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Ausgabe Nr. 36/2021 vom 07.09.2021, Foto: SWR/Kimmig/Kerstin Joensson
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Andy Borg, 60, feiert 40 Jahre Fernsehpräsenz.
Andy Borg: „Der Spaß ist mein Freund“
Im Jahr 1981 war Andy Borg zum ersten Mal auf dem Bildschirm zu sehen. Seinen ersten Auftritt absolvierte er noch früher – vor seiner Oma.
Herr Borg, tut der Gedanke an das seltsame „Stadl“-Ende bis heute noch weh? Und an die, glaube ich, damals nicht vorhandene Unterstützung durch den ORF?
Zum Zufriedensein gehört auch, dass man erkennt, wann ein Kapitel zu Ende ist. Sonst verpasst man am Ende noch das nächste, glückliche. Wer immer nur nach hinten schaut, an dem zieht das Leben mit neuen Chancen vorbei. Mit dem „Schlager-Spaß“ befinde ich mich gerade in der „Zugabe“ und bekomme dazu so viele positive Zuschriften, dass ich mich darüber wirklich unheimlich freu‘. Dieser Spaß ist mein Freund.
Sind Sie mit der Show rundum zufrieden, oder würden Sie sich ein paar Änderungen wünschen?
Seinerzeit beim „Stadl“ wie heute beim „Schlager-Spaß“ darf ich genau das machen, wofür ich schon als Teenager auf die Bühne gegangen bin – um Menschen zu unterhalten, ihnen Freude zu bereiten, sie zum Lachen zu bringen und für sie zu singen. Wenn ich damit Probleme hätte, würde ich es lassen. Denn dann wäre ich auf dem falschen Weg.
Vor 40 Jahren waren Sie das erste Mal als Sänger im Fernsehen zu sehen.Mit wem feiern Sie dieses Jubiläum?
Mit Peter Kraus, Florian Silbereisen, Stefan Mross, Ireen Sheer, den „Jungen Zillertalern“ – hoffentlich hab‘ ich jetzt niemanden vergessen (lacht). Meinen ersten Auftritt hatte ich allerdings vor mehr als 40 Jahren. Ich habe als Bub vor meiner Oma Akkordeon gespielt und dazu gesungen. Es hat ihr so gefallen, dass ich es am nächsten Tag wiederholte. Später habe ich dann bei Familienfesten aufgespielt und bei so ziemlich jeder Feier in unserer Nachbarschaft – und es wurde viel gefeiert bei uns im Wiener Bezirk Floridsdorf.
Was schauen Sie sich selbst am liebsten im Fernsehen an?
Früher habe ich keine einzige Sendung von Peter Alexander versäumt. Beim heutigen Programm schalte ich schon ab und zu weg. Vor allem dann, wenn es um Spaß auf Kosten anderer geht.
Sie sind mit Ihrer Frau Birgit, 50, seit mehr als zwei Jahrzehnten zusammen. Gab es irgendwann einen Ansatz, „Adios Amor“ zu sagen, oder war immer alles bestens?
Meine Frau ist mein Fundament. Sie erstaunt und begeistert mich jeden Tag, hält mir den Rücken frei und unterstützt mich bei allem. Während ich hervorragend im Vergessen bin, behält sie den Überblick. Uns verbindet ein gegenseitiger Respekt, den man nur hat, wenn man den anderen versteht – und liebt.
Wie haben Sie die „Lockdowns“ überstanden?
Als Wiener hab‘ ich die Gemütlichkeit erfunden. Ich lasse mich nicht stressen, und bei der Gartenarbeit kann ich wunderbar entspannen. Und weil ich auch die Romantik erfunden hab‘ (lacht), ist der schönste Platz eh daheim. Auf unserer Terrasse fühlt es sich an wie bei einem Urlaub in Italien. So schön haben wir‘s, und die Zitronen blühen auch.
Sie haben aus erster Ehe zwei Kinder, den Sohn Patrick und die Tochter Jasmin. Wie ist jetzt das Verhältnis zu Ihrem „Nachwuchs“?
Wir sind miteinander erwachsen geworden, und es ist uns dabei gelungen, die Kinder in uns zu bewahren. Manchmal hab‘ ich ja den Verdacht, dass ich das größte Kind geblieben bin (lacht). Wir sehen einander oft und ganz privat.

„Schlager-Spaß“
Samstag, 11.9., 20.15 Uhr, ORF2
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