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Ausgabe Nr. 13/2020 vom 24.03.2020, Foto: Disney Enterprise
Unterhaltung für daheim und unterwegs
Disney-Filme auf Knopfdruck
Der „Disney“-Konzern hat eine neue Filmplattform auf den Markt gebracht. Auf „Disney+“ können alle Filmklassiker des Unternehmens, die Superhelden-Filme von „Marvel“, die „Krieg der Sterne“-Saga, die Animationsfilme von „Pixar“ und Dokumentarfilme von „National Geographic“ angeschaut werden. Die Inhalte können auf vier Geräten gleichzeitig abgespielt werden.
Alles begann mit einer kleinen Maus mit viel zu großen Ohren, die Walter Disney vor fast hundert Jahren auf Papier kritzelte. Die von ihm geschaffene „Micky Maus“ wurde das Markenzeichen der Filmfirma „Walt Disney“. Das Unternehmen wurde von Walter Disney gemeinsam mit seinem älteren Bruder Roy gegründet. Die beiden Amerikaner hatten sich damals nicht erträumt, welchen Höhenflug ihre Firma machen wird.

Die Zuschauer fieberten mit dem „König der Löwen“ mit, begaben sich mit der Meerjungfrau Arielle unter Wasser und erkundeten mit Aladdin auf seinem fliegