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Ausgabe Nr. 04/2024 vom 23.01.2024, Fotos: AdobeStock
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In drei Buchten leuchtet das Wasser in
den Abendstunden.
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Zahlreiche Wasserfälle sind im Inneren
des Regenwaldes zu finden.
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Die Hauptstadt San Juan ist farbenprächtig.
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Seefahrer erblicken als Erstes die Festung „Morro“.
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Auf Puerto Rico kann das ganze Jahr gebadet werden.
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Die karibische Insel Puerto Rico: Wo nachts das Meer leuchtet
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Sandstrände, ein Regenwald, weißer Rum und jede Menge frittierte Speisen sind das Markenzeichen von Puerto Rico.
Die karibische Insel liegt östlich der Dominikanischen Republik und bietet das ganze Jahr hindurch angenehme Temperaturen.
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Im Dunkel der Nacht zeigt sich die Insel Puerto Rico von seiner hellsten Seite. Sobald die Wellen an den Strand schwappen, beginnen sie zu leuchten. Boote, die auf das Meer hinausfahren, ziehen einen kometenhaften Lichtschweif hinter sich her. Das Gleiche passiert, sobald Besucher das Wasser mit den Händen oder Füßen berühren. Wer dies zum ersten Mal sieht, glaubt, sich auf einem anderen Planeten zu befinden.

Dieses Naturschauspiel ist selten und nur bei einer Handvoll Meeresbuchten auf der Welt zu finden. Gleich drei davon gibt es auf Puerto Rico. Die Ursache für dieses Meeresleuchten sind winzige Algen.

„Sie beginnen zu leuchten, wenn sie durch Wellen oder einen Schwimmer gereizt werden. Dadurch wollen sie ihre Fressfeinde abschrecken“, erzählt Jordan Fried von „Puerto Rico Tours“, der nächtliche Kanufahrten in einer der leuchtenden Buchten anbietet. „Sie nennt sich ,Laguna Grande‘ und ist nur eine Stunde von der Hauptstadt San Juan entfernt. Das Schwimmen ist allerdings verboten. Wer in dem leuchtenden Meer ein Bad nehmen will, muss zur Bucht ,La Parguera‘ im Süden der Insel fahren“, gibt Fried einen Tipp.

Im Jänner im Meer baden und bunte Städte erkunden

Das Meer ist aber auch tagsüber ein paradiesischer Ort. Auf Puerto Rico gibt es 300 Strände, die das ganze Jahr über zum Baden einladen. Das Wasser hat im Jänner wohl temperierte 26 Grad. Die Insel ist daher im Winter ein beliebtes Reiseziel, denn das Quecksilber sinkt selten unter 20 Grad Celsius. Die durchschnittlichen Höchstwerte liegen zwischen 28 und 32 Grad.

Die karibische Insel ist ein Außengebiet der Vereinigten Staaten. Sie liegt östlich der Dominikanischen Republik. Die Zeitverschiebung zu unserem Land beträgt fünf Stunden. Jeder Zweite der drei Millionen Einwohner lebt in der Hauptstadt San Juan oder in deren Umkreis. Die Altstadt ist geprägt von pastellfarbenen Kolonialhäusern. Sehenswert sind die beiden Verteidigungsanlagen. Sie wurden gebaut, um die Stadt vor Piraten zu beschützen.

Seefahrer werden noch heute vom mächtigen Bollwerk „El Morro“ begrüßt. „Die Festung besteht aus sechs Ebenen und diente dazu, Seeräuber mürbe zu machen. Heute kann das Bauwerk besichtigt werden. Auf dem dahinterliegenden Rasen lassen Einheimische gerne Drachen steigen, denn der Wind bläst hier immer“, erzählt Carlos Mercado Santiago vom örtlichen Tourismusverein.

Ein schwerer Klotz ist auch die nahegelegene Festung „San Cristobal“. Hinter den massiven Verteidigungsmauern verbergen sich ein Museum sowie der Nachbau von Militärbaracken. Das Innere der Festung besteht aus einem Tunnelsystem, das besichtigt werden kann. Die Wachtürme bieten beeindruckende Ausblicke auf das Karibische Meer.

Wandern im Dschungel und eine Fahrt mit Aussicht.

Von hier oben lässt sich auch der Regenwald „Yunque“ erspähen. Er beherbergt eine Dichte an exotischen Pflanzen, darunter 50 verschiedene Orchideenarten. Acht Flüsse entspringen im Herzen des Regenwaldes und rauschen über Wasserfälle durch das üppige Grün.
Der Wald ist von 38 Kilometer langen Wanderwegen durchzogen. Sie führen zu natürlichen Wasserbecken, etwa zu den 26 Meter hohen „Coca Fällen“ oder zu den „Mina Wasserfällen“, wo die Besucher am Fuße des Wasserfalles schwimmen dürfen. Der Eintritt in den Park ist kostenlos.
Mit einer intakten Natur wartet auch die 260 Kilometer lange Panoramastraße „Ruta Panoramica“ auf. Sie schlängelt sich quer durch Puerto Rico, vorbei an Dörfern, Kaffee-Plantagen und dichtem Dschungel. Die Straße beginnt südlich von San Juan in Cayey und endet an der wilden Westküste in Mayagüez, wo vor allem Surfer auf den hohen Wellen
reiten.

„Es empfiehlt sich, die Strecke an mehreren Tagen zu fahren oder sich einen Teil herauszusuchen. Unterwegs gibt es Aussichtspunke mit Blick auf Täler und das Meer.“ Im Bergdorf Jayuya lohnt sich ein Halt bei der Kaffeeplantage „Hacienda San Pedro“. „Hier wird seit vier Generationen Kaffee angebaut, geröstet und ausgeschenkt. An den Wochenenden finden Führungen statt“, berichtet Santiago.
Neben dem Kaffee ist Puerto Rico auch für seinen weißen Rum bekannt. Der Hersteller „Bacardi“ hat hier
eine Manufaktur. „Außerdem soll auf
der Insel der Cocktail ,Piña Colada‘ erfunden worden sein, der mit weißem Rum gemixt wird. Um diese Ehre streiten sich aber mehrere Eilande“, meint der Insulaner schmunzelnd.

Da ein Urlaub auch durch den Magen geht, ist es ein Muss, die Spezialitäten des Eilandes zu probieren. Im Fall von Puerto Rico wird gerne die Fritteuse angeworfen.
Auf dem Speiseplan stehen die frittierten Bananen „Tostones“ oder „Alcapurria“. Letztere sind frittierte Stangen aus Bananenteig, die mit Fleisch, Fisch oder Krabben gefüllt werden. Zudem gibt es überall frischen Fisch oder Meeresfrüchte zu essen.
widlak
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