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Ausgabe Nr. 05/2021 vom 02.02.2021, Foto: instagram
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Der Auserwählte ist der Bauunternehmer Dan Hayhurst.
„Jetzt habe ich den Richtigen gefunden“
Das halbe Dutzend ist voll. Pamela Anderson hat beim sechsten Mal „Ja“ zu ihrem Leibwächter gesagt. Und sie ist in ihre kanadische Heimat zurückgekehrt. Dort widmet sie sich in erster Linie dem Tierschutz.
Sie gibt ihre Suche nach dem Glück nicht auf. Pamela Anderson, 53, die Nixe aus der berühmten „Baywatch“-Fernseh-Serie, hat wieder geheiratet – zum bereits sechsten Mal. Der neue Auserwählte ist ihr Leibwächter und Bauunternehmer Dan Hayhurst. Er hätte ein Spielkamerad in Andersons Kindheit sein können, wäre er nicht zu arm gewesen. Zwar lebten beide im selben Ort auf Vancouver Island an der Westküste Kanadas, doch Andersons Großmutter, bei der sie aufwuchs, besaß ein großes Anwesen auf der Seite, die den Wohlhabenden vorbehalten war, während Hayhursts Familie in der weniger begehrten Nachbarschaft wohnte.

Die beiden lernten einander erst kennen, nachdem sich die frühere Rettungschwimmerin im Februar des Vorjahres von ihrem vierten Mann (mit dem Produzenten Rick Salomon war Anderson zwei Mal verheiratet) getrennt hatte. Mit dem 75 Jahre alten Film-Mogul Jon Peters lebte Anderson gerade einmal zwölf Tage zusammen, dann reichte sie die Scheidung ein. Das ging so schnell über die Bühne, weil Peters nie die vorgeschriebene Heiratslizenz beantragt hatte. „Zwischen uns war nichts“, versichert die 53jährige. „Überhaupt nichts.“ Warum sie diesen Schritt überhaupt gemacht hat, lässt sie allerdings offen.

Wieder einmal enttäuscht vom Leben, zog sich die am 1. Juli 1967 geborene Hollywood-Darstellerin zurück in das Haus ihrer Jugend, das sie vor 25 Jahren von ihren Großeltern gekauft hatte. Um nicht tatenlos herumzusitzen, half sie gelegentlich im Büro des örtlichen Tierheimes aus. Sie mag Tiere, vertraue ihnen mehr als Menschen, verriet sie einmal. Das habe zur Gründung ihrer „Pamela Anderson Foundation“ geführt, die weltweit für Tierschutz wirbt. Schlimme frühe sexuelle Erfahrungen seien schuld an ihrem Misstrauen gegenüber den Mitmenschen, beteuert die Schauspielerin. „Tiere sind auf der Erde genauso wichtig wie wir. Wir sollten sie nicht essen.“

Ihr Leibwächter wurde ihr Liebster
Im Tierheim stieß die 53jährige eines Tages auf einen hochgewachsenen, muskulösen Bauunternehmer, der gerade einen neuen Stall errichtete: Dan Hayhurst. „Ich hatte sofort Vertrauen zu ihm“, sagt sie. „Es war, als ob wir uns seit unserer Kindheit kennen würden.“ Sie beauftragte ihn, ihre Villa zu renovieren, und er wurde auch ihr Leibwächter. Bald zog er ins Gästehaus. „Das Renovieren kostet eine Million Dollar“, berichtet Anderson. „Das ist gutes Geld, das in die Gemeinde fließt und Arbeitsplätze schafft.“
Während des „Lockdowns“ und bei den Bauarbeiten kamen sich die beiden im Frühjahr 2020 näher. Hayhurst habe ständig gescherzt, dass er sie jederzeit heiraten würde, erzählt Anderson. Schließlich habe sie „Ja“ gesagt. „Sein Werben war nicht allzu romantisch. Nicht auf den Knien, aber doch so, dass ich wusste, was geschah. Auf jeden Fall ist es schön, mit jemandem zusammen zu sein, vor allem in solchen Zeiten.“

Das Hochzeitskleid hatte die Darstellerin allerdings schon eine Zeitlang im Schrank hängen, wie sie zugibt. „Die Menschen haben mich oft gefragt, warum ich mich nicht mit normalen Typen umgebe, sondern immer wieder mit Rockern. Nun – jetzt habe ich einen normalen Typ.“
Am Weihnachtsabend wurden sie im Park von Andersons Anwesen vom Pastor getraut, wo sich auch schon ihre Eltern das Jawort gaben. „Sie sind immer noch verheiratet. Ein gutes Omen“, meint Anderson lachend. „Wegen des Corona-Virus hatten wir niemanden eingeladen, nicht einmal meine Kinder Brandon, 23, und Dylan, 22“, berichtet sie. Die Söhne stammen aus ihrer ersten Ehe (1995–1998) mit dem Schlagzeuger und Skandalrocker Tommy Lee von der Band „Mötley Crüe“. Für ihre Kinder hat Anderson auf ihrem Anwesen sogar eigene Häuschen, in denen sie bei Besuchen wohnen. Ihre Eltern finden dagegen im Haupthaus Platz. „Meine Mutter malt viel, und Papa sitzt auf dem Rasenmäher, wenn das Wetter es erlaubt.“

