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Ausgabe Nr. 40/2020 vom 29.09.2020, Fotos: Robert Sommerauer, Judith M.Troelss, Tom Lamm
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Familien-Weingut Oberer Germuth
Glanzer Kellerstraße 34
8463 Glanz an der Weinstraße
Tel.: 03454/67340
wein@oberergermuth.com
www.weingut-germuth.com
Buschenschank geöffnet:
Do. bis So., ab 14 Uhr bis Ende November
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Mit unermüdlicher Arbeit um das Wohl der Gäste bemüht.
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Knuspriges Brüst'l.
Feiner Genuss nach Resi-Omas Rezept
Am Familienweingut Oberer Germuth in Glanz (Stmk.) leben drei Generationen unter einem Dach. Stets bemüht, den Gästen das Beste aus unmittelbarer Nähe zu servieren, laden die Resi-Oma, Herbert und Heidi Germuth sowie die drei „Juniors“ zum Genießen ein.
Wenn sanfte Hügel, gutes Essen, edle Weine und gastfreundliche Menschen zusammenfinden, handelt es sich um einen glücklichen Zufall oder um einen Platz zum Wohlfühlen. So einer ist der Buschenschank Oberer Germuth in der südsteirischen Gemeinde Glanz. Er darf sich mit dem Prädikat „ausgezeichnet“ schmücken, was ihn zu einem der 70 besten Buschenschänken der „grünen Mark“ macht.

Die Gäste werden mit edlen Tropfen, die das 6,5 Hektar große Weingut hervorbringt, und mit regionalen Köstlichkeiten wie Geselchtem, Käferbohnensalat, Bauernbrot und Mehlspeisen verwöhnt. „Wir servieren unseren Gästen nur das Beste, das die Umgebung rund um uns zu bieten hat, das ist unser Grundsatz“, versichert Herbert Germuth, 55, das Oberhaupt der Familie, die seit knapp 20 Jahren das Weingut führt und im Jahr 2006 ihren Buschenschank eröffnete.

Theresia Germuth, 75, von allen „Resi-Oma“ genannt, und ihre Schwiegertochter Heidi Germuth, 53, sind die Chefinnen in der Küche. Die Söhne Markus, 25, und Matthias, 19, helfen am Wochenende im Service. „Das Lieblingsessen unserer Gäste ist unser täglich frisch gebratenes Brüst‘l, ein knusprig gebratenes Bauchfleisch mit Kren, Senf, Bratlfett und Gemüse (6,90 Euro) nach uraltem Rezept, auf das unsere Resi-Oma schwört“, schmunzelt Heidi Germuth.

Beliebt ist auch das „Dreierlei vom Rohschinken“ (9,90 Euro). Zu aromatischem Winzerrohschinken, feinem Edelschopf-Speck und zartem Muskateller-Schinken werden Aufstrich und Gemüse serviert. Die „Winzerjause“ ist ein Potpourri aus traditionellem steirischem Kübelfleisch (zubereitet aus feinstem Geselchtem), Verhackertwürstel, Essiggurkerl, Kren und Ei (7,00 Euro).

"Winzer-Jause" und "Wilderer Teller"
Auf dem „Wilderer Teller“ vereinen sich würziger Hirschrohschinken, Rehwürstel und Hirschsalami verfeinert mit Rosmarin in Rotweingelee (9,90 Euro). Delikat schmeckt der Käferbohnensalat mit Rindfleisch, verfeinert mit Rettich oder Kren (5,70 Euro).
„Auch die Fleisch-Verweigerer kommen bei uns nicht zu kurz“, sagt Heidi Germuth. Für den fleischlosen Genuss stehen Bio-Käse-Variationen aus Rotem Brie, Rohmilch-Camembert, Fasslkäse, Steirerschimmel und Steirischem Kürbiskernkäse (9,70 Euro) oder ein knackiger Vitalsalat mit Blattsalaten, Käferbohnen, Äpfeln, Nüssen, und Kürbiskernen (5,50 Euro).

Nicht außer Acht zu lassen sind die Mehlspeisen der beiden „Meister-Köchinnen“. „Ich backe für mein Leben gerne“, schwärmt die Wirtin. Eine ihrer Spezialitäten ist der Germ(uth)-Strudel (2,80 Euro), ein Germstrudel mit feiner Nussfülle. „Neben unserer Cremeschnitte und den Germkipferln erfreut unser Germ(uth)-Strudel die Gaumen der ,Mehlspeistiger‘. Im Herbst werde ich unsere Gäste wieder mit meiner Kastanienschnitte verwöhnen“, versichert sie.

Edle Weine wie Welschriesling, Weißburgunder, Gelber Muskateller, Altsteirer, Blauer Wildbach, Gewürztraminer, Morillon und Blauer Zweigelt runden die kulinarischen Köstlichkeiten ab. Im Keller hat Jungwinzer Stefan Germuth, 23, das Kommando übernommen. „Mir ist der Wein in die Wiege gelegt worden. Für mich war immer klar, dass ich Winzer werde“, sagt der junge Kellermeister. Einen herausragenden Wein in die Flaschen zu bringen, sei jedes Jahr eine neue Herausforderung für ihn. „Da gibt es kein endgültiges Rezept, aber genau das ist das Spannende an meiner Arbeit“, sagt Germuth.
Gemeinsam mit sechs weiteren Jungwinzern hat er die Marke „Die Sieme“ (diesieme.com) entwickelt. „Nach dem Motto ,Gemeinsam sind wir stärker‘ gilt unser Hauptaugenmerk dem Sauvignon Blanc“, erzählt der Wein-Macher.

Markenzeichen der „Ger“muth-Weine ist der Speer. Das althochdeutsche Wort „Ger“ bedeutet Speer. „Der ,Speer‘ steht für die Gebietsweine, die „Speerspitze“ für die eher kräftigeren Ortsweine und den „Goldspeer“ tragen die Weine aus unseren zwei wertvollen Rieden Oberglanz und Kaltenegg“, erklärt Herbert Germuth und zeigt dabei von der Sonnenterrasse auf die umliegenden Weingärten.

Wer sich von der schönen Umgebung, dem guten Essen, den ausgezeichneten Weinen und den herzlichen Wirts- und Winzer-Leuten nicht so rasch wieder trennen möchte, hat die Möglichkeit, im angrenzenden Gästehaus zu übernachten. Gut ausgeschlafen, bietet es sich an, den Weinkeller zu besichtigen und bei einem Spaziergang oder mit dem Fahrrad die idyllische Landschaft der Glanzer Weinberge zu erkunden.

Knuspriges Brüst'l
Zutaten:
etwa 1,5 kg Bauchfleisch, Salz, Kümmel, Knoblauch,
1 EL Schweinefett
Zubereitung:
Das Fleisch mit Salz, Kümmel und Knoblauch würzen. Die Schwarte rautenförmig einschneiden und das Fleisch mit der Schwarte nach unten in eine Form geben. Das Schweinefett zugeben.
Etwa 2 Stunden im Backofen braten. Nach einer Stunde den Braten mit der Schwarte nach oben drehen, damit diese knusprig wird.
Zum gebratenen Brüst‘l werden Senf, Kren, Essig­gurkerl, Pfefferoni und saisonales Gemüse serviert.

Getränke-Tipp:
Sauvignon Blanc Leutschach DAC 2019 „Sieme“,
13 Vol. % (1/8 l für 2,80 Euro)
Intensive Holunderblüte mit fruchtigem, lang anhaltendem Nachhall.
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