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Ausgabe Nr. 29/2022 vom 19.07.2022, Fotos: GEPA pictures/ Manfred Binder, GEPA pictures/ Mario Buehner
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Leclerc auf dem Weg zum Sieg in Spielberg (li.) und mit dem außergewöhnlichen Siegpokal (re.).
Der feinsinnige Luxus-Pilot
In der PS-Königsklasse rast der Spielberg-Sieger Charles Leclerc, 24, derzeit auf der Überholspur dahin und lässt Ferrari auf den ersten WM-Titel seit 15 Jahren hoffen. Privat stehen seinem Leben in unglaublichem Luxus feinsinnige Interessen für Musik und Mode gegenüber.
Er lebt in einer Welt des Geldes und des Luxus, die selbst den gern mit seinem Reichtum provozierenden Lewis Hamilton, 37, verblassen lassen. Luxuriöse Uhren, gigantische Villen, große Yachten und ein mondäner Privatjet vergolden Charles Leclercs, 24, Leben täglich.
So lässt er am Handgelenk Luxus-Chronographen von Richard Mille oder Tag Heuer baumeln, die bis zu 320.000 Euro wert sind, und er liebt es, Freunde in seine Villa in Monte Carlo oder auf seine zwei Millionen Euro teure und vier Schlafplätze bietende Yacht namens „Monza“ einzuladen. Flüge absolviert er im Ferrari-Privatjet, pilotiert privat einen „Maserati Gran Tourismo“ und lässt an seine Haut nur Edelmarken von Armani bis Hugo Boss. Wenig überraschend für einen, der im Steuerparadies Monaco aufwuchs. „Ich sehe in Monte Carlo, wo ich auch in die Schule ging, nicht den Glamour-Ort, den die anderen sehen, sondern eine normale Stadt“, ist diese Lebensart für den Ferrari-Piloten mittlerweile zur Normalität geworden. Dazu gehört freilich auch seine hübsche Freundin Charlotte Siné, 22, die als Tochter des Direktors des Casinos in Monte Carlo wohl kaum einen weniger mondänen Lebensstil akzeptieren würde.

Sein eigenes Zwölf-Millionen-Euro-Jahresgehalt verdient der Pilot seit Jahren mit dem erfolgreichen Drehen am Ferrari-Lenkrad. Leclerc hält nicht nur bei fünf Grand-Prix-Siegen und 18 Podestplätzen, er gilt auch als der heuer mit dem besten Gesamtpaket ausgestattete Fahrer, bei dem nur grobe Schnitzer verhinderten, dass Ferrari die WM anführt, die das Team seit 2007 nicht mehr gewann. „Leider sind zahlreiche Fehler sowohl auf der Strecke als auch in der Taktik passiert, die uns viele Punkte kosteten“, spricht der Fahrer Fehler an, die bewirken, dass er immer noch 38 Punkte Rückstand auf den WM-Führenden Max Verstappen aufweist. „Derzeit läuft es wieder gut, der WM-Titel bleibt unser Ziel.“

Am Sonntag steht der Grand Prix in Le Castellet (F) auf dem Programm, für ihn fast ein Heimspiel. „Dort habe ich vom vorigen Jahr noch etwas gutzumachen“, sagt er, „als ich ohne Punkte blieb und überrundet wurde.“
Privat musste Leclerc zu Beginn seiner Karriere einige Schicksalsschläge wegstecken, vor allem den Tod seines Vaters Hervé 2017 nach langer Krankheit. „Ich flunkerte ihn an seinem Totenbett an, dass mein Formel-1-Vertrag bereits fix wäre, denn dies war sein größter Traum“, erinnert sich Leclerc. Glücklicherweise kam der Vertrag zustande. „Heute widme ich jedes Rennen Papa, meinem größten Förderer.“ Mit Rückschlägen kommt Leclerc seither besser zurecht. „Ich verspüre keinen Druck in meinem Leben“, verrät er, „ein Ergebnis meiner Erziehung, aber auch eines speziellen mentalen Gehirntrainings seit vielen Jahren.“ Heute sieht der Fahrer, der bereits mit dreieinhalb Jahren im Kart Rennen absolvierte, das Durchdrücken des Gaspedals nicht mehr als einzigen Sinn im Leben.

So hat der stille, introvertierte Monegasse, der fließend Italienisch spricht, daheim ein handgefertigtes „Steinways & Suns Grand Piano“ stehen (150.000 Euro). „Ich spiele Klavier, seit ich sechs Jahre alt war, und komponiere auch gern meine eigene Musik“, spricht er über sein wichtigstes Hobby. „Ich liebe es, die Tasten zu drücken, vor allem in schlechten Zeiten. Es transportiert mich in eine andere Welt, in der ich entspannen kann.“ Doch auch Kunst und Mode ziehen Leclerc in ihren Bann. Vor zwei Jahren begann er eine Zusammenarbeit mit dem Edeldesigner Giorgio Armani und bewirbt inzwischen dessen Anzüge als Fotomodell. „Ich liebe es auch, Kleidung zu entwerfen und fertige oft auf langen Flügen Zeichnungen an, die ich einmal mit meiner eigenen Bekleidungslinie umsetzen möchte, die es seit 2019 gibt“, verrät Leclerc.
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