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Ausgabe Nr. 26/2021 vom 29.06.2021, Foto: picture alliance / zb
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Simone Hanselmann, geboren am 6. Dezember 1979 in Mülheim/Ruhr (D), begann ihre Karriere als Fotomodell. Als Schauspielerin wirkte sie in den Fernsehserien „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, „Alles außer Sex“, „Carla“, „Familie Dr. Kleist“ sowie „Flashback – Mörderische Ferien“ und der Rosamunde-Pilcher-Romanze „Flammen der Liebe“ mit. Seit 2018 gehört die 41jährige zur Besetzung der Fernseh-Familienserie „Der Bergdoktor“.
Getrennt vom Vater ihres Kindes, lebt die Schauspielerin mit ihrer 2013 geborenen Tochter in Berlin (D).
„Sport hält mich gesund und schön“
In der Fernsehserie „Der Bergdoktor“ spielt Simone Hanselmann, 41, die Ex-Freundin von „Dr. Gruber“ (Hans Sigl). Während sie adrett gekleidet für neue Folgen vor der Kamera steht, zeigte sich die Schauspielerin in einem Männermagazin hüllenlos. Im WOCHE-Gespräch verrät sie, was sie dazu bewegte.
Frau Hanselmann, haben Sie lange überlegt, ob Sie sich für das Magazin „Playboy“ hüllenlos fotografieren lassen?
Als ich kurz vor meinem 40. Geburtstag gefragt wurde, war mein erster Gedanke ,nein‘, das kommt für mich nicht in Frage. Dann ging ich nochmals in mich, habe mit Menschen gesprochen, die mir nahe stehen, und stimmte zu. Denn mit 40 gefragt zu werden, ob man sich nackt fotografieren lässt, ist schon etwas Besonderes.
Einmal wurden Sie schon gefragt …
Ja, ich war Anfang 20 und habe abgelehnt, aus Angst, es könnte heißen, ich mache das nur, um meine Karriere voranzutreiben. 20 Jahre später fühle ich mich geschmeichelt. Außerdem mag ich mich selbst und fühle mich als Frau immer noch schön.
Wie gefallen Sie sich?
Ich bin glücklich mit dem Ergebnis, zumal ich keinerlei Ahnung hatte, welchen Anklang das auslöst. Mit den Fotos versuche ich zu zeigen, dass Frauen nicht nur in ihren 20ern und 30ern, sondern auch mit 40 durchaus attraktiv sein können. Das scheint mir weitgehend geglückt zu sein. Denn ich darf mich über unzählige positive Rückmeldungen, vor allem von Frauen, freuen.
Was muss eine Frau tun, um mit 40 noch so attraktiv zu sein? Was ist Ihr Rezept?
Ich dürfte von Natur aus Glück haben. In meiner Jugend war ich Modell, weil ich offenbar einem gewissen Schönheitsideal entsprach. Außerdem treibe ich mein Leben lang gern Sport. Zum einen aus medizinischen Gründen, wegen meiner Rückenprobleme. Zum anderen, weil es mir gefällt, nicht nur gesund zu sein, sondern auch gut auszusehen. Wobei das eine mit dem anderen meistens einhergeht. Sport hält mich gesund und schön. Wenn ich mich wohl fühle, ist die Konfektionsgröße egal. Auf die Foto-Aufnahmen habe ich mich allerdings speziell vorbereitet und vier- bis fünfmal pro Woche mehr Sport als sonst getrieben.
Welche Sportarten betreiben Sie? Und essen Sie nur Gesundes?
Beim Sport mag ich es bunt gemischt, damit mir nicht langweilig wird. Ich laufe, schwimme, mache Pilates, im Winter fahre ich Schi. Ich versuche, verstärkt vegetarisch zu essen, phasenweise ernähre ich mich basisch, was mir gut tut. Dogmatisch bin ich beim Essen nicht, gönne mir ab und zu eine Pizza, einen Burger, in Maßen, genauso wie ich in Maßen Alkohol trinke.
Wären Sie noch immer bei den Mormonen, dürften Sie weder Alkohol, noch Kaffee trinken. Sie waren als 11jährige mit Ihrer Mutter bei dieser Glaubensgemeinschaft in den USA. Hat Sie die streng religiöse Lebensweise der Mormonen geprägt?
Ja, ich erhielt dort einen Einblick, wie man die Welt empfinden kann. Durch diese Erfahrung habe ich ein großes Verständnis für Menschen, die religiös sind. Die Zeit bei den Mormonen hat mich dahingehend geprägt, unterschiedlichen Weltanschauungen gegenüber offen und tolerant zu sein.
Derzeit versetzen Sie sich in die Rolle der reizenden „Franziska Hochstetter“ beim Dreh der neuen „Bergdoktor“-Folgen. Was sagen Ihre Serien-Kollegen zu den erotischen Fotos?
Ausnahmslos positiv. Aber wir sind so beschäftigt mit den Dreharbeiten, dass wir noch gar nicht viel darüber reden konnten (lacht).
Als „Franziska“ verkörpern Sie eine Spät­gebärende. Finden Sie es wichtig, solche Themen in einer Unterhaltungsserie anzusprechen?
Absolut, ich habe als Schauspielerin damit gerechnet, ab 40 nicht mehr allzu viele interessante Rollen zu bekommen. Aber gerade dieses reifere Alter ist äußerst spannend, weil viele Frauen Entscheidungen neu überdenken oder gar korrigieren, und deren Geschichten einfach erzählenswert sind, das hat inzwischen auch die Film- und Fernsehbranche erkannt.
Haben Sie etwas mit der Serien-Figur „Franziska Hochstetter“ gemeinsam?
Franziska ist – so wie ich – ein durchwegs positiv denkender Mensch, der nichts Böses im Schilde führt und möchte, nicht intrigiert und einen hohen moralischen Anspruch hat. Das mag ich an der Frau. Sie plant nicht im Voraus und ist höchst gefühlsbetont.
Lassen Sie sich gern von Gefühlen leiten?
Ja, schon, manchmal sogar ein bisschen zu viel. Aber seit ich Mutter bin, plane ich zumindest Teilbereiche meines Lebens und handle nicht immer spontan nach meinem Gefühl. Da erübrigt sich die Frage, wie und wo ich denn am liebsten leben möchte.
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