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Ausgabe Nr. 17/2021 vom 27.04.2021, Foto: Noki Maeda / AP / picturedesk.com
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Im Vergnügungspark warten Pilzkopf „Toad“, „Luigi“, „Mario“ und Prinzessin „Peach“.
Mit Super Mario den Tag verbringen
In Japan wurde der erste Vergnügungspark eröffnet, in dem sich alles um „Super Mario“ dreht. Dabei handelt es sich um die wohl bekannteste Figur des Spieleherstellers „Nintendo“. Der Park ist eine lebensgroße Nachbildung des Videospieles. Die Besucher können gegen „Marios“ Erzfeind, die Schildkröte „Bowser“ antreten, Münzen sammeln und mit dem Dinosaurier „Luigi“ eine lustige Fahrt unternehmen. Das Schwammerl „Toad“ hat ein Restaurant und verköstigt die Gäste mit kreativen Gerichten.
Ein kleiner, schnauzbärtiger Installateur ist die bekannteste Spielfigur der japanischen Firma Nintendo. Seit 35 Jahren springt und läuft „Super Mario“ mit blauer Latzhose und roter Kappe durch eine bunte Spielewelt.
Er muss Münzen sammeln, lustig dreinschauende Gegner besiegen und Prinzessin „Peach“ retten, die ständig von der Monsterschildkröte „Bowser“ entführt wird.
Bei seinen Abenteuern wird der unerschrockene Installateur „Mario“ von seinem jüngeren Bruder „Luigi“ und dem gefräßigen Dinosaurier „Yoshi“ unterstützt.
Nun hat „Mario“ seinen ersten Vergnügungspark bekommen. In Osaka, einer Hafenstadt in Japan, eröffnete kürzlich die „Super Nintendo World“. Der Freizeitpark ist Teil der „Universal Studios“ und ein lebensgroßes, interaktives Videospiel. „Die Besucher müssen wie im Spiel Münzen sammeln und Aufgaben lösen“, sagt der 68jährige „Mario“-Schöpfer Shigeru Miyamoto.

Münzen sammeln und Schildkröten besiegen
Am Eingang des Vergnügungsparks können sich die Besucher eines von sechs verschiedenen Armbändern um 25 Euro kaufen, das sie mit ihrem Mobiltelefon verbinden. Mithilfe des Armbandes werden alle Münzen gesammelt, welche die Besucher während ihres Aufenthaltes finden.
Die goldenen Taler gibt es für diverse Aktivitäten, wie das Lösen von Minispielen, das Fahren von Attraktionen und das Berühren von interaktiven Fragezeichen-Blöcken, die überall im Park zu finden sind. „Zuhause lassen sich mit dem Armband auf der ,Nintendo-Switch-Konsole‘ weitere Inhalte freischalten“, erzählt der Japaner.
Durch ein großes, grünes Rohr betreten die Besucher das Nintendo-Reich. Eine hügelige Welt kommt zum Vorschein, die gespickt ist mit vielen beweglichen Elementen. Fleischfressende Pflanzen, Türme, riesige Laternen und jede Menge Münzen sind Teil der Kulisse. Am höchsten Punkt thront die Burg des Bösewichtes „Bowser“.

Darin befindet sich eine der Hauptattraktionen, die „Mario“-Kartbahn. Sie basiert auf dem gleichnamigen Heimkonsolenspiel. Die Besucher nehmen zu viert in einem der Autos Platz. Jeder erhält eine spezielle Brille, mit der er in eine virtuelle Welt eintauchen kann. Kaum aufgesetzt, befinden sich die Spieler mitten im Rennen gegen die gemeine Schildkröte. „Die Spieler treten gegen ,Bowser‘ und drei andere Mannschaften an. Doch Achtung, der Herr der Festung kennt seine Rennbahn genau. Mithilfe der Brille sehen die Spieler die virtuelle Bahn und können verschiedene Gegenstände werfen, damit ihre Gegenspieler langsamer ins Ziel kommen“, sagt der Japaner.

Drei Schlüssel finden und Feuerbälle schleudern
Das Schildkröten-Monster hat noch einen Verbündeten. Sein jüngster Sohn „Bowser junior“ befindet sich ebenfalls auf dem Gebiet. Um zu ihm zu gelangen, müssen die Teilnehmer drei Schlüssel finden. „Dafür sind Aufgaben zu lösen. Bei einer gilt es, tickende Wecker in der richtigen Reihenfolge zu deaktivieren, ehe sie Alarm schlagen und eine riesige fleischfressende Pflanze die Besucher auffrisst“, schmunzelt der Japaner.
Haben die Besucher die Schlüssel in der Tasche, treten sie gegen den jungen Bösewicht an. Der Kampf wird auf einer Leinwand abgebildet. Die Spieler können mithilfe von Handbewegungen Feuerbälle schleudern, um das Ungetüm zu besiegen.

Die raffinierte Technik ließen sich die Erbauer des Freizeitparks einiges kosten. Für die Errichtung wurden 460 Millionen Euro ausgegeben. Der Park ist auf 20.000 Besucher pro Tag ausgelegt. Derzeit dürfen aber nur 5.000 Menschen hinein. Beim Eintritt wird Fieber gemessen, das Tragen einer Maske ist Pflicht und bei jeder Attraktion gibt es die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren. „Derzeit können zwar noch keine Besucher aus dem Ausland zu uns kommen, aber ich hoffe, dass die Pandemie bald vorbei sein wird“, sagt Miyamoto.
Den besten Überblick auf den Freizeitpark haben die Besucher bei der Fahrt mit dem Dinosaurier „Yoshi“. Auf dem Rücken der Urzeitechse geht es auf eine Schatzjagd. Die Ausflügler müssen drei Eier finden, die der Pilzkopf „Toad“ versteckt hat.

Wer sie nicht findet, kann sich direkt beim kleinen Schwammerl beschweren. „Toad“ ist der Chefkoch in „Kinopio‘s Cafe“ und treuer Berater der Prinzessin. In seinem Restaurant können sich die Besucher während ihres Aufenthaltes stärken. Die Gerichte sind kreativ gestaltet. Die Schwammerlsuppe wird in Form eines Pilzes serviert, die Pizza sieht aus wie ein Schildkröten-Panzer und als Dessert wird ein Tiramisu kredenzt, das als quadratischer Fragezeichen-Block getarnt ist.

Das kostet der Eintritt in die Nintendo-Welt
Tageskarte: 60 Euro für Besucher ab 12 Jahren,
38 Euro für Kinder.
http://super-nintendo-world.usj.co.jp
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