kann täglich zwischen 8 und 22 Uhr überquert werden (€ 10,– ab 15 Jahren, € 6,– Kinder).

Um vom Besucherzentrum Ehrenberg zur Hängebrücke zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten. Die Gäste erreichen sie entweder zu Fuß in zwanzig Minuten. Oder sie steigen in den Schrägaufzug
„Ehrenberg Liner“ und überwinden die 110 Höhenmeter in nur knapp drei Minuten. Eine Fahrt kostet
€ 9,– ab 15 Jahren, Kinder zahlen € 6,–.

Die „Golden Gate“-Brücke der Alpen

Im Talschluss von Saalbach-Hinterglemm (S) befindet sich die „Golden Gate“-Brücke der Alpen. Mit ihren zwei orangenen Pfeilern sieht sie dem Original in der amerikanischen Stadt San Francisco ähnlich. Die massive Stahlkonstruktion ist 200 Meter lang und führt in 42 Meter Höhe über den Fluss Saalach.

Kaum haben die Wanderer die Hängebrücke überquert, gelangen sie zum „Baumzipfelweg“, dem höchstgelegenen Wipfelpfad Europas. Eine massive Lärchenholzkonstruktion führt Besucher hinauf in die Baumwipfel, wo sie in 30 Meter Höhe über dem Waldboden wandeln. Auf dem 600 Meter langen Rundweg gibt es einige Aussichtsplattformen und interaktive Spielstationen.

Die Hängebrücke ist Teil des Baumwipfelpfades und darf nur gegen Eintritt betreten werden. Er kostet € 12,– ab 16 Jahren und € 9,– ab vier Jahren. Die Brücke befindet sich neben der Lindlingalm, die Wanderer entweder zu Fuß vom Talschluss-Parkplatz in Saalbach-Hinterglemm oder mit dem „Talschlusszug“ erreichen. Der Zug fährt ein Mal pro Stunde (€ 7,– hin und retour pro Erwachsenen).
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