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Ausgabe Nr. 37/2020 vom 08.09.2020, Foto: Judith M.Troelss
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Cosima Arabella-Asereba Kiesbauer wurde am 8. April 1969 in Wien geboren, wo sie auch aufgewachsen ist. Bekannt wurde sie mit der ORF-Jugendsendung „X-Large“ (1987 bis 1993) und mit der ProSieben-Talkshow „Arabella“ (1994 bis 2004). Seit 2014 moderierte sie „Bauer sucht Frau“ (ab 23. September, ATV, 20.15 Uhr).

Seit 2004 ist Arabella Kiesbauer mit dem Wiener Unternehmer Florens Eblinger, 46, verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder. Tochter Nika wurde 2007 geboren, drei Jahre später kam Sohn Neo zur Welt. Die Familie lebt in Wien.
"So gut wie Oma koche ich nicht"
Aufgrund der Corona-Krise im Frühjahr gestoppt, bringt Puls4 seine Musik-Rate-Show „The Masked Singer Austria“ (Di., 15.9., 20.15 Uhr) zurück auf die Fernsehschirme. Die Moderatorin Arabella Kiesbauer freut sich auf die maskierten Sänger. Zum einen, weil sie selbst mit ihrer Familie gerne Rätsel löst. Zum anderen, weil Spaß und Unterhaltung in Zeiten wie diesen wichtig sind.
Frau Kiesbauer, wie schwierig ist es, in Corona-Zeiten eine Show wie „The Masked Singer Austria“ über die Bühne zu bringen?
Zunächst überwiegt bei uns allen die Freude darüber, dass es nach der Corona-Pause weitergeht, allerdings unter veränderten Bedingungen. Erst am 15. September wird die Show mit neuen Folgen fortgesetzt. Zum einen wird „The Masked Singer Austria“ nicht mehr am Samstag, sondern am Dienstag ausgestrahlt. Zum anderen haben wir uns dafür entschieden, nicht live zu produzieren. Dem Spaß, wenn Zauber und Musik aufeinandertreffen, wird das keinen Abbruch tun.

Als erster ist der als „Falke“ verkleidete britische Sänger James Cottriall ausgeschieden. Hat die Premiere im März den erwarteten Erfolg gebracht?
Mit der Auftakt-Show im März ist es uns gelungen, viele Zuseher zu begeistern. Die erste Demaskierung verfolgten 311.000 Zuschauer. Eine Musik-Show wie diese ist gerade jetzt wichtig. Wir bieten mit unseren maskierten Sängern unterhaltsame und liebenswerte Momente zum „Runterkommen“.

Hätten Sie selbst Lust gehabt, mit Maske zu singen?
Nein, wobei ich jeden einzelnen bewundere, der sich hinter seinem umwerfenden Kostüm verbirgt. Ich hätte dafür nicht den Mut. Es geht ja vorrangig ums Singen. Was das betrifft, fehlt es mir an Selbstbewusstsein.

Dabei haben Sie früher einmal gesungen …
Damals war ich jung, unbedarft und nervös, als ich mit dem früheren „Starmania“-Kandidaten Michi Tschuggnall das Lied „Fame“ gesungen habe. Ich hatte zwar wenig Text, aber umso größere Angst, die fünf Zeilen zu vergessen (lacht). Also ließ ich das Singen sein, sagte zu mir „Schuster, bleib bei deinem Leisten“ und blieb beim Moderieren.

Haben Sie gezögert, als Ihnen angeboten wurde, „The Masked Singer Austria“ zu moderieren?
Überhaupt nicht, ich war gleich Feuer und Flamme. Das Showformat, das schon in mehreren Ländern zu sehen war, ist für mich das größte und geheimnisvollste Musik-Rätsel. Jeder Zuschauer hat sein eigenes Kino im Kopf und wird zum Detektiv.

Lösen Sie gerne Rätsel?
Und wie, am liebsten mit meinen Kindern. Das ist bei uns zuhause ein Familienspaß, jemanden zu bespitzeln, auszuspionieren und den detektivischen Spürsinn einzusetzen. Nika und Neo hat das Rätselfieber schon bei der ersten Ausgabe gepackt. Gemeinsam mit ihrem Papa werden sie vor dem Fernseher rätseln, wer hinter den Masken stecken könnte.

