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Ausgabe Nr. 38/2021 vom 21.09.2021, Foto: VALERIE MACON / AFP / picturedesk.com
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Brie Larson, 31, ist eine ehrliche „Verstellerin“.
Brie Larson: Diese Augen können nicht lügen
Nach dem Rosenkrieg ihrer Eltern lebte Brie Larson eine Zeitlang in Armut. Heute zählt sie zu den bestbezahlten Darstellerinnen der Traumfabrik, erhielt einen „Oscar“ und mischte als Superheldin die Männerwelt auf.
Die Kindheit war für sie kein Kinderspiel. Zwar wuchs Brie Larson, am 1. Oktober 1989 in Sacramento (USA) geboren, als Tochter eines Ehepaares auf, das mit einer Chiropraktik-Ordination gutes Geld verdiente. Aber das Leben im Wohlstand war vorbei, als sich die Eltern scheiden ließen.
„Meine Mutter zog mit mir und meiner jüngeren Schwester nach Los Angeles (USA), als ich sieben Jahre alt war“, erzählt die Tochter. „Ich freute mich und dachte: Großartig, da sind wir Hollywood ganz nahe. Schließlich wollte ich, seit ich denken kann, Schauspielerin werden. Dann erfuhr ich, dass der wahre Grund für den Umzug die Trennung von Mama und Papa war. Ein Schock. Uns ging es in der neuen Stadt echt dreckig. Mama bekam keine Patienten, wir lebten in einer winzigen Wohnung, und mein einziges Spielzeug war ein kleiner Stoff-Dinosaurier. Mein Vater hätte uns helfen können, doch er tat es nicht.“
Die Zeiten wurden besser. Die Tochter erhielt einige Kinderrollen und durfte Schauspielunterricht nehmen. „Es war seltsam. Auf Kindergeburtstagen saß ich meist in einem Eck und versuchte nicht aufzufallen“, erinnert sich Brie Larson. „Diese Schüchternheit legte ich allerdings blitzartig ab, wenn ich auf einer Bühne oder vor einer Kamera stand. Das Verstellen war meine Welt, obwohl ich eine miserable Lügnerin bin. Im echten Leben lautet meine Devise: Ehrlich währt am längsten.“
Mit 31 Jahren hat sie heute schon fast 50 Filme fürs Kino oder Fernsehen gedreht. 2015 erhielt sie für das Drama „Raum“ den „Oscar“ als beste Hauptdarstellerin. Die Handlung basierte zum Teil auf der Geschichte von Josef Fritzl aus unserem Land, der seine Tochter 24 Jahre im Keller gefangen hielt und mit ihr sieben Kinder zeugte. „Bei diesem Film wurde mir erst klar, was eine Mutter in der Lage ist, für ein Kind alles zu ertragen“, meint Brie Larson. „Die Dreharbeiten mussten oft unterbrochen werden, da ich immer wieder an Erschöpfungszuständen und Panikattacken litt.“
Endgültig weltweit bekannt wurde die Darstellerin mit einer „seichteren“ Rolle – als Superheldin „Captain Marvel“. Für den Film musste sie ein halbes Jahr lang Krafttraining machen. „Ich habe das gern getan“, lacht sie. „Die Welt ist reif für mehr Superheldinnen.“

„Captain Marvel“
Sonntag, 26.9., 20.15 Uhr, ORF1, PRO7

„Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits“
Montag, 27.9., 15.30 Uhr, SIXX
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