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Ausgabe Nr. 47/2021 vom 23.11.2021, Foto: ORF/ZDF/Jon Ailes
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Ein Vorgesetzter muss „Becky“ rügen.
„Rosamunde Pilcher": Priesterin mit Seelenschmerz
Eine frischgebackene Priesterin der Anglikanischen Kirche leidet, da der Mann ihres Herzens bereits mit einer anderen verlobt ist. Zum Glück erfand Rosamunde Pilcher einen Ausweg aus dem Schlamassel.
Es gab Zeiten, als Geistliche noch häufig die Hauptfiguren in Filmen waren (etwa „Der Pfarrer von St. Michael“, 1957). Das ist längst vorbei, was von Älteren zuweilen bedauert wird. Aber wer, wenn nicht Rosamunde Pilcher (1924–2019) schaffte hier Abhilfe? Eine Kurzgeschichte der Bestseller-Autorin reichte wieder einmal, um daraus einen 90minütigen Beitrag für die Reihe „Herzkino“ zu machen, der zugleich eine Rückkehr der Geistlichkeit ins Filmgeschehen bedeutet.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Rebecca „Becky“ Taylor (Antonia Bill, 33), eine junge Priesterin der Anglikanischen Kirche, die eine Gemeinde in Cornwall zugeteilt bekommt. Auf der Fahrt zu ihrem neuen Wirkungsgebiet stößt sie um ein Haar mit dem attraktiven Radfahrer Adam (Jeroen Engelsman, 32) zusammen. Aus dem Beinahe-Unfall wird ein Flirt. Doch als „Becky“ nicht eingreift, als Adams Rad von einem Teenager gestohlen wird, endet die frische Bekanntschaft im Streit. Nicht für lange. Da sich Adam als Architekt um den Bau des neuen Gemeindezentrums kümmern muss, trifft er bald wieder auf „Becky“, deren Freude darüber einen Dämpfer erleidet, als sie erfährt, dass Adam bereits vergeben ist. Seine Verlobte Emma kann ihr Glück kaum fassen, dass es endlich eine neue Priesterin gibt, sie drängt auf einen baldigen Hochzeitstermin. Adam sucht dennoch ständig „Beckys“ Nähe, es kommt zwischen den beiden zu einem leidenschaftlichen Kuss.

„Da ich es liebe zu träumen, haben mir die Pilcher-Romanzen natürlich schon immer gefallen“, verrät Antonia Bill, „auch wenn ich deswegen früher von Freundinnen oft ausgelacht wurde. Das hat sich gelegt, Träumen scheint wieder mehr in Mode zu kommen.“
Über ihre Hauptrolle im neuen Pilcher-Film freute sich die gebürtige Münchenerin (D) daher besonders. „Dazu kam, dass durch die Pandemie neun Monate lang keine ,Herzkino‘-Filme gedreht werden konnten. Da waren alle aus dem Drehteam wirklich heilfroh, dass sie endlich wieder ihren Beruf ausüben konnten und Geld verdienten. Noch dazu in dem wunderschönen Cornwall, das durchaus berechtigt so ein beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt ist.“

Verblüfft war Antonia Bill allerdings von einem Geständnis der Schriftstellerin, das diese einst anlässlich einer Ordensverleihung durch Prinz Charles, 73, ablegte: „Ich habe in meinem Leben mehr gebügelt als geliebt.“
Noch ehe es im ORF „pilchert“, steht im „Herzkino“ auf ZDF eine neue Inga-Lindström-Liebesgeschichte auf dem Programm. Sie handelt von einem tragischen Geheimnis und der Kraft des Verzeihens. Die Hauptrollen spielen der Österreicher Stefan Gorski, 30, und Nadine Menz, 31 (li.).

„Rosamunde Pilcher: Im siebten Himmel“
Mittwoch, 1.12., 20.15 Uhr, ORF2

Noch eine Romanze
„Inga Lindström: Rosenblüten im Sand“
Sonntag, 28.11., 20.15 Uhr, ZDF
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