Kann die Sendung den Charme großer Shows, wie wir sie von früher kennen, neu beleben?
Durchaus, denn die Menschen mögen die Mischung aus Musik und Ratespaß, wie schon „The Voice“ bewiesen hat. Ich erinnere mich noch gut, als ich mir mit Oma und Mama „Einer wird gewinnen“ oder „Wetten, dass …?“ angeschaut habe. Das war feinste Unterhaltung. Wenn ich an die großen Showmaster denke, werde ich ein bisschen nostalgisch.

Wissen Sie, wer hinter den Masken steckt?
Ich gehöre nicht zum winzigen Kreis der Eingeweihten. Für mich als Moderatorin ist das ein völlig neues Gefühl. Ich rätsle genauso mit wie das Publikum und unser Rate-Team.

Sie müssen beim Moderieren also spontan sein …
Ja, aber das fällt mir leicht, weil ich von Natur aus spontan bin. Zum Glück arbeitet rund um mich ein Team. Meine Aufgabe ist, das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes über die Bühne bringen. Den „Yeti“ musste ich bei der Premiere-Sendung sogar auf die Bühne begleiten, weil der gar so schüchtern ist.

So schüchtern, wie Sie als Kind waren?
Ich war tatsächlich scheu. Meine Mutter hätte nie gedacht, mich je als Fernsehmoderatorin zu erleben. Bis zu dem Tag, als sie sagte, „Aha, unsere Arabella kann ja doch reden, und zwar wie ein Wasserfall.“ Bis heute habe ich noch einen Teil dieser schüchternen Seite, die ich vor der Kamera natürlich nicht auslebe.

Was wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen?
In erster Linie werde ich darauf achten, regelmäßig Urlaub zu machen. Das ist wichtig, um die Batterien aufzuladen und den Horizont zu erweitern. Nach meinem vergangenen Urlaub wusste ich, dass ich gut abschalten kann. Ich hatte sogar vergessen, auf welchem Stockwerk bei „Puls 4“ der Schminkraum ist.

Das heißt, Sie legen Wert darauf, genügend Zeit für Ihre Familie zu haben?
Wie wahrscheinlich alle berufstätigen Mütter habe ich manchmal das Gefühl, dass mir die Zunge raushängt. Kaum bin ich mit der Anprobe für eine Sendung fertig, eile ich nach Hause. Meine Kinder interessiert es überhaupt nicht, ob ich geschminkt bin oder schöne Kleider anhabe. Da bin ich einfach die Mami. Sobald ich mich abgeschminkt habe, wird herumgeschmust, gerauft und gemeinsam gekocht.

Kochen Sie gerne?
Was das Kochen und Essen betrifft, bin ich mehr als verwöhnt. Meine Großmutter Elisabeth war Sudetendeutsche und eine Meisterin der böhmischen Küche, für mich die beste Küche überhaupt. Ihre Powidltatschkerln bleiben mir ewig in Erinnerung. Ich kann lange nicht so gut kochen wie meine Oma. Obwohl wir jeden Tag frisch kochen, unter der Woche stehe ich am Herd, am Wochenende mein Mann.

Mit dem Sie seit mittlerweile 16 Jahren verheiratet sind. Haben Sie ein Rezept fürs Ehe-Glück?
Nein, aber ich spreche oft mit älteren Ehepaaren, zum Beispiel mit den Eltern der Bauern in meiner ATV-Sendung „Bauer sucht Frau“. Die sind noch viel länger verheiratet, als ich es bin. Die meisten dieser Paare sagen, dass es nur dann funktioniert, wenn bei beiden fest im Kopf verankert ist, dass sie miteinander ihren Weg gehen wollen. Und Kompromisse gehören natürlich in jeder Beziehung dazu. Wenn jeder ohne Rücksicht und stur sein Ego-Programm fährt, wird eine Ehe sicher nicht gutgehen.
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