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Ausgabe Nr. 14/2021 vom 06.04.2021, Foto: Franz Gerdl/RML GmbH
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Der Mostwanderweg führt durch das Granitztal in Kärnten. Am reizvollsten ist er, wenn die Apfelbäume blühen.
Wandern inmitten blühender Bäume im Granitztal
Das Granitztal in Kärnten verwandelt sich im Frühling zu einem Blütenmeer, wenn die Knospen der Apfel- und Birnbäume ihre Pracht entfalten. Der Mostwanderweg führt durch die reizvolle Landschaft. Frühlingsboten bietet auch das Tuxertal in Tirol. Tausende Krokusse verschönern mit ihren weißen und lila Blüten die Wiesen. In Bonn (D) verzaubert die Kirschblüte.
Sie sind klein und zart, aber ihre Kraft ist gewaltig. Spätestens im April gibt es für Millionen von Blütenknospen kein Halten mehr. Sie explodieren förmlich und zeigen ihre Pracht. Unser Land färbt sich weiß, rosa und grün, wenn die Knospen blühen und die Blätter wieder zu sprießen beginnen.

Das Granitztal ist die Obstkammer Kärntens
Ein wahres Blütenparadies befindet sich im Granitztal in Kärnten. Geografisch betrachtet liegt es zwischen den Gemeinden Griffen und St. Paul im Lavanttal. Das Benediktinerstift St. Paul bildet den Taleingang.
Das Granitztal gilt als Obstkammer Kärntens, denn hier gedeihen Apfel- und Birnbäume. Im Frühling legt sich jedes Jahr ein weißer Blütenteppich über die Region. Auf dem beschilderten Mostwanderweg spazieren Besucher durch diese reizvolle Landschaft.
Den Wanderweg gibt es praktischerweise in drei verschiedenen Längen. Die kürzeste Variante ist neun Kilometer lang, die mittlere Wegstrecke beläuft sich auf 13 Kilometer. Auf der längsten Strecke sind die Wanderer 18 Kilometer unterwegs. Dafür sollten die Ausflügler vier Stunden Gehzeit einplanen.

Der Ausgangspunkt der längsten Wanderung ist die Bahnhaltestelle Granitztal bei St. Martin. Über dem Dorf, das lediglich 21 Bewohner hat, thront die Pfarrkirche. Bei der Haltestelle können die Ausflügler auch ihr Auto parken.
„Vom Bahnhof führt der erste Kilometer eine schmale Straße bergauf. Über einen Feldweg erreichen die Wanderer die Schreiber Höhe“, erzählt Melitta Lettig von der Gästeinformation des Lavanttales.

Alte Apfelsorten und ein Exot am Wegesrand
Entlang der Wegstrecke reiht sich ein Apfelbaum an den nächsten. In den Streuobstgärten werden mehrheitlich alte Sorten angebaut. Sie heißen Bohnapfel, Marschanska, Brünnling und Renette. Ein exotisch anmutender Name mischt sich ebenfalls unter die Bäume – der Bananenapfel.
Er schmeckt unverkennbar nach Bananen, stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten und wurde über Umwege von einem Abt nach Kärnten gebracht. Die Glaubensbrüder sind auch der Grund, warum im Granitztal Streuobstwiesen zu finden sind.
Die Geschichte der Lavanttaler Obstproduktion lässt sich bis zur Gründung des Stiftes St. Paul zurückverfolgen. Aus den Äpfeln wird heute wie dazumals Most, Saft und Brand gewonnen.

Von der Schreiber Höhe bietet sich ein traumhafter Ausblick bis zum Stift St. Paul. „Von dort führt die Wanderung zum Grutscher Kreuz und zum ,Weiberwinkel‘ auf 650 Meter“, erklärt Lettig die nächsten Etappenziele.
Sobald die Ausflügler zum Taffent Kreuz gelangen, haben sie den nördlichsten Punkt der Wanderung erreicht. Nun geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt des Spazierganges. Wer nach dem Ausflug mehr über die Obstproduktion erfahren möchte, kann das Obstbaumuseum im Zogglhof besuchen. Dort lernen die Besucher alles über die regionalen Apfelspezialitäten.

Kirschbäume bringen Farbe in die Stadt
Mitte April verfällt die deutsche Stadt Bonn einem Blütenrausch. In zehn Straßen sorgen Kirschbäume für ein rosarotes Blütendach. Die Bäume wurden vor Jahren gepflanzt, um mehr Farbe in die Altstadt zu bringen. Die schönsten Exemplare stehen in der Heerstraße und der Breiten Straße. Dort verzaubern Japanische Nelkenkirschen mit ihrem Anblick. Dank ihrer trichterförmigen Kronen schließen sich die Zweige über der Straße zu einem rosa Baldachin und bilden einen traumhaften Kirschblütentunnel. Die Blütezeit dauert zehn bis vierzehn Tage.

Krokusse schmücken Wiesen im Tuxertal
Im Tiroler Tuxertal liegt zwar noch Schnee, im Tal blühen aber bereits die Vorboten des Frühlings. Krokusse setzen mit ihren weißen und zartlila Blüten schöne Akzente auf den Wiesen. Die Krokusblüten sind am besten auf der Schrofenalm oberhalb von Tux-Vorderlanersbach, der Lämmerbichlalm und auf der Geiselalm zu bestaunen. Die Kombination aus tief verschneiten Berggipfeln und farbenprächtigen Krokuswiesen ist atemberaubend. Während Ende März die ersten Krokusse im Tal blühen, sind sie in den höheren Lagen bis in den Mai zu finden.
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