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Ausgabe Nr. 39/2021 vom 28.09.2021, Fotos: NONA STUDIOS, zVg
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Kerstin Ott, 39, erntet Paradeiser im Hochbeet und macht Musik zum Tanzen.
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Die beliebte Interpretin Kerstin Ott hat ihr viertes Album mit dem Titel „Nachts sind alle Katzen grau“ veröffentlicht.
In der feiernden Masse verschwinden
Seit ihrem Hit „Die immer lacht“ vor gut fünf Jahren gehört Kerstin Ott zu den beliebtesten Interpretinnen ihres Genres. Nun veröffentlichte die 39jährige Deutsche, die mit ihrer Frau Karolina, zwei Töchtern, drei Katzen und drei Hunden in einem turbulenten Haushalt lebt, ihr viertes Album mit dem schönen Titel „Nachts sind alle Katzen grau“. Von ihrem Leben mit Tieren erzählte sie dem WOCHE-Reporter Steffen Rüth.
Frau Ott, es hieß, Sie mögen Hunde. Nun tummeln sich auch Katzen bei Ihnen daheim?
Ich bin eine Hundefreundin, aber seit gut zweieinhalb Jahren haben wir auch Katzen.
Wie kommen die Katzen und die Hunde miteinander zurecht?
Es war anfangs ein bisschen aufwändig, sie aneinander zu gewöhnen. Aber wir haben uns informiert, wie eine Zusammenführung von Katzen und Hunden funktioniert, dann brauchten wir nur noch ein bisschen Geduld, und es ging schon. So war es zumindest bei uns.
Was mussten Sie beachten, damit sich die Tiere anfreunden konnten?
Wichtig ist, sie nicht einfach in einen Raum zu stecken und ihrem Schicksal zu überlassen. Wir haben den Katzen in aller Ruhe die Hunde gezeigt, die Hunde sollten dabei angeleint sein, damit die Katze nicht auf den Hund losgeht und umgekehrt. Das haben wir mehrere Male gemacht und die Tiere auf diese Weise langsam aneinander gewöhnt.
Und das hat funktioniert?
Ja. Nur sind die Katzen so frech, dass sie sich mittlerweile in die Hundekörbchen legen. Die Hunde können schauen, wo sie bleiben.
Im Titellied Ihres gleichnamigen neuen Albums „Nachts sind alle Katzen grau“ beschreiben Sie einen ausgelassenen Partyabend. Wie sehr lassen Sie es selbst im Nachtleben krachen?
Ich habe natürlich auch immer gerne gefeiert. Ich mag es, mich ins Partygetümmel zu schmeißen, und ich liebe laute Musik. Nur Tanzen ist nicht in meinem Repertoire, selbst wenn ich in der Fernseh-Show „Let‘s Dance“ einschlägige Erfahrungen habe sammeln können (lacht). Ich sehe lieber zu, wie die anderen tanzen.
Es ist doch schön, dass dies wieder möglich ist, oder?
Na, klar. Das gesamte Album spiegelt dieses Gefühl wider, dass vielen Menschen gefehlt hat – und zwar einfach wieder einmal den Abend zu genießen, unterwegs zu sein, in der feiernden Masse zu verschwinden und mit vielen anderen Menschen etwas Schönes zu erleben.
Gehört für Sie zum schönen Leben auch gutes Essen?
Unbedingt, ich habe eine Vorliebe für die italienische Küche. Die ist aber bekanntlich nicht gerade kalorienarm. Also versuche ich mich hier ein bisschen zu reduzieren. Und Speisen vom Schnellimbiss lasse ich nach Möglichkeit ganz weg. Ich koche mir gern etwas vor und nehme es dann zum Beispiel mit zu Auftritten.
In „Wir zwei gegen den Rest der Welt“ geht es um eine langlebige Liebe. Sie sind mit Ihrer Frau Karolina seit vier Jahren verheiratet. Wie ist der Übergang vom Verliebtsein zur liebenden Beziehung gelungen?
Wir sprechen ständig miteinander, das haben wir von Anfang an gemacht. Außerdem können Karolina und ich gut streiten. Wenn ich das so sagen kann, ist das sogar einer der Schlüssel zu unserer Liebe. Wir diskutieren alles aus, aber auf eine respektvolle Art.
Sie werden im Jänner 40 Jahre alt. Spüren Sie noch den wilden Teenager in sich oder fühlen Sie sich gereift?
Ich habe mir vor Kurzem ein Hochbeet gebaut. Wenn das nicht erwachsen ist, weiß ich es nicht. Vor zehn Jahren hätte ich darüber gelacht, jetzt freue ich mich über jeden Paradeiser und über jede Gurke.
Während auch die Kinder immer älter werden …
Das bleibt nicht aus. Wir freuen uns als Familie über jeden weiteren Schritt. Unsere Töchter sind 17 und 13 Jahre alt. Die Ältere bereitet sich auf ihre Matura vor und ist mittendrin in der Findungsphase, was sie beruflich machen will. Eltern sollten die Kinder diesbezüglich nicht stressen. Immer eins nach dem anderen.
Sie wirken privat eher ruhig, auf der Bühne dagegen durchaus wild …
Wie jeder Mensch, der zur Arbeit geht, weiß ich, was ich zu tun habe, wenn es darauf ankommt. Aber wenn ich Sonntagfrüh wach werde, bin ich natürlich keine Rampensau, sondern müde.
Und dann?
Möchte ich erst einmal eine halbe Stunde lang meine Ruhe haben und eine schöne Tasse Kaffee trinken.
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