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Ausgabe Nr. 52/2020 vom 21.12.2020, Fotos: ddp images, Smi Col (Sony Music)
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Der Brite Robbie Williams, 46, wird zu Weihnachten viel essen.
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Williams hat sein erfolgreiches vorjähriges Weihnachtsalbum um ein Lied ergänzt. Ein
Duett mit seiner Tochter Teddy ist auch drauf.
„Ich hau‘ mir alles rein, was da ist"
Er ist mit seinen vier Kindern und seiner Frau Ayda Field von seinem amerikanischen Zuhause in Los Angeles nach England gekommen, um in seinem noblen Haus in London Weihnachten zu feiern. Ja, Robbie Williams, 46, will das Fest der Liebe mit seiner Familie und dem kranken Vater würdig begehen. Trotz Corona-Krise, das hat er dem WOCHE-Reporter Steffen Rüth in einem Video-Telefonat erzählt. Und warum es in seinem Haus ein „Team A“ und ein „Team B“ gibt. Die Ergänzung seines vorjährigen Weihnachtsalbums „The Christmas Present“ um das Lied „Can‘t Stop Christmas“ wurde natürlich auch angesprochen.
Herr Williams, die Video-Telefonie macht es möglich. Ich sehe, Sie wirken recht frisch, sind Sie derart ausgeruht?
Danke, ich weiß. Wenn ich zu Hause bin, ist jeder Tag gleich, und damit ist auch mein Tagesablauf in jeder Hinsicht normaler und planbarer. Ich habe regelmäßig Sport getrieben und viel gesünder gegessen. Wenn ich arbeite, neige ich dazu, viel zu viel und zu ungesund zu essen. Oder ich falle erst um fünf Uhr in der Früh ins Bett, weil der Abend voll ist mit Arbeit. Während der Corona-Krise ist es mir deutlich leichter gefallen, wie ein normaler Mensch zu leben.
Sie sind Anfang des Jahres zum vierten Mal Vater geworden. Es war wohl für Sie auch schön, Ihrem Sohn Beau beim Aufwachsen zuzusehen?
Oh ja, das stimmt. Aber er ist ja schon der Vierte. Wir haben die Kinder jetzt quasi in zwei Teams aufgeteilt. Die beiden Älteren, Teddy, 8, und Charly, 6, sind unser „Team A“, Colette, 2, und Beau, 11 Monate, sind „Team B“. „Team A“ kann schon gewisse Aufgaben erledigen, Mist bauen, lachen und mit uns reden bis zum Umfallen. „Team A“ bekommt viel persönliche Zeit mit den Eltern. „Team B“ hat noch einiges aufzuholen.

Ihre Tochter singt gemeinsam mit Ihnen das Lied „Home“ auf Ihrem Weihnachtsalbum „The Christmas Present“. Ist sie darauf stolz?
Teddy wollte unbedingt dabei sein. Aber das war vor mehr als einem Jahr. Jetzt will sie lieber alles alleine machen. Sie ist wie ich, als ich bei „Take That“ war (lacht). Es macht Spaß, ihr dabei zuzuschauen.
Waren Sie ähnlich drauf in diesem Alter? Ihr Vater war ja ein Unterhaltungskünstler?
Der Unterschied ist: Wir haben ein Tonstudio im Haus, und Teddy kann dort hinein und sich einbringen. Als ich acht war, konnte ich nicht zu meinem Vater auf die Bühne klettern. Aber wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, wäre ich wie Teddy gewesen.
Ihre neue Single „Can‘t Stop Christmas“, deren Text sich um Weihnachten im Corona-Jahr dreht, ist einerseits amüsant und voller Humor, aber der Text ist auch ganz schön ernst für Ihre Verhältnisse – Sie singen beispielsweise, dass sich das Leben gerade anfühle, als seien wir im Krieg …
Humor ist Teil meiner Persönlichkeit. Mit ernsten Themen gehe ich so um, dass ich versuche, auch darüber zu lachen. Ich liebe dunkle, finstere Witze. Und doch steckt in dem Lied viel Aufrichtigkeit. So war mein Jahr – traurig und zugleich aufbauend. Tragisch und doch auch lustig.
Wie werden Sie Weihnachten feiern?
Wir sind hier zuhause in England, mit der Familie und ein paar Freunden. Ich liebe Weihnachten. Und wir werden alles dafür tun, dass es ein sicheres Weihnachten wird. Auch mein Vater kommt zu uns.
Sie haben vor einigen Monaten darüber gesprochen, dass Ihr Vater gesundheitlich angeschlagen ist. Er leidet an Parkinson. Wie geht es ihm?
Ehrlich, es geht ihm gar nicht schlecht. Manchmal ist jedoch zu erkennen, dass er nicht mehr so schnell denken kann wie früher. Er bekommt jetzt neue Medikamente. Ich hoffe, sie helfen ihm.
Haben Sie Weihnachtsrituale?
Jeder bekommt einen Stiefel, voll mit Schokolade und anderem Süßzeug. Und wir ziehen alle den gleichen Schlafanzug an und rennen darin um den Christbaum.
Sie trinken längst keinen Alkohol. Wie sieht‘s mit gutem Essen aus?
Stimmt, mein Verlangen nach Rauschmitteln ist verflogen. Was das Essen angeht – gut, ich werde nichts kochen, aber ich will mir alles reinhauen, was da ist. Ein Mal im Jahr ist das erlaubt.
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