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Ausgabe Nr. 40/2021 vom 05.10.2021, Foto: ORF/ORF-Stmk/Alois Kuschetz
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Hans Knauß, 50, auf den Spuren Sepp Forchers.
Hans Knauss: „Ich habe mir die Finger verbrannt“
In der neuen Sendereihe „Österreich vom Feinsten“ führt uns der Ex-Weltklasse-Schifahrer Hans Knauß künftig durch unser Land, ähnlich wie es früher Sepp Forcher tat. Seine erste Reise führte den Sympathler durch die Weststeiermark, wo es bei den Glasbläsern in Bärnbach für ihn (zu) heiß herging.
Herr Knauß, Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie „Klingendes Österreich“ mit Sepp Forcher gesehen?
Gar nicht so selten. Meine Eltern haben sich die Sendung oft angeschaut, und da hab‘ ich als Bua manchmal „mitgenascht“. Meistens fand ich es auch interessant.
Sepp Forcher, 90, ist ein Fernseh-Denkmal. Eine große Persönlichkeit, ein Publikumsliebling, der seit 1986 als Moderator kompetent und sympathisch durch 200 Sendungen führte. Aber lustig war er vor der Kamera wie der Großglockner. Werden Sie es in der Nachfolgesendung „Österreich vom Feinsten“ etwas heiterer angehen?
Also, ich werde keine Witze erzählen. Das kann der Harry Prünster besser. Aber es wird schon einige Änderungen geben. Generell werde ich mit allen Musikanten nach ihren Auftritten plaudern. Und in der ersten Ausgabe, die aus der Weststeiermark kommt, treffe ich eine amtierende Weinkönigin und einen jungen, ideenreichen Koch zu Gesprächen. Außerdem habe ich die Glasbläserkunst erkundet, was nicht ganz schmerzfrei war.
Wieso das?
(lacht) Ich hab‘ mir die Finger verbrannt. Beim Glasblasen geht‘s ganz schön heiß zu. Man könnt‘ glauben, die Profis haben Asbesthände.
Haben Sie sich vor der ersten Sendung Tipps von Sepp Forcher geholt?
Nein. Ich hab‘ ihn bis heut‘ noch nie persönlich getroffen. Aber er hat mir für „Österreich vom Feinsten“ alles Gute gewünscht.
Sie haben als Neo-Moderator einen großen Vorteil. Sie waren bei all Ihren bisherigen Bildschirm-Auftritten der Prototyp eines Sympathlers. Echt oder gut gespielt?
(lacht) Spielen könnt‘ ich das gar nicht, ich bin einfach immer so, wie ich bin. Wenn andere das als sympathisch empfinden, dann freut mich das natürlich sehr.
Dass Sie Humor besitzen, bewiesen Sie bei einer Audienz in „Wir sind Kaiser“.Nach Ihrer Schilderung, dass Sie einst WM-Gold nur um eine Hundertstelsekunde verpassten, meinte „Majestät“ Palfrader: ,Red Er nicht herum, Er ist einfach zu langsam gefahren.‘ Sie lachten. Fanden Sie das wirklich lustig?
Natürlich. Er hat ja Recht gehabt, ich bin tatsächlich zu langsam gefahren. Und ich weiß bis heute, wo: Bei den ersten zwei Toren.
Was sagen Ihre Frau Barbara und Ihre zwei Kinder Nella, 18, und Leo, 16, zu Ihrer neuen Tätigkeit?
Die Barbara hat schon, als der Forcher aufg‘hört hat, gesagt: Das wär‘ doch was für dich. Und auf die Reaktion der Kinder bin ich gespannt. Die beiden sind immer harte, aber faire Kritiker.

„Österreich vom Feinsten: Die Weststeiermark – Von Ligist bis zur Stubalm“
Mittwoch, 13.10., 20.15 Uhr, ORF2

„Hans Knauß – Was zählt, ist Menschlichkeit“
Mittwoch, 13.10., 21.20 Uhr, ORF2
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