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Ausgabe Nr. 20/2024 vom 14.05.2024, Fotos: Benjamin Schlachter/Ian Ehm/Hackl/Bregenzerwald Tourismus, G.A. Service GmbH, Wolfgang Lienbacher, Burgenland Tourismus, Motionmanager, Hackl, Birgit Machtinger
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Radweg durch den Bregenzerwald.
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Die Räder kommen auf den Anhänger.
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Auf dieser Strecke fuhr einst die Waldbahn.
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Genussradfahren am Murradweg.
Der Radweg ist 30 Kilometer lang.
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Einmal Ritter sein auf der Burg Mauterndorf.
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Unterwegs gibt es immer wieder Uhudler zu verkosten.
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Unterwegs gibt es immer wieder Uhudler zu verkosten.
Ein Tag am Rad
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Wo einst die Waldbahn fuhr, verläuft heute ein Radweg durch den Bregenzerwald (V). Auf der vierzig Kilometer langen Strecke erkunden die Pedalritter diese malerische Region.
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Fast achtzig Jahre schnaufte das „Wälderbähnle“ durch das wilde Achtal. Der Zug verband den Bregenzerwald (V) mit dem Bodensee. Im Jahr 1980 machte ihr ein riesiger Felsbrocken den Garaus.

Heute erinnern an diese Zeit die historischen Brücken und die alten Bahnhöfe. Auf der Trasse der Waldbahn fahren anstelle von Zügen nun Radfahrer. Die zehn Kilometer lange Strecke von Doren nach Egg schlängelt sich paral­lel zur Bregenzerach.

„Kurz vor der Ortschaft Egg radeln die Ausflügler über das ,Viadukt Egg‘, dem größten Bauwerk auf der Strecke der Waldbahn“, erzählt Anja Wolf vom Bregenzerwald Tourismus.

Der Achtalradweg ist Teil des vierzig Kilometer langen Radweges Bregenzerwald. Die Pedalritter können in Egg ihre Reise fortsetzen und bis nach Schoppernau radeln.

Wer diese Richtung einschlägt, strampelt 400 Höhenmeter bergauf. Umgekehrt sind es nur knappe 70. Für die gesamte Wegstrecke sind etwa drei bis vier Stunden einzuplanen.

Von Egg führt der Radweg nach Andelsbuch, Bezau und schließlich nach Mellau, wo einer der schönsten Streckenabschnitte folgt. „Von Mellau nach Au verläuft der Radweg entlang der Bregenzerach durch das Vorsäß ,Enge‘ und den Schnepfauer Wald“, sagt die Vorarlbergerin.

Ab Au säumen Wiesen den Weg bis zum drei Kilometer entfernten Ziel in Schoppernau. Unterwegs gibt es einige Möglichkeiten für einen Einkehrschwung. Im Restaurant „Ampuls“ in Egg wird italienische Küche geboten
(Pizza ab € 9,–). Im Gasthaus „Naze‘s Hus“ in Mellau kommen Bergkäserahmsuppe um € 6,90 und Käsknöpfle um € 18,90 auf den Tisch.

Wer nach seiner Ausfahrt wieder zurück zu seinem Ausgangspunkt möchte, hat zwei Möglichkeiten.

Entweder er radelt zurück oder er nimmt den Fahrrad-Bus der Linie „8R1“. Gegen ein Entgelt von € 7,60 wird das Fahrrad transportiert. Der Bus ist ab 30. Mai von Donnerstag bis Sonntag mehrmals am Tag in beide Richtungen unterwegs und hält in allen Orten entlang des Radweges. Der Fahrradbusanhänger bietet Platz für 20 Drahtesel, egal ob mit oder ohne Motor. widlak

Zu historischen Schätzen radeln:
Die Murtalbahn bringt Ausflügler bequem nach Tamsweg (S), wo die „Mitterbergrunde“ ihren Ausgang nimmt. Die 30 Kilometer lange Radtour umrundet den namensgebenden Mitterberg. Die ersten Kilometer folgen die Radfahrer dem Fluss Taurach nach St. Andrä im Lungau (S).

Danach machen sich die Ausflügler auf nach Mauterndorf, wo die gleichnamige Burg zu einer Zeitreise ins Mittelalter einlädt. Die Burg ist täglich geöffnet (€ 13,– p. P.) und bietet neben einem Rundgang durch das Gemäuer auch einen Ritterspielplatz.

Nur fünf Kilometer später lockt das nächste historische Gebäude. Das Schloss Moosham thront auf einem Vorsprung des Mitterberges und kann – abgesehen von Montag – täglich besichtigt werden (€ 15,– p. P.). Ab Juni gibt es am Donnerstag um 10 Uhr eine Kinderführung. Beim Schloss biegt der Radweg ab. Die Ausflügler radeln die letzten zehn Kilometer entlang der Mur nach Tamsweg.

Tel.: 06477/8988 (TVB Lungau),
www.lungau.at

Der Uhudler ruft:

Im Südburgenland wächst ein kurioser Wein, der Uhudler. Radfahrer können auf dem Drahtesel dessen Anbaugebiet auf dem „Uhudler-Radweg“ näher erkunden. In Königsdorf geht es los.

Der Großteil der 240 Höhenmeter wird gleich zu Beginn der Strecke erklommen, wenn es in die Weinberge geht. Nach dem stetigen Auf und Ab haben sich die Radfahrer eine Stärkung verdient. Als Einkehrtipp sei der Gasthof Kirchenwirt in Eltendorf erwähnt, wo der Traubensaft nicht nur als Achterl ins Glas (ab € 3,–), sondern auch ins Essen kommt. Dort werden Uhudler-Rostbraten vom Beiried mit Kürbisnudeln (€ 24,40) und Uhudlerschnitte mit Uhudlergelee und Nougatcreme (€ 4,20) serviert.

Nach der Mahlzeit führt der Pfad weiter nach Heiligenkreuz an die ungarische Grenze, wo die Radfahrer kehrt machen. Die letzten zehn Kilometer folgen die Ausflügler dem Fluss Lafnitz zurück zum Ausgangspunkt, wo im Sommer der Badesee in Königsdorf zum Sprung ins kühle Nass einlädt.

Tel.: 057 610 (TVB Südburgenland), www.suedburgenland.info​
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