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Ausgabe Nr. 37/2021 vom 14.09.2021, Foto: ZDF/Jonathan Ibeka
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Dieter Hallervorden:
„Ich bin gern ein Grantler“
Nach einem seiner Krimi-Ausflüge zur Reihe „Nord Nord Mord“ schlüpft Dieter Hallervorden in der Woche darauf wieder in seine „ekelhafte“ Erfolgsrolle. Er ist in der sechsteiligen Serie „Mein Freund, das Ekel“ zu sehen.
Herr Hallervorden, Sie sind 86 Jahre alt und haben seit sechs Jahren eine Freundin, die um 36 Jahre jünger ist als Sie. Sind Sie so gut in Schuss?
Das müssten Sie eigentlich Christiane fragen und nicht mich (lacht). Ich kann nur sagen, dass ich mich gut fühle. Mein Arzt behauptet sogar, dass es mir besser geht als während meiner persönlichen fünfziger Jahre.

Wie halten Sie sich so fit?
Da gibt es drei Fundamente: 30 Prozent gute Gene, 30 Prozent gesunde Ernährung und 40 Prozent Bewegung. Für mich heißt das, dass ich Nudeln, Erdäpfel und Brot meis­tens durch Obst, Salat und Gemüse ersetze. Und ein Ausflug zu Fuß ist nicht nur für den Körper gut, sondern auch für die Umwelt. Außerdem habe ich mir schon vor längerer Zeit das Rauchen abgewöhnt.

Wir sehen Sie jetzt wieder einmal in „Nord Nord Mord“. Würden Sie gern einmal einen Kommissar spielen?
Ja – wenn ich 20 Jahre jünger wäre.

Nach dem Erfolg der Filmkomödie „Mein Freund, das Ekel“ wird die Geschichte demnächst als sechsteilige Serie fortgesetzt. Wie geht‘s weiter?
Buchstäblich ekelhaft! Ich muss als Rentner Olaf Hintz in einen todhässlichen Plattenbau übersiedeln.

Was reizt Sie an der Serie?
Die Handlung balanciert auf einem schmalen Grat zwischen Schmunzeln und Berührtsein. Eine Komödie entsteht ja immer auch aus ein bisschen Tragik. Das mag ich.

Wie viel von dem Ekel Olaf steckt auch in Ihnen selbst?
Im Grunde gar nichts. Aber – ich gebe es ungern zu – manchmal bin ich schon ganz gerne ein Grantler.

Vielleicht beim „Gendern“?
Da können Sie Gift darauf nehmen.Ich habe diesen Unsinn als Vergewaltigung unserer Sprache bezeichnet und bin dafür in Deutschland hart kritisiert worden.

Verständlich, das wird viele Menschen und Menschinnen geärgert haben …
Sofort aufhören. Sonst werde ich jetzt wirklich grantig.

Haben Sie schon jemals daran gedacht, in den Ruhestand zu treten?
Noch nie. Das wäre mein sicherer Tod, ich würde aus Langeweile sterben.

Ganz unter uns: Haben Sie wirklich überhaupt keine Wehwehchen?
Doch. Aber die sind für mich kein Grund zum Losjammern. Da freue ich mich viel lieber darüber, dass 98,5 Prozent meines Körpers gesund sind und funktionieren.
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