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Ausgabe Nr. 05/2024 vom 30.01.2024, Fotos: BAETZ PATRICK, Frederick Sams / sams-foto.com, Arlberger Bergbahnen Hopplweg
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Für die Sportler stehen 300 Pistenkilometer bereit.
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Champagner trinken und die Aussicht genießen.
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Tiere gibt es bei der Abfahrt „Hopplweg“ zu entdecken.
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Fünf Rodelbahnen sorgen für Abwechslung vom Schifahren.
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Schneespaß am Arlberg
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Das größte, zusammenhängende Schigebiet unseres Landes befindet sich in Vorarlberg und Tirol. Am Arlberg gibt‘s winterliches Vergnügen für Schifahrer, Langläufer und Wanderer.
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Die Valluga ist mit 2.809 Meter der höchste Berg des Schigebietes am Arlberg. Jedes Jahr stürzen sich wagemutige Schifahrer am vorletzten Tag der Saison senkrecht die steilen Pisten hinab. Ein aus einer Kanone abgefeuerter Schuss läutet das Rennen „Der weiße Rausch“ ein.

Die Strecke bis zum Ziel in St. Anton ist neun Kilometer lang. Eine Herausforderung ist der „Schmerzberg“, ein 150 Meter langer Zwischenaufstieg. „Hier trennt sich das Feld“, erzählt der Organisator Peter Mall. „Bei der ersten Auflage im Jahr 1998 gab es 40 Teilnehmer. Die Menschen im Dorf hielten uns für verrückt. Mittlerweile haben wir 555 Startplätze und können sie immer füllen.“ Der Sieger genießt lebenslangen Legendenstatus.

Das Rennen ist nach dem Film „Der weiße Rausch“ benannt. Der Klassiker aus dem Jahr 1931 zeigt Schi-Szenen vom Arlberg und machte ihn weit über den Alpenraum hinaus bekannt. In der Komödie mimt der aus Stuben (V) stammende Hannes Schneider einen Schilehrer.

Eine Schirunde führt durch das gesamte Schigebiet

Er gilt als Schi-Pionier. Während überall noch der Telemark-Stil gefahren wurde, entwickelte er den Stemmbogen. „Schneider hat als Erster das Schi-Schulprinzip entworfen, das wir heute kennen. Er teilte seine Schüler nach Könnerstufen ein“, erzählt Yannick Rumler vom Tourismusverband St. Anton am Arlberg. Heute ist der Arlberg mehr als nur eine Schiregion. Das Schigebiet ist das größte, zusammenhängende unseres Landes.

Die 300 Pistenkilometer verteilen sich auf drei Schigebiete, die seit ein paar Jahren miteinander verbunden sind. Die Wintergäste können nur mithilfe der Seilbahnen von einem Ort zum nächsten gondeln. Zu den Gemeinden am Arlberg gehören St. Anton (T), St. Christoph (T) und die Vorarlberger Gemeinden Stuben, Zürs, Lech, Schröcken und Warth.

Wer das gesamte Schigebiet an einem Tag erkunden möchte, begibt sich auf die Schirunde „Run of Fame“. Dabei sind 85 Pistenkilometer zurückzulegen und 18.000 Höhenmeter zu überwinden. „Für diese Schirunde sollten sich die Urlauber einen Tag Zeit nehmen und die Mittagspause sollte nicht zu lange ausfallen. Wer die Strecke nicht schafft, kann mit dem Schibus zurückfahren. Nur in Warth sollten die Schifahrer nicht hängen bleiben, weil die Verbindungsstraße nach Lech im Winter gesperrt ist“, erklärt der Tiroler.

Für Freunde des Schisports stehen auch 200 Tiefschneeabfahrten bereit. Zudem können die Gäste ihr Geschick in mehreren „Funparks“ testen, wo sie über Hindernisse springen oder im Parallel-Riesentorlauf gegeneinander antreten. Eine süße Abfahrt für Kinder ist der „Hopplweg“ am Gampen, wo sie Tieren des Waldes begegnen.

Beim anschließenden Einkehrschwung haben die Sportler die Qual der Wahl. Von der urigen Berghütte bis zum Haubenrestaurant wird alles geboten. In der Schihütte „Arlberg Thaja“ in St. Christoph treffen sich die Einheimischen zum Plausch und auf der „Balmalp“ wird eine Riesenpizza serviert. Eine Küche auf 3-Hauben-Niveau bieten die Verwallstube auf 2.085 Meter und die „Hospiz Alm“ auf 1.800 Meter, in deren Weinkeller die größte Bordeaux-Großflaschensammlung der Welt lagert.

Das Panoramarestaurant Rüfikopf auf 2.350 Meter wird auch von Fußgängern frequentiert, die nach dem Spaziergang entlang des knapp drei Kilometer langen Winterwanderweges „Schneeflocken-Panoramaweg“ zur Stärkung einkehren. Er erstreckt sich über das Sonnenplateau am Rüfikopf. Abseits der Piste locken auch ein 70 Kilometer großes Loipennetz für Langläufer sowie fünf Rodelbahnen. „Die längste davon ist die vier Kilometer lange Bahn in St. Anton. Jeden Dienstag und Donnerstag wird auch am Abend gerodelt.“

Ein prickelndes Erlebnis verspricht die Fahrt mit der Champagner-Gondel bei der Zugbergbahn in Lech, in der sieben Personen Platz haben. Eine Fahrt dauert eineinhalb Stunden und kann täglich gebucht werden (ab € 198,– pro Fahrt). Kredenzt werden Champagner von „Moët & Chandon“ und auf Wunsch kleine Häppchen.

Danach geht‘s auf die Schipiste, um jene Region zu erkunden, die als Wiege des Schisports gilt. Mit den Schilatten in Berührung kamen die Bewohner durch einen norwegischen Ingenieur, der für den Bau des Arlbergtunnels nach Tirol kam. Er brachte zwei Bretter mit, auf denen er durch den Schnee zur Arbeit glitt. Das Schifahren wurde somit nicht am Arlberg erfunden, aber es waren die Arlberger, die den neuen Sport in Schwung brachten.widlak
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