Hochzeit mit Gummistiefeln und veganer Torte
Hochzeit Nummer sechs blieb wochenlang geheim. Erst in den vergangenen Tagen ließ Pamela Anderson die Welt an ihrem Fest teilhaben. Sie veröffentlichte Fotos, unter anderem von der veganen Kokosnuss-Torte und von ihrem Brautkleid. Es ist im Stil der vierziger Jahre gehalten, mit Satinunterrock, hellblauem Seidenbandkorsett, Tüllrock und einem langen „Prinzessin-Diana-Schleier“, den sie im Park durch den Matsch zog. Unter dieser eleganten Kombination steckten ihre Füße in Gummistiefeln. In der Nacht hatte es geschneit, in der Früh geregnet. Zudem ist der Garten matschig von den Bauarbeiten.
Schlicht ist der Ehering gehalten, ohne Diamanten. „Davon hatte ich schon genug in meinem Leben, daran bin nicht mehr interessiert.“ Wo die Hochzeitsreise hingehen soll, wenn Reisen wieder erlaubt sind, weiß das Hochzeitspaar noch nicht.

„Derzeit befinde ich mich dort, wo ich hingehöre“, erklärte die Braut in einem Hochzeitsvideo. „In den Armen des Mannes, der mich wirklich liebt. Allerdings gehört Mut dazu, um sich wieder zu verlieben.“
„Dieser Ort hier hat auf mich eine heilende Wirkung. Jeder Baum, jeder Strauch kennt mich, weil ich auf der Insel aufgewachsen bin. Hier finde ich Frieden. Ich habe die Welt bereist und bin wieder, wo ich geboren wurde. Heimzukehren und sich in jemanden zu verlieben, der so ist wie ich, ist wunderbar. Der Kreis schließt sich.“
Das freut auch die Nachbarn. „Während der Hochzeits-Zeremonie sind von Andersons Grundstück her Trommelschlag und die kanadische Nationalhymne aus Lautsprechern zu hören gewesen“, berichtet eine Nachbarin. „Alle auf der Insel sind glücklich, dass einer unserer Burschen ein Mädel von uns geheiratet hat. Wäre Anderson nicht in jungen Jahren als Modell weggezogen, hätten sich die beiden vielleicht viel früher verliebt. Nun hoffen wir, dass ihre neue Verbindung länger hält als ihre früheren – ich meine: für immer.“

Anderson schreibt Memoiren und Briefe an Politiker
Nach ihrer abrupten Trennung zuletzt vom Film-Mogul Peters ging in Hollywood gar das Gerücht um, er habe Andersons Schulden von 200.000 Dollar beglichen. Darauf erwiderte sie wütend: „Ich brauche niemanden, um meine Rechnungen zu bezahlen. Ich besitze ein Zehn-Millionen-Dollar-Haus in Malibu (US-Staat Kalifornien). Es ist um 40.000 Dollar im Monat vermietet.“
Allerdings räumte sie ein, sie habe von diesem „Ex“ einen Scheck über 100.000 Dollar erhalten. Er habe ihn ihr mit den Worten „Nichts für ungut“ in die Hand gedrückt.
Die Affäre mit Jon Peters ist nun vergessen. Anderson hat ein neues Leben begonnen. „Ich bin voll beschäftigt“, meint die 53jährige lachend. „Von mir wird noch vieles kommen.“ Im Bootshaus unten am Wasser schreibt sie jeden Tag in der Früh von fünf bis sechs Uhr an ihren Memoiren und formuliert Briefe an Politiker, die sie zum Tierschutz aufruft. „Ich dichte auch und schreibe Kurzgeschichten.“

Daneben widmen beide dem Tierheim der Insel viel Zeit. Anderson hat den örtlichen Tierschützern erlaubt, ihr Bild zusammen mit dem Foto eines geretteten Schweines auf großen Werbeplakaten zu veröffentlichen. „Erbarmen ist immer sexy“, lautet der Text dazu. „Ich habe im Leben viele Fehler gemacht“, resümiert die Schauspielerin. „Aber ich bin felsenfest davon überzeugt, endlich jetzt mit Dan den Richtigen gefunden zu haben.“
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