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Ausgabe Nr. 28/2020 vom 07.07.2020, Foto: Fotograf & Fee
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Mit dem „Mountaincart“ den Berg hinunter.
Wandern mit Kindern
Sich in der Natur zu bewegen, ist entspannend. Aber gerade mit Kindern darf es gerne etwas mehr sein. Themenwege bieten Unterhaltung entlang der Strecke. Am Hauser Kaibling (Stmk.) dreht sich alles um das Schaf, im Montafon (V) geht es mit dem Fernglas ins Freie und in Mönichkirchen (NÖ) wird geschaukelt.
Wie viele Schafe sind das wohl? „Ich zähle 38“, sagt der zehnjährige Florian. „Nein, das sind sicher 56. Ach, jetzt hat sich eines bewegt. Ich muss wieder von vorne zu zählen beginnen“, sagt seine Schwester Nathalie. Der Schäfer Franz Secklehner, 65, kann den beiden helfen. Er kennt die Anzahl seiner Schäfchen genau. „Zur Herde gehören 800 Schafe“, erzählt der Schäfer. In den Sommermonaten ist er mit den Tieren jeden Tag am Hauser Kaibling in Haus im Ennstal (Stmk.) unterwegs.

Die Tiere laben sich von Mai bis September an den sattgrünen Gräsern und Almwiesenkräutern. Die teilweise steilen Flächen, auf denen im Winter die Schifahrer unterwegs sind, werden mithilfe der Schafe natürlich gedüngt und durch die Bewegung der Herde befestigt. Die tierischen Rasenmäher dienen der umweltschonenden Pistenpflege. „Insgesamt beweidet meine Herde 1.400 Höhenmeter, vom Talboden auf 750 Meter bis zur Bärfallspitze mit 2.150 Meter“, erklärt Secklehner.

Wer dem Schäfer Franz an seinem idyllischen Arbeitsplatz begegnen möchte, folgt dem Schafsinn-Rundweg. Nach der Auffahrt mit der Seilbahn geht es auf 5,6 Kilometern rund um den Gipfel des Hauser Kaibling.

Unterwegs lernen die Besucher Wissenswertes über die Schafe. Während einer Weideperiode fressen die Tiere etwa eine Million Kilo Gras, Kräuter und Blätter von den Sträuchern. Der Pfad führt auch zur Forschungsstation. Hier wird geklärt, wie sich die Weidehaltung auf die Tiere und den Pflanzenbestand auswirkt. In den Rundwanderweg ist auch der neue Kinder-Erlebnisweg eingebaut, auf dem sich Besucher an mehreren Stationen austoben und Rätsel rund um das Schaf lösen können.
Den Rätselpass gibt es in der Talstation der Bergbahn.

Entlang des Weges können sich die Wanderer im Berggasthof Scharfetter, in der Krummholzhütte und im Schutzhaus Kaibling Alm stärken. Information:
Tel.: 03686/2234-34, www.schaferlebnis.at


Das Vorarlberger Montafon ist ein Paradies für Entdecker. Ausgerüstet mit Fernglas, Maßband, Kompass, Stoppuhr und Thermometer sind die kleinen Besucher auf den „Gagla Wegen“ unterwegs. Die Utensilien samt Rucksack erhalten Wanderer kostenlos in den Tourismusbüros. „Gagla“ heißt im Montafonerischen „Kinder“.

„Die Montafoner Ortschaften können spielerisch erwandert werden. Insgesamt gibt es neun Kinderwege zu entdecken“, erzählt Roland Fritsch vom Tourismusverband Montafon, der die „Gagla Wege“ mitentwickelt hat. Jeder Ort widmet sich einem speziellen Thema. In Gargellen, dem höchstgelegenen Dorf im Montafon, folgen die Ausflügler dem Schmugglerweg. Dort erleben sie gleich zu Beginn den ersten Nervenkitzel. Barfuß geht es über Sand, Kiesel und durchs Wasser.

Auf dem Silberpfad am Kristberg erleben die Besucher die Geschichte des Bergbaus. Der 2,7 Kilometer lange Rundwanderweg bietet zwölf interaktive Stationen. Unterwegs wird immer wieder das Fernglas gezückt, um nach Tieren Ausschau zu halten oder den Umfang der Bäume mithilfe des Maßbandes zu errechnen.

„Mit den Werkzeugen aus dem Rucksack ist jede Wanderung spannend. Nebenbei lernen die kleinen Abenteurer auch etwas über das Tal, in dem sie Urlaub machen“, sagt Fritsch.
Information: Tel.: 050 6686, www.montafon.at


Abkühlung an heißen Sommertagen verspricht der Lebensweg in Mönichkirchen (NÖ). Am Themenweg „Lebenswasser“ beschäftigen sich die Besucher mit Fragen über den Wasserkreislauf. Der Beginn des 2,7 Kilometer langen Weges befindet sich bei der Talstation des Sesselliftes auf 1.000 Meter Seehöhe. Die Strecke führt zunächst zum Wasserpark, wo sich das Salaerium befindet. Im Glasbau umfängt die Besucher ein herrlicher Duft nach Wald. Die Luft ist mit feinen Salzpartikeln angereichert. Danach geht es weiter zu Kneippbecken, einer Schauquelle im Wald, einem Teich und einem Biotop, ehe die Mönichkirchner Schwaig auf 1.200 Meter Höhe erreicht wird.

Oben angekommen, können die Ausflügler entweder in einem Gasthof einkehren oder sie folgen dem Schaukelweg. Auf der knapp drei Kilometer langen Strecke gibt es 17 Schaukeln und Rutschen zum Austoben. Am Ende des Rundwanderweges bietet die Aussichtsplattform „Almschaukel“ schöne Ausblicke. Hinunter ins Tal geht es entweder zu Fuß, mit dem Sessellift oder abenteuerlich.
Auf einem Roller oder einem Mountaincart sausen Besucher rasant und kurvenreich hinab.
Information: Tel.: 02622/78960, www.wieneralpen.at
widlak
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