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Ausgabe Nr. 19/2024 vom 06.05.2024, Fotos: ZDF / Thomas Kost
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„Wilsberg: Datenleck“ Samstag, 11.5. 20:15 ZDF
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Im aktuellen Fall geht es um Datensicherheit, ein IT-Techniker wird ermordet.
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„Wilsberg“ hat sich beim Aufbau eines Regals am Fuß verletzt.
Leonard Lansink, 68, ist kein Auto-Fetischist: „Ich habe einen Führerschein“
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Als Bücherantiquar und Privatdetektiv „Wilsberg“ ist Leonard Lansink ein Liebling der Krimi-Freunde. Und als Radfahrer schont er die Umwelt, denn er hat keinen Führerschein.
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Als er am 7. Jänner 1956 in Hamm (D) auf die Welt kam, war er nicht willkommen. Seine Mutter ließ ihn nach der Geburt im Spital zurück und verschwand. Wer sein Vater ist, weiß er bis heute nicht.

„Ich war trotzdem kein ungeliebtes Kind“, erzählt Leonard Lansink. „Meine Großeltern mütterlicherseits haben mich liebevoll aufgezogen.“ Nach der Matura absolvierte er seinen Zivildienst und begann anschließend Medizin zu studieren. „Ich wollte unbedingt Spitalsarzt werden“, erinnert er sich, „aber nach sechs Semestern verlor ich die Motivation. Und ein unmotivierter Arzt ist ja lebensgefährlich.“

Lansink beschloss, es mit der Schauspielerei zu versuchen. In der renommierten Folkwangschule in Essen (D) trug er bei der Aufnahmeprüfung einen lustigen Text vor, brachteden Lehrkörper zum Lachen und wurde genommen. Nach erfolgreichem Abschluss erhielt er Engagements an etlichen Bühnen und stand 1983 erstmals vor einer Kamera – in einer kleinen Rolle in einem Schimanski-„Tatort“. „Danach bekam ich laufend Rollenangebote, aber es war nichts darunter, das mich wirklich populär machte“, meint Lansink. „Doch ich konnte meine Miete zahlen.“

Im Jahr 1998 kam dann „Wilsberg“, und Leonard Lansink wurde als Bücherantiquar und Privatdetektiv zum Lieb-bling der Krimifreunde. Mittlerweile hat er 86 Folgen gedreht und freut sich auf die 100. „Ich hoffe, ich bleibe so lange gesund.“
Die Vorsicht des Darstellers ist verständlich. „Im dritten ,Wilsberg‘-Jahr, die Sache kam gerade richtig in Schwung, wurde bei mir Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert“, erklärt Lansink. „Aber ich habe mit Hilfe großartiger Ärzte den Krebs besiegt.“

Seit 13 Jahren ist der frühere Griesgram mit der Juristin Maren Muntenbeck verheiratet und ist seither weniger griesgrämig. Das Rauchen hat er sich ebenfalls abgewöhnt, und die Umwelt schützt er als passionierter Radfahrer. „Die Wahrheit ist“, sagt Lansink lachend, „ich hab‘ keinen Führerschein. Mich interessieren einfach keine Autos. Wenn ich im Film am Steuer sitze, dann höchstens für 50 Meter auf einem abgesperrten Areal.“

Seine Mutter, die ihn im Stich ließ, hat er im Laufe der Jahre ein paar Mal getroffen. „Es war immer deprimierend. Leider.“
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