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Ausgabe Nr. 21/2021 vom 25.05.2021, Fotos: heinzmann-productions (2)
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Die Schweizerin Stefanie Heinzmann quält sich täglich aus dem Bett.
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Das neue Werk der Schweizerin Stefanie Heinzmann ist bereits im Handel. Es ist abwechslungsreich und verleiht viel Disco-Gefühl.
„Routinen helfen mir in den Tag hinein“
Seit Stefanie Heinzmann im Jahr 2008 eine von Stefan Raab initiierte Talenteshow gewonnen hat, ist die Schweizerin mit ihren griffigen Soul-Pop-Liedern regelmäßig in Radio und Fernsehen zu hören und zu sehen, normalerweise auch auf den Bühnen. Aus einer Mischung aus Langeweile und Neugier hat die Sängerin nun mit „Labyrinth“ ein putzmunteres, balladenfreies und unüberhörbar von Kylie Minogue und Taylor Swift inspiriertes Album aufgenommen, das Spaß macht und motiviert. Der WOCHE-Reporter Steffen Rüth hat mit der 32jährigen über ihr neues Werk, aber auch über das Schwimmen im drei Grad kalten Wasser und andere Lebensfreuden gesprochen.
Frau Heinzmann, es ist noch recht früh, doch Sie klingen schon putzmunter. Sind Sie eine Frühaufsteherin?
Nein, überhaupt nicht. Das Aufstehen macht mir keinen Spaß und es fällt mir auch nicht leicht. Ich bin eher die Langschläferin. Aber ich habe meine Tricks.
Und zwar?
Ich komme gut und entspannt in den Tag hinein, wenn ich meine Routinen befolge. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Also habe ich mir eine Morgenroutine angeeignet: erst Yoga, dann ein bisschen meditieren, dann Frühstück. Irgendwie hilft mir das, wenn jeder Tag gleich anfängt.
Haben Sie noch andere Routinen?
Ja, die Abendroutine. Ich führe ein Tagebuch, dann lese ich noch ein bisschen und gehe zwischen 23 Uhr und Mitternacht ins Bett. Auch das war eine ordentliche Umgewöhnung. Früher war ich oft bis vier Uhr wach.
Sie gehören zum Team von „Sing meinen Song“ auf VOX. Konnten Sie Ihre Routine auch bei den Dreharbeiten an der Ostsee durchziehen?
An der Ostsee hatte ich eine ganz besondere Routine. Ich bin jeden Tag in der Früh kurz ins Meer gesprungen – und danach habe ich mein Yoga gemacht.
Hut ab, die Dreharbeiten haben im März stattgefunden …
Ja, das Wasser war ganz schön kalt, ich glaube, um die drei Grad. Länger als 30 Sekunden habe ich es nie geschafft, aber immerhin. Irgendwie reizt mich kaltes Wasser. Wenn ich in der Schweiz an einem Bergsee vorbeiwandere, muss ich da einfach hineinhüpfen. Und ich dachte, wenn ich schon einmal die Chance habe, in der Ostsee zu schwimmen, dann muss ich das machen – egal, zu welcher Jahreszeit.
Sie haben mit „Labyrinth“ gerade ein neues Album veröffentlicht, das nach Disco klingt. Ein bisschen im Stil von Kylie Minogue.
Ich hatte Lust auf Experimente. Meine Routinen sind mir auch deshalb so wichtig, weil ich bei der Arbeit sonst keine habe. Ich bin neugierig und habe in den vergangenen 13 Jahren immer wieder Neues ausprobiert. Ich lege mich ungern fest.
Gehen Sie gerne tanzen?
Ich tanze sehr gerne, aber eine Partymaus bin ich nicht. Ich war noch nie in meinem Leben freiwillig in einem Klub. Ich tanze am liebsten auf kleinen, gemütlichen Gartenpartys.
Ein Lied wie „Knocking Down The Wall“ hat was von der poppigen Taylor Swift, bevor sie ihre Folk-Phase begann. Ist sie eine Inspiration für Sie?
An Taylor Swift kommt ja kaum einer vorbei, und ich muss gestehen, als das Lied fertig war, dachte ich auch an sie. Sie ist eine Künstlerin, vor der ich einen Heidenrespekt habe. Sie zeigt wirklich wahnsinnig viele Facetten. Ich finde es super, wenn sich eine Größe wie sie traut, offen und flexibel zu sein.
Das vergangene Jahr gab dazu nicht viel Anlass …
Ach, ich bin ein Mensch, der grundsätzlich gern allein ist und das auch genießen kann. Trotzdem war die Zeit schon zäh. Ich liebe menschliche Nähe und Umarmungen. Gerade in den ersten Monaten, als alle noch unsicher waren, habe ich kaum andere Menschen gesehen. Ich war zu Hause und hatte das Glück, dass mein Freund in Heimarbeit war. So hatte ich ihn immer um mich herum. Wir leben im Haus meiner Eltern, und selbst mit ihnen hatte ich nicht viel Kontakt.
Was halten Sie von Labyrinthen?
Ich hasse sie. Ich habe den schlechtesten Orientierungssinn der Welt. Wir haben sogar ein richtig großes im Wallis, in Evionnaz, da war ich einmal drinnen und habe es gleich bereut (lacht).
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