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Ausgabe Nr. 41/2021 vom 12.10.2021, Foto: ddp
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Jamie Lee Curtis, 62.
Jamie Lee Curtis: „Mein größter Horror sind Lügner“
Der erste „Halloween“-Horror machte sie bekannt. Jamie Lee Curtis meidet solche Filme. Mehr Angst hat sie vor anderen Dingen.
Frau Curtis, 1978 wurden Sie durch „Halloween – Die Nacht des Grauens“ berühmt. Was bewog Sie, 40 Jahre später wieder in einem „Halloween“-Film mitzuwirken? Mögen Sie solche Gruselgeschichten?
Im Gegenteil, ich kann sie nicht ausstehen. Ich habe auch keinen der Filme gesehen, außer meine Szenen beim Synchronisieren. Ich habe einfach nicht gerne Angst, ich lache lieber im Kino.
Als Sie den ersten „Halloween“-Film drehten, waren Sie 19 Jahre alt. Wie hoch war Ihre Gage?
(lacht) 8.000 Dollar. Damals war das für mich sehr viel Geld.
Und wie viele Millionen kassierten Sie jetzt?
Bisher keine einzige. Meine Fix-Gage betrug 16.000 Dol-
lar. Aber ich bin ja nicht blöd, ich habe eine ordentliche Gewinn-Beteiligung.
Sie sind ein typisches Hollywood-Kind. Ihr Vater war Tony Curtis (1925–2010), Ihre Mutter Janet Leigh (1927–2004). Hatten Sie überhaupt die Chance, etwas anderes zu werden als Schauspielerin?
Rückblickend betrachtet – nein. Sogar mein Tennislehrer lag mir ständig in den Ohren, ich müsste unbedingt vor die Kamera. Er war es auch, der mich oft zu verschiedenen Vorsprechen anmeldete. Ich dachte, ich mache eben mit, es klappt ohnehin nie. Hat es aber. Ich glaube, niemand war darüber mehr überrascht als ich.
Als Sie vier Jahre alt waren, ließen sich Ihre Eltern scheiden. Haben Sie darunter gelitten?
Das wäre gelogen. Meinen Vater hatte ich ohnehin nur ganz selten gesehen, und er war als Papa völlig untalentiert. Ich blieb bei Mama, die sich mit viel Zärtlichkeit um mich kümmerte.
Sehen Sie sich oft alte Filme Ihrer Eltern an?
Nein, die haben für mich keine besondere Bedeutung, es sind einfach nur Filme. Natürlich habe ich bei Papas „Manche mögen‘s heiß“ gelacht und mich bei Mamas „Psycho“ so gefürchtet, dass ich den Film nie zur Gänze sah. Aber sentimental werde ich beim Anblick meiner Eltern nicht. Das waren einfach zwei verdammt gut aussehende, begabte Menschen. Aber so ein richtiges Mama- oder Papa-Gefühl kommt bei mir dabei nie auf.
Klimakrise und Pandemie – haben Sie davor genauso viel Angst wie vor Gruselfilmen?
Noch viel mehr, das ist ja echtes Leben. Doch den größten Horror erzeugen bei mir Lügner, die große Macht haben.
Sie denken dabei an Ihren Ex-Präsidenten Donald Trump?
Nicht nur. Typen wie ihn gibt es auf der ganzen Welt. Und die sind für uns alle lebensgefährlich.
Sie haben mit Ihrem Mann Christopher Guest, 73, zwei Adoptivsöhne. Wie sind Sie als Mutter?
Ich bin eine äußerst liebevolle, hilfsbereite Mama. Das kann ich beschwören.

„Columbo: Alter schützt vor Morden nicht“
Samstag, 16.10., 18.55 Uhr, SAT.1 Gold

„Halloween“
Sonntag, 17.10., 22.45 Uhr, RTL
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