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Ausgabe Nr. 22/2022 vom 31.05.2022, Foto: dpa
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„Der Hofrat Geiger“
Sonntag, 5.6., 10.30 Uhr, ORF2

„Im Weißen Rössl“
Sonntag, 5.6., 13.15 Uhr, ORF2

„Waltraut Haas“
Montag, 6.6., 9.05 Uhr, ORF2

„Mariandl“
Montag, 6.6., 9.30 Uhr, ORF2

„Mariandls Heimkehr“
Montag, 6.6., 10.55 Uhr, ORF2
Waltraut Haas: Das ewige Mariandl
Gleich ihre erste Filmrolle machte sie gewissermaßen zu einem heimischen Denkmal – zum „Mariandl“. Später bezauberte Waltraut Haas in „Im weißen Rössl“. Als Geschenk für die Jubilarin und deren Verehrer zeigt der ORF jetzt ihre schönsten Filme.
Frau Wirtin hatte eine Tochter, die Schauspielerin werden wollte. „Wenn‘s dir ernst ist, dann geh in eine Schule und lerne es g‘scheit“, riet ihr die Schauspiel-Legende Paul Hörbiger (1894–1981), der Stammgast im Lokal ihrer Mutter war.

Waltraut Haas, am 9. Juni 1927 in Wien geboren, hörte auf ihn. „Ich nahm Schauspielunterricht und studierte Musik am Konservatorium Wien“, erinnert sie sich. Ihre Ernsthaftigkeit zahlte sich aus. Schon in ihrem ersten Film „Hofrat Geiger“ spielte sie – und das auch noch an der Seite Paul Hörbigers – die Hauptrolle des „Mariandl“. Die „Hasi“ trug dabei die blonden Haare offen, was sich in ihren folgenden rund 60 Kinofilmen nicht änderte und sie wohl zu einer Ausnahmeerscheinung unter allen Schauspielerinnen dieser Welt machte: Sie trug bis heute stets eine sich fast aufs Haar gleichende Kurzhaarfrisur. Eine Haas ohne Haas-Frisur gab‘s und gibt‘s nicht.

Auch in zahlreichen Fernsehproduktionen und Hunderten von Theater-Auftritten, vor allem mit ihrem Mann Erwin Strahl (1929–2011), änderte sich daran nichts. Waltraut Haas ließ sich nicht von Moden verbiegen, sie blieb immer sie selbst.

Am 9. Juni wird sie nun 95 Jahre alt und erwies sich beim Älterwerden als unverwüstlich. Stürze und Knochenbrüche in den vergangenen Jahren taten zwar weh, aber es gelang ihnen nicht, diesen Hauch von Jugendlichkeit in ihrem Gesicht zu zerstören.

Dafür ist zweifellos – neben ihrer Disziplin – ihr Sohn Marcus Strahl, 54, Intendant der Wachaufestspiele, verantwortlich. „Auf ihn kann ich mich hundertprozentig verlassen“, erklärt die Mama. „Er kümmert sich rührend um mich. Dass ich in der Zeit, als es mir schlechtging, nie den Mut verlor, verdanke ich nur ihm. Er ist ein Traumsohn.“
Bei so einer Mutter dürfte ihm das nicht schwerfallen.
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