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Ausgabe Nr. 34/2020 vom 18.08.2020, Fotos: instagram, picturedesk.com
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Die amerikanische Sängerin Katy Perry freut sich aufs erste Kind.
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Mit Orlando Bloom.
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Katy Perry will ein Lächeln ins Gesicht der Menschen zaubern.
"Meine Tochter wird einmalig sein"
Sie ist nach wie vor umtriebig. Obwohl die Geburt ihres ersten Kindes bevorsteht. Vater ist der Schauspieler Orlando Bloom, 43. Beim Gespräch mit der WOCHE-Reporterin Katja Schwemmers zeigte sich die amerikanische Sängerin Katy Perry, 35, zwar hochschwanger, aber noch entspannt und trank genüsslich ein Glas Sellerie-Saft. Neben der bevorstehenden Geburt war aber natürlich das neue Werk der Künstlerin „Smile“ (kommt am 28. August in den Handel) Thema des Gespräches.
Frau Perry, was wird denn zuerst kommen, Ihr Kind oder das neue Album „Smile“?
Es wird ein enges Rennen. Aber ich persönlich glaube, dass meine Tochter spät dran sein wird. Einfach, weil sich ihre Mutter auch immer schwer tut mit der Pünktlichkeit.

Ist es eine gute Zeit, um ein Kind zu bekommen?
Ich hatte es von langer Hand so geplant, dass ich die Platte rausbringe, aber dieses Jahr nicht auf Tour gehen werde, sondern zu Hause bleibe. Was ich nicht wissen konnte, ist, dass das eigentlich für alle gilt – wenn auch aus anderen Gründen. Insofern muss ich keine Angst haben, etwas zu verpassen. Es ist nur verlängerte Quarantäne.

Als Sie vor drei Jahren Ihr Album „Witness“ veröffentlichten, haben Sie sich ein Wochenende lang rund um die Uhr begleiten lassen und die Menschen konnten übers Internet mit dabei sein. Sie weinten während einer Therapiesitzung, wünschten sich Mann und Partner an Ihre Seite …
Beides habe ich nun glücklicherweise. Ich fühle mich viel geerdeter, habe Balance im Leben und Perspektive. Es dreht sich nicht mehr nur um mich oder den nächsten großen Hit von Katy Perry. Ich bin ein vielschichtigerer Mensch geworden, weil ich mich etwas aus dem Rattenrennen des Musikgeschäftes ausgeklinkt habe. Wenn ich Lust habe, den Kinderwagen zusammenzubauen, etwas Neues zu lernen oder einfach vor die Tür zu gehen, dann tue ich es.

Wann hat es denn aufgehört, Spaß zu machen?
Während der „Witness“-Tour. Alles drehte sich nur um meine Karriere. Ich setzte oft ein falsches Lächeln auf und habe alle geblendet. Denn eigentlich war ich depressiv. Die vergangenen zweieinhalb Jahre waren das dunkelste Kapitel meines Lebens. Oft ahnt niemand, welche Kämpfe Menschen mit sich austragen. Denn viele, die depressiv sind, sind gute Schauspieler – das war bei mir nicht anders.

Aber die Geschichte hat ja ein Happy-End.
Deshalb habe ich das neue Album „Smile“ getauft. Ich habe bei der Arbeit an den Liedern mein Lächeln wiedergefunden. Immer, wenn ich zu dieser Platte zurückkehre, soll sie mich daran erinnern, dass ich Krisen meistern kann. Die Lieder handeln von Belastbarkeit und jeder Menge Hoffnung. Viele Menschen gehen gerade durch eine dunkle Zeit. Musik hat mir immer geholfen, vor allem, als ich aufwuchs. Sie öffnet uns, bringt uns wieder auf die Spur. Das ist es, was diese Platte für mich machte. Mich haben diese Lieder geheilt. Und vielleicht können sie das auch für andere Menschen tun.

Sie sind seit Februar 2019 mit dem Hollywood-Schauspieler Orlando Bloom verlobt. Als Frau mit christlich-religiösem Hintergrund war anzunehmen, dass Sie vor der Niederkunft heiraten würden …
Ich bin zwar Pastorentochter, habe die Glaubenssätze meiner Eltern aber nicht zwingend übernommen. Orlando und ich haben definitiv versucht, in diesem Jahr zu heiraten. Aber die Hochzeit wurde abgesagt. Und jetzt konzentriere ich mich erst einmal auf das Naheliegendste, die Mutterschaft.

Haben Sie Respekt vor der Aufgabe, für ein anderes Wesen Verantwortung zu übernehmen?
Oh ja. Sehr sogar. Meine Tochter wird herauskommen, mich mit großen Augen ansehen und mir vermitteln, dass es ihr völlig egal ist, dass ich Katy Perry bin. „Los, füttere mich, gib mir die Brust, wechsle die Windeln, bring mich ins Bett. Und mach es wieder und wieder und wieder.“ Und wenn sie etwas nach mir kommt, wird sie auch eine rebellische Ader haben. Den Mittelfinger hatte sie mir ja schon auf dem Ultraschall-Bild gezeigt. Ich denke, da wird einiges auf mich zukommen, womit ich dann umzugehen habe. Aber ich freue mich auf alles, was kommt.

Orlando Bloom ist bereits Vater eines neunjährigen Buben. Ist es gut, einen Partner zu haben, der das alles schon mitgemacht hat?
Definitiv. Ich bin auf vielfältige Weise dankbar, dass er schon durch diesen Prozess gegangen ist. Er zeigt viel Verständnis. Aber es sind fast zehn Jahre vergangen, Wissenschaft und Medizin entwickeln sich weiter. Wir beide lernen jeden Tag. Und natürlich wird unser Kind einmalig sein.
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