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Ausgabe Nr. 23/2022 vom 07.06.2022, Foto: Thomas&Thomas
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Jasmin Gerat, 43, ermittelt mit Liebe in Kroatien.
Jasmin Gerat: „Ich höre auf meinen Körper“
Die Rolle der Kommissarin in den „Kroatien-Krimis“ ist für die Berlinerin (D) Jasmin Gerat maßgeschneidert, hat sie doch kroatische Wurzeln und das dementsprechende Temperament. Um für die Action-Szenen fit zu sein, zählt sie keine Kilos, hört auf ihren Körper und betreibt Sport.
Frau Gerat, seit zwei Jahren verkörpern Sie in der Reihe „Der Kroatien-Krimi“ die Chefermittlerin Stascha Novak. Eine Traumrolle?
Mehr als das. Es klingt fast kitschig, aber ich hatte von Beginn der Dreharbeiten an ein Gefühl von „Zuhause sein“. Das Land, die Kultur und besonders die Menschen haben mich tief berührt. Ich konnte meine verschüttete kroatische Seite mütterlicherseits zum ersten Mal intensiv spüren und ausleben. Die Wärme, die Herzlichkeit und die Lebensfreude der Kroaten sind mir so nahe. Endlich war ich am Tisch nicht mehr diejenige, die am lautesten lacht und das meiste Temperament hat.

Sie wurden in der deutschen Metropole Berlin geboren. Wie dürfen wir uns Ihre kroatische „Verwurzelung“ vorstellen?
(lacht) Eigentlich ganz einfach. Mein Großvater mütterlicherseits ist Kroate. Ich habe ihn allerdings nie kennengelernt, er war für meine Oma nur eine kurzfristige Affäre. Aber seine Gene spüre ich.

Verbindet Sie auch etwas mit der Figur der Kommissarin, die Sie in den Krimis spielen?
Unbedingt. Sie ist ein Sturkopf – wie ich. Sie ist sehr direkt – wie ich. Sie liebt ihren Beruf und versucht, jeden Tag ihr Bestes zu geben – wie ich. Was uns hingegen unterscheidet, ist ihre Gabe, mit den Seelen der Toten manchmal in Verbindung treten zu können. Das rührt von ihrer Kindheit her. Ihr Vater ist Bestatter, und sie versuchte schon als Kind, mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen.

Im echten Leben hatten Sie als Kind andere Wünsche. Sie wollten Tierärztin werden. Was kam dazwischen?
Ich wurde von einer Jugendzeitschrift zum „Girl des Jahres“ gewählt. Mein Foto hatte ich nicht selbst eingeschickt, sondern Freunde von mir. Danach arbeitete ich bei einigen Musik-Sendern als Moderatorin, ehe ich schließlich bei der Schauspielerei landete.

Bekannt wurden Sie vor allem durch zwei „Kokowääh“-Filme Til Schweigers sowie die Serien „Küstenwache“ und „SOKO Köln“. Sie haben in rund 70 Produktionen mitgewirkt. Sind Sie reich?
Nein, wirklich nicht. Aber ich habe auch keine Existenzängste.

Sie haben eine 15- und siebenjährige Tochter. Vom Vater der ersten sind Sie getrennt, mit dem Vater der zweiten angeblich verheiratet. Bringen Sie Licht ins Dunkel?
Nein, ich will über meine Beziehungen öffentlich nicht sprechen. Nur soviel: Wenn ich einmal liebe, dann mit Haut und Haaren.

Wie halten Sie sich fit?
Ich höre auf meinen Körper. Wenn ich Appetit drauf habe, ernähre ich mich vegan. Wenn nicht, verwöhne ich mich mit großen Portionen Eis. Kilos zähle ich nicht. Aber ich treibe viel Sport, und das gern.

„Der Kroatien-Krimi: Tränenhochzeit“
Samstag, 11.6., 22.00 Uhr, ORF2

„Mädchen, Mädchen 2: Loft oder Liebe“
Sonntag, 12.6., 14.35 Uhr, RTL
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