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Ausgabe Nr. 22/2024 vom 28.05.2024, Fotos: ORF
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„Sommer auf drei Rädern“ Montag, 3.6.
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Timur Bartels mit Wilson Gonzalez Ochsenknecht.
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Das Fahrzeug machte Mucken.
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Fritz Karl (Mitte, l.) ist in der schrägen Geschichte als Prominenter im Einsatz.
Jakob Schmidt:
Ein schräges Trio
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Ein schüchterner Verliebter, ein ehemaliger Leistungssportler, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, und eine Drogenhändlerin unternehmen eine abenteuerliche Reise durch Deutschland. Als Diva des Films entpuppte sich ihr Fahrzeug, ein dreirädriges Mopedauto.
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Der schüchterne Flake (Jakob Schmidt, 24, gr. Bild Mi.) ist ein Außenseiter. Er leidet unter anderem darunter, dass ihn seine Eltern ausgerechnet nach dem stotternden Gitarristen einer Rockband benannt haben. Er selbst kann zwar ausgezeichnet sprechen, dafür tut er sich mit seinen Gefühlen schwer. Er ist bis über beide Ohren in Leonie (Johanna Hens, 21) verliebt, schafft es jedoch nicht, ihr seine Liebe zu gestehen.

Bei einer gemeinsamen Autofahrt kommt es zu einem Unfall, für den Flake die Schuld auf sich nimmt, obwohl gar nicht er am Steuer saß. In der Folge muss er Sozialstunden ableisten, und das ausgerechnet mit der Drogenhändlerin Kim (Emma Floßmann, 23, re.), die ihn ständig hänselt. Während der Arbeit für „Essen auf Rädern“ lernen die beiden den verbitterten Ex-Leistungssportler Philipp (Daniel Rodic, 33, li.) kennen, der jetzt im Rollstuhl sitzt. Zu dritt beginnen sie eine abenteuerliche Reise vom deutschen Stuttgart an den Bodensee. Als fahrbarer Untersatz dient ihnen ein dreirädriges Mopedauto, das es mit seinen elf PS immerhin auf eine Spitze von 45 km/h bringt. Mit dem Gefährt knattern die drei erstaunlich flott durch die Gegend und stoßen dabei auf allerlei denkwürdige Zeitgenossen: auf einen kaninchenzüchtenden Nazi, eine geschäftstüchtige Prostituierte sowie auf den durchgeknallten Gauner Toni (Fritz Karl, 56). Nach einem Polizeieinsatz, den das Trio folgenlos übersteht, trennen sie sich. Und da erkennt Flake schlussendlich, wen er wirklich liebt …

„Die Diva in unserem Film war eindeutig das Mopedauto“, meint Schmidt, der im „Oscar“-nominierten Antikriegsdrama „Im Westen nichts Neues“ als junger Soldat zu sehen war.„Einmal fielen die Bremsen aus, dann war der Anlasser kaputt, und einmal gab eines der Räder Schleifgeräusche von sich. Das Fahrzeug bedurfte also ständiger liebevoller Betreuung.“

Der Produzent Gerrit Klein, 32, erinnert sich an freizügigeres Geschehen am Rande der Dreharbeiten: „Bei Aufnahmen an einem Badesee war unser gesamtes Team plötzlich von lauter splitternackten Menschen umzingelt. Denn an jenem See trifft sich regelmäßig ein FKK-Verein. Und so blickten wir statt in die Weite eines einsamen Sees in die Gesichter vieler nackter Schaulustiger, für die das Entstehen eines Filmes natürlich hochinteressant war.“
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