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Ausgabe Nr. 47/2021 vom 23.11.2021, Foto: ddp images
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Will Smith, 53, versucht, Freunden zu helfen, wo er kann.
Will Smith: „Ich bin eine Notruf-Nummer“
In seiner Jugend verprügelte sein Vater seine Mutter. Will Smith nennt es „das dunkelste Kapitel meines Lebens“. Beruflich schaffte es der Darsteller ohne Ausbildung zu einem der größten Kassenmagneten des Filmgeschäftes.
Die im Showgeschäft beliebte Erzählung vom kleinen dunkelhäutigen Buben, der in ärmlichen Verhältnissen in einem Elendsviertel aufwuchs und es zum Leinwand-Idol schaffte, ist bei ihm eine Falschmeldung. Der am 25. September 1968 geborene Will Smith stammt aus einer sogenannten gutbürgerlichen Familie, sein Vater war Ingenieur, seine Mutter Lehrerin. Bereits mit zwölf Jahren trat der musikbegeisterte Bub als Rapper auf, die Schule absolvierte er laut eigenen Worten „nebenbei und zwischendurch“.

Nach erfolgreichen Alben und einer Hit-Single wurde er als 20jähriger mit dem renommierten Musikpreis „Grammy“ ausgezeichnet. „Ich habe schon damals viel Geld verdient“, erinnert er sich. „Vielleicht zu viel.“ Denn durch die Freude über den unerwarteten Reichtum vergaß er aufs Steuerzahlen. „Plötzlich hatte ich 2,8 Millionen Dollar Schulden“, gesteht er. „Eine Katastrophe. Ich wurde von der Behörde gepfändet und war pleite.“
Ein Prinz kam ihm zu Hilfe, genauer gesagt „Der Prinz von Bel-Air“, eine Fernsehserie, in der er die Titelrolle verkörperte und von der er 148 Folgen drehte. „Es war wie ein Wunder“, sagt Smith. „Ich hatte ja die Schauspielerei nie gelernt, aber den Menschen gefiel es.“ Bald wurde er als reif für die große Leinwand erachtet und stand mit Promis wie Whoopi Goldberg, 66, vor der Kamera. Er heiratete, wurde Vater des Sohnes Trey, 29, aber die Ehe scheiterte nach drei Jahren. Auch Will Smiths Eltern ließen sich scheiden.

„Viel zu spät“, meint der Sohn. „Mein Vater hat meine Mutter oft verprügelt. Meinen drei Geschwistern und mir entging das nicht. Es ist das dunkelste Kapitel meines Lebens.“
Der endgültige Durchbruch als Schauspieler glückte Smith mit „Independence Day“ und den drei „Men in Black“-Filmen, die weltweit die Kinokassen zum Klingeln brachten. Heute zählt er zu den höchstbezahlten Darstellern der Traumfabrik, seine Gagen bewegen sich stets um die 20 Millionen Dollar. „Aufs Bezahlen meiner Steuern habe ich nie wieder vergessen“, betont er lachend.

Seit 1997 ist er in zweiter Ehe mit der Sängerin und Mimin Jada Pinkett Smith, 50, verheiratet und hat mit ihr Sohn Jaden, 23, und Tochter Willow, 21. „Ich bin ein Familienmensch“, versichert er, „was aber nicht heißt, dass ich meine Freunde von früher vergessen habe. Wenn ich nicht arbeite, treffen wir einander regelmäßig. Und wenn einer Probleme hat, ganz egal welche, versuche ich zu helfen. Sie haben mir daher den Spitznamen ,Notruf-Nummer‘ gegeben. Ich freue mich darüber, denn was gibt es im Leben Schöneres, als anderen helfen zu können?“

„Aladdin“
Samstag, 27.11., 20.15 Uhr, SAT.1
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