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Ausgabe Nr. 23/2024 vom 04.06.2024, Foto: picturedesk.com, ORF/Gebhardt Productions/Stefanie Leo
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Angelika Niedetzky: Linzerin soll die SOKO retten
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Für mehr Witz und Tempo will Angelika Niedetzky künftig in „SOKO Linz“ sorgen. Ein Polizei-Training hat sie schon absolviert.
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Bei „SOKO Linz“ war schon vor dem ersten Drehtag der Wurm drin. Die meisten Krimifreunde freuten sich nicht auf die neue Serie, sondern waren erbost, dass die beliebte „SOKO Kitzbühel“ nicht mehr ermitteln durfte.

Die Gründe für das Aus wurden verschieden dargestellt. Zum einen hieß es, die Produktion wäre aufgrund der vielen Außenaufnahmen angeblich zu teuer. Eine andere Erklärung lautete, das ZDF als Co-Produzent und größerer Geldgeber wolle modernere und urbanere „SOKO“-Krimis. Wie auch immer: Das Traum-Team Jakob Seeböck, 48, Julia Cencig, 51, Ferry Öllinger, 65, Heinz Marecek, 78, Andrea L‘Arronge, 67, und Veronika Polly, 50, hatte ausgedient. Nicht alle nahmen es so abgeklärt hin wie „Kroisi“ Öllinger, der vom ersten Fall an mit dabei war und meinte: „Nach zwanzig Jahren war das eigentlich absehbar.“

Nicht absehbar, zumindest nicht für den ORF und das ZDF, war die ablehnende Haltung des Publikums auf die Nachfolgeserie „SOKO Linz“.

Das Linzer Ermittler-Team strotzte vor Fehlbesetzungen, und die Drehbücher waren typisch so angelegt, dass die Tätersuche möglichst billig ablief. Der Sitz der Mordkom-
mission wurde in einer schiachen Fabrikshalle angesiedelt – dort, wo Linz am hässlichsten ist.

Action-Szenen musste man mit der Lupe suchen, genauso Außenaufnahmen von den schönen Seiten der Stadt. Die Folge dieser Murkserei war, dass das ZDF wegen mangelnden Publikumsinteresses nun mit dem Ende dieser dritten Staffel ausstieg.

Als Retterin in der Not soll ab der vierten Staffel die gebürtige Linzerin Angelika Niedetzky, 45, engagiert werden. Als Kommissarin neben der „braven“ Katharina Stemberger, 55, soll die Schauspielerin und Kabarettistin Schwung in die Linzer Fadesse bringen.

„Ich habe für meine Rolle bereits mit oberösterreichischen Polizisten trainiert“, meint die 45jährige, „und es wurde dabei scharf geschossen. Ich hatte keine Ahnung, wie wichtig allein schon der richtige Griff zur Pistole ist.“

Als Chef des Ermittlerteams fungiert künftig der Ex-„SOKO Donau“-Kieberer Michael Steinocher, 40. Diese versuchte Aufmöbelung der Serie ist laut ORF-Chef Roland Weißmann, 56, „nur durch eine nachhaltige Finanzierung durch die Haushaltsabgabe möglich“. Eh klar.
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