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Ausgabe Nr. 24/2024 vom 11.06.2024, Foto: AdobeStock
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Baumpfingstrosen in voller Blüte.
Pfingstrosen mögen die Morgensonne nicht
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Noch immer ein wenig inspiriert von meiner England-Gartenreise, möchte ich Ihnen die Pfingstrosen näherbringen.
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In England gibt es kaum ein Blumenbeet ohne Pfingstrosen und das hat seinen guten Grund. Von Mai bis Juni gibt es keine anderen Stauden, die derart prächtig blühen wie die Päonien. Nicht nur als Schnittblumen erfreuen sie sich größter Beliebtheit, sondern auch als Stauden in gemischten Beeten.

Wir unterscheiden die krautigen Päonien, die im Herbst einziehen und die verholzten, deren Astgerüst den Winter überlebt. Sie sind aus dem fernen China zu uns gekommen und werden auch Strauch- oder Baumpfingstrosen genannt.

Bis zu 20 Zentimeter große Blüten

Sie haben besonders große Blüten, 20 Zentimeter im Durchmesser sind da keine Seltenheit, und anders als bei ihren krautigen Artgenossen gibt es sie auch in Gelb und Orange.

Strauchpäonien werden häufig oder fast ausschließlich durch Veredelung vermehrt. Die holzigen Triebe werden zum Teil auch auf die dicken Wurzeln der krautigen Pfingstrose aufgepfropft. Diese Wurzel wird aber im Laufe der Jahre abgestoßen, darum ist es für ein dauerhaftes Wachstum nötig, die Baumpäonie etwas tiefer zu pflanzen, sodass die holzigen Triebe mit der Zeit eigene Wurzeln bilden und nicht mehr auf die Unterlage angewiesen sind. Grundsätzlich lieben alle Pfingstrosen einen guten, humosen, feuchten und nährstoffreichen Boden. Der Standort sollte halbschattig sein, zumindest nicht der Morgensonne zugewandt. Das hat einen einfachen Grund: Da frühe Pfingstrosen schon im April ihre Knospen bilden und zu dieser Zeit kräftige Morgenfröste durchaus vorkommen, kann es sein, dass die Knospen am Morgen gefroren sind. Tauen sie durch frühe Sonnenstrahlen schnell auf, sind Schäden sehr wahrscheinlich.

Überlegen Sie daher genau, wohin Sie Ihre Pfingstrosen pflanzen wollen. Ein späteres Umsetzen mögen diese Pflanzen gar nicht. Meist bringen sie dann einige Jahre keine Blüten. Düngen Sie im Frühling Ihre Päonien mit Kompost oder mit organischen Düngern, im Herbst empfehle ich eine Düngung mit Patentkali, das erhöht die Winterfestigkeit.

Während des Austriebes rate ich Ihnen, besonders auf durchlässigen Böden, die Pflanzen regelmäßig zu wässern, dabei sollte es aber keinesfalls zu Staunässe
kommen.

Mit einer Schnur das Gehölz sichern

Bauernpfingstrosen und Edelpfingstrosen können bei üppigem Wachstum und in voller Blüte auseinanderfallen. Schlagen Sie daher früh genug einige Holzpfähle in den Boden und verbinden Sie diese mit einer Schnur, so bleiben die Pflanzen auch in voller Blüte aufrecht stehen.
Die Blüten halten sich in der Vase besonders gut und sie verströmen ihren herrlicher Duft in den Zimmern.
Pfingstrosen, ob holzig oder krautig, sollten Sie am besten im Frühling pflanzen. Sie eignen sich hervorragend als Vorpflanzung vor hohen Sträuchern oder Bäumen, genauso in Solitärstellung verzaubern sie ihren Betrachter. Die Bedingungen in einem lichten Baumbestand sind für die Pfingstrosen ideal.
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