Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 22/2020 vom 26.05.2020, Foto: Troelß
Artikel-Bild
Wirt Alexander Plesnik (Mitte) mit seinem „Hexensitz“-Team.
Hexenküche mit zauberhafter Auswahl
In der idyllischen Wienerwald-Gemeinde Hinterbrühl erfreut Alexander Plesnik mit seinen Schmankerl-Menüs die Gaumen seiner Gäste. Mit seinem Team im Restaurant „Hexensitz“, zu dem er lieber „Wirtshaus“ sagt, setzt der Gastronom auf den ehrlichen Genuss.
Am 15. Mai, dem offiziellen Wieder-Eröffnungstag in der Corona-Zeit, waren wir komplett ausgelastet. Überhaupt waren wir an diesem ersten Wochenende sehr gut besucht. Nach zwei Monaten konnten es unsere Stammgäste kaum erwarten, uns zu besuchen, was uns überaus ehrt“, freut sich Alexander Plesnik. Vor zehn Jahren hat der Vollblut-Gastronom die Landhaus-Villa in der idyllischen Wienerwald-Gemeinde Hinterbrühl (NÖ) übernommen. Noch mehr freut es ihn, dass ihm die Gäste auch während der Betriebsschließung treu geblieben sind. „Stillstand kam für uns nicht in Frage. Mit unserem Abhol-Service haben wir den Kontakt zu ihnen aufrechterhalten und so viele Backhendl wie nie zuvor zubereitet. Das dürfte eine Speise sein, die selber zuhause nicht so gern zubereitet wird“, lacht der 49jährige.

Aber der Abhol-Service ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem Genuss-Erlebnis im Lokal. „Für viele ist der ,Hexensitz‘ ihr zweites Wohnzimmer“, meint Plesnik, der die Treue seiner Gäste zum einen auf „die Handschlagqualität und die ehrliche Küche“ zurückführt.
Zum anderen seien es seiner Ansicht nach die gemütliche
Gaststube und der lauschige Gastgarten mit glasüberdachter Terrasse, die Platz für 70 Personen bietet und von der aus der Blick hin zum Anninger reicht. „Von dort oben hat unser Gasthaus seinen Namen“, sagt Plesnik und zeigt auf den beliebten Ausflugsberg. „Am Berg trafen sich in der Walpurgisnacht Kräuterweiblein, um Salben und Tinkturen zu mixen, während sie über die Männer herzogen. An einem Baum hängt ein Taferl, auf dem ,Hexensitz‘ geschrieben steht“, erklärt der gebürtige Wiener, den es aufs Land gezogen hat. „Auch meiner beiden Hunde zuliebe“, weiß Plesnik die waldreiche Region zu schätzen.

Unterstützt wird er von seiner Lebensgefährtin Nora Leitner, 42, dem Oberkellner Klaus Kalkbrenner, 49, und seinem jungen Küchenchef Bernhard Handler, 25. „Nachdem unser langjähriger Küchenchef gekündigt hat, ist Bernie, der mir zufällig über den Weg gelaufen ist, ein echter Glücksfall“, lobt der Wirt den Gastronomie-Fachmann, der davor im Wiener „Rindfleich-Tempel“ Plachutta tätig war. „Ich freue mich über die Chance, weil hier die Herkunft und Qualität der Produkte im Vordergrund stehen. Es ist mir ein Vergnügen, den Kindern, die meist nur noch ein Fertig-Püree kennen, zu erklären, dass die feinen Bröckerln im Püree von echten Erdäpfeln stammen“, sagt der Jungkoch. Ihm liegt der unverfälschte Geschmack ebenso am Herzen wie seinem Chef. „Das Fleisch kaufe ich vom Fleischer Schöny in der Nachbargemeinde Perchtoldsdorf, den Fisch beziehe ich vom Gut Dornau, der Spargel stammt aus dem Marchfeld. Dass Qualität ihren Preis hat, wissen meine Gäste“, sagt der Wirt. „Wir bereiten Suppen, Saucen, Vinaigrette oder Suppeneinlagen wie Grießnockerln oder Leberknödel selber zu, da kommt nichts aus dem Packerl“, punktet der „Hexensitz“ mit Selbstgemachtem. Und mit der Idee, die sich „Exklusiv speisen zu sensationellen Preisen“ nennt.

„Bestimmte Anlässe erfordern einen außergewöhnlichen Gaumenschmaus“, ist Plesnik überzeugt. „Wenn ein Mann seiner Liebsten bei einem feinen Essen einen Heiratsantrag machen möchte, die Silberne Hochzeit oder ein runder Geburstag in der Familie gefeiert wird. Wie auch immer, unsere Gäste können sich ihr persönliches
Schmankerl-Menü zusammenstellen. Wobei drei Gänge um 40 und vier Gänge um 45 Euro zu haben sind“, setzt Plesnik auf ein „faires Preis-Leistungsverhältnis“.

Die Auswahl reicht von Saison-Spezialitäten wie Spargel-Erdbeer-Flusskrebs-Salat (12,90 Euro), Suppe vom Marchfelder Spargel (5,20 Euro) oder Zanderfilet mit Eierschwammerl-Risotto (24,50 Euro) bis hin zu Wirtshaus-Klassikern wie Suppe vom Wienerwald-Rind mit Leberknödel (4,80 Euro), Bio-Backhenderl mit Erdäpfel-Gurken-Salat (14,50 Euro) oder Cordon-Bleu vom Jungschwein (18,50 Euro). Und Palatschinken mit selbstgemachter Marillen-Marmelade (5,90 Euro) oder flüssiger Schokokuchen mit selbst zubereitetem Zwetschken-Eis (8 Euro) setzen dem „Schmankerl-Menü“ zum Abschluss die süße Krone auf.
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung