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Ausgabe Nr. 23/2024 vom 04.06.2024, Foto: ORF/Hans Leitner
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Dietrich Siegl: „Ich bin echt“
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Er war 13 Jahre der Chef der „SOKO Donau“. Aus Angst, sich darstellerisch zu wiederholen, stieg Dietrich Siegl aus und hat das nie bereut. Aktuell ermittelt er in einer Show, um Falsches aufzudecken.
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Herr Siegl, sieht man von Wiederholungen ab, sind Sie ein seltener Gast auf den Bildschirmen geworden. Jetzt sehen wir Sie in „Fakt oder Fake“. Verraten Sie uns schon ein bisserl was über die Täuschungen und Tatsachen?
Na sicher net. Ich bin echt, glaub‘ ich zumindest. Aber über die gezeigten Manipulationen oder eben Nicht-Manipulationen muss sich das Publikum genau so den Kopf zerbrechen wie ich und meine Mitstreiter Kristina Sprenger und Stefano Bernardin.

Vor sechs Jahren sind Sie plötzlich und unerwartet nach schlappen 192 Folgen aus „SOKO Donau“ ausgestiegen. Haben Sie das jemals bereut?
Keine Sekunde, mein Ausstieg war punktgenau richtig. Die Gefahr, dass ich die Figur des Otto Dirnberger, die ich mochte, nach so langer Zeit einfach nur noch kopiere, war einfach zu groß.

Werden Sie in der Öffentlichkeit noch auf die Rolleangesprochen?
Manchmal. „Herr Inspektor.“ Dabei wissen wir: Inspektor gibt‘s kan.

Außerdem waren Sie ja Oberst …
Stimmt, so viel Zeit muss schon sein (lacht).

Wie gefällt Ihnen Ihre Nachfolgerin Brigitte Kren?
Sie macht das gut, aber das war mir schon vorher klar.

Mit wieviel Interesse verfolgen Sie generell das „SOKO“-Geschehen? Etwa das relativ neue „SOKO Linz“?
Genaugenommen gar net. Ich schau‘ mir nur ganz selten Krimis an. Auch die meisten „Tatort“ Folgen reizen mich nicht. Dafür sehe ich mit Begeisterung Dokumentationen.

Und was ist mit „Bares für Rares“?
Das schaut mehr meine Frau Maria. Gemeinsam sehen wir am liebsten „Kunst & Krempel“ im Bayerischen Rundfunk. Und manchmal auch „Was schätzen Sie …?“ mit Karl Hohenlohe in ORF III.

Was werden Sie heuer noch drehen? Oder gibt‘s keine Angebote?
Angebote gibt‘s genug. Aber die letzten drei hab‘ ich abgelehnt. Ich sollte jedes Mal einen Dementen spielen. Da ich jetzt schon siebzig Jahre bin, fällt ihnen zu mir anscheinend nichts anderes ein. Aber das habe ich im Laufe meiner Karriere gelernt – so etwas muss man aussitzen.

Sie waren einst ein begnadeter Tschecherant, sind aber nach einer Therapie seit zwölf Jahren „trocken“. Rauchen Sie noch?
Ja. Aber dosiert. So sieben bis 14 Zigaretten pro Tag. Ich bemühe mich, das einzuhalten, auch wenn‘s nicht immer gelingt.

Bekommen Sie lieber einen Brief oder ein E-Mail?
Das läuft auf die Frage hinaus: analog oder digital? Ein handgeschriebener Brief ist was Feines, doch ich schreib‘ jetzt schon lieber Mails.
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