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Ausgabe Nr. 31/2022 vom 02.08.2022, Foto: ARD Degeto/BR/Constantin Film Produktion/Bernd Schuller
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Rudi (Simon Schwarz) quartiert sich bei Franz (Sebastian Bezzel) ein.
„Kaiserschmarrndrama“: Die Zwei sind kein Schmarrn
In den Kinos ist bereits das „Guglhupfgeschwader“ im Anflug, der zehnte Krimi mit Sebastian Bezzel und Simon Schwarz. Um darauf Appetit zu machen, servieren ORF/ARD noch einmal das „Kaiserschmarrndrama“.
Im Wald, nahe dem fiktiven Ort Niederkaltenkirchen in Bayern (D), wird eine Internet-Stripperin ermordet aufgefunden. Der zuständige Dorfpolizist Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel, 51) fühlt sich allerdings bereits von zwei Vorfällen in seinem Privatleben überfordert.
Sein Freund und Ermittlungsgehilfe, der Privatdetektiv Rudi Birkenberger (Simon Schwarz, 51), quartiert sich mir nix dir nix bei ihm ein und erwartet Rundumbetreuung. Nach einem Unfall, an dem er Franz die Schuld gibt, sitzt er jetzt im Rollstuhl.

Noch schlimmer erscheint dem müden Auge des Gesetzes der Umstand, dass sich seine Freundin Susi (Lisa Maria Potthoff, 44) mit seinem ungeliebten Bruder Leopold (Gerhard Wittmann, 58) zusammengetan hat und neben dem Hofgrundstück ein Doppelfamilienhaus bauen will. Unter diesen Umständen geht es mit der Mordermittlung nur langsam voran, die obendrein etwas ans Licht bringt, das sogar den Polizisten schockiert: Zwei seiner besten Freunde aus der Ortschaft zählten zu den Stammkunden der Auszieh-Dame und geraten so zwangsläufig unter Verdacht …

„Dass unser ,Kaiserschmarrn-drama‘ noch einmal auf die Bildschirme kommt, finde ich großartig“, freut sich Sebastian Bezzel. „Eine bessere Werbung für unseren neuen Eberhofer-Krimi ,Guglhupfgeschwader‘, der jetzt in die Kinos kommt, kann‘s gar nicht geben. Außerdem wimmelt es in allen unseren Geschichten vor köstlichen kleinen Pointen, die einem vielleicht gar nicht auffallen, wenn man einen der Filme nur einmal sieht.“

Dass das ,Kaiserschmarrndrama‘ noch in Vor-Corona-Zeiten gedreht wurde, bedauert Bezzel beinahe. „Der Simon und ich hätten ein paar Superideen gehabt“, erzählt er. „Wir hätten den Rudi Birkenberger zum Hygienebeauftragten machen können, der mit Argusaugen über das Masketragen und Abstandhalten gewacht hätte. Das wäre fürs Publikum bestimmt ein Lachmuskeltrai-ning geworden.“

Im Übrigen schreibt die Verfilmung der Krimi-Bestseller der Autorin Rita Falk, 58, gerade Filmgeschichte. „Die bisher letzte deutsche Film-Reihe, die in den Kinos ähnlich erfolgreich war wie die Eberhofer-Krimis, waren in den siebziger Jahren die ,Schulmädchenreport‘-Sexgeschichtchen“, lacht die Schriftstellerin.

Im Unterschied zu den Krimi-Handlungen vertragen sich Bezzel und Schwarz hinter der Kamera prächtig. „Als Franz und Rudi kommt es ja zwischen uns ständig zu Reibereien“, stellt Simon Schwarz fest. „Die Freundschaft zwischen den beiden siegt nur, wenn‘s wirklich hart auf hart geht. Im echten Leben sind wir dagegen ohne Pause befreundet. Außerdem sehen wir uns ja fast nur bei den Dreharbeiten, und da kommen wir bestens miteinander aus. Auch die in einigen Medien verbreitete Nachricht, ich wäre beleidigt gewesen, weil der Kreisverkehr nahe unseres Drehortes Frontenhausen offiziell ,Franz-Eberhofer-Kreisel‘ getauft wurde und ich keine Erwähnung fand, war eine glatte Falschmeldung. Der Franz Eberhofer ist eben beinahe für alle ein Begriff, mein Rudi Birkenberger nicht.“

„Kaiserschmarrndrama“,
Montag, 8.8., 20.15 Uhr, ORF1 und Das Erste
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