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Ausgabe Nr. 25/2022 vom 21.06.2022, Foto: ddp
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Heike Makatsch ist seit acht Jahren glücklich liiert.
Heike Makatsch: „Meinen Töchtern bin ich peinlich“
Einst war sie mit dem späteren „James Bond“-Helden Daniel Craig, 54, liiert. Heute hat Heike Makatsch drei Töchter und macht in den Augen der zwei pubertierenden keine sonderlich gute Figur. Krimifreunde hingegen würden sie gern öfter im „Tatort“ sehen.
Frau Makatsch, im Vergleich zu Kolleginnen sind Sie als „Tatort“-Kommissarin eher selten im Einsatz. Ermitteln Sie nicht gern?
Doch. Aber vor jedem Film, den ich drehe, gibt es für mich einen Entscheidungsprozess. Es geht nicht, dass mich jemand anruft und sagt: Hier Film, jetzt mach! Ich warte auf das Drehbuch, ich lese es, ich überlege, ob diese Geschichte für mich geeignet ist, ob ich sie für wichtig halte. Auch ein Krimi, selbst wenn er noch so erfolgreich ist, darf nicht zur Routine werden.

Sie wollen sich also nicht festlegen oder festlegen lassen …
Ja, das trifft es auf den Punkt.

Was reizt Sie an der Figur der Ermittlerin, die Sie spielen?
Eine Polizistin kann natürlich leicht in Extremsituationen geraten. Das darzustellen interessiert mich. Wie verkraftet sie die ständige Konfrontation mit Verbrechen? Schmeißt die Kommissarin die Nerven weg oder wird sie sozusagen zur Heldin? Da darf ich nicht übertreiben, aber auch nicht untertreiben. Das ist für mich vor der Kamera spannend.

In Ihrem neuen Fall will eine Staatsanwältin die Sache zu den Akten legen, Sie hingegen wittern einen Mord …
Ja, die Polizistin könnte sich‘s leicht machen und brav zu allem Ja und Amen sagen. Was sie freilich nicht tut, sie buckelt nicht nach oben.

Sehen Sie sich nur die eigenen „Tatort“-Folgen an, oder zählen Sie zum Stammpublikum der Krimi-Reihe?
Ich schaue nicht immer zu, aber meistens. Der „Tatort“ ist, glaube ich, das letzte Lagerfeuer des Fernsehens, bei dem sich die Familien vor den Bild-schirmen versammeln. Ich hoffe, das bleibt noch lange so.

Die Kommissarin, die Sie verkörpern, ist als Mutter eher überfordert …
Das ist normal, oder nicht?

Schon, aber Sie haben als vielbeschäftigte Schauspielerin drei Kinder. Wie überfordert sind dann erst Sie?
Moment einmal, ich denke, dass wir das nicht vergleichen sollten. Die psychische Belastung ist für eine Polizistin sicher größer als für eine Darstellerin.

Zugegeben, doch Sie haben drei Kinder. Aus einer früheren Beziehung eine 15jährige und eine zwölfjährige Tochter. Dazu eine siebenjährige Tochter aus Ihrer aktuellen Partnerschaft mit Ihrem Kollegen Trystan Pütter, 41. Die beiden pubertären Teenagerinnen machen Ihnen das Leben sicher nicht leicht …
Das kann man sagen. Ich bin ihnen sogar peinlich, was immer ich tue. Doch das gehört dazu. Ich liebe alle drei trotzdem über alles.

„Tatort: In seinen Augen“
Sonntag, 26.6., 20.15 Uhr, ORF2 und Das Erste

„Herzogpark“
Mittwoch, 29.6., 20.15 Uhr, VOX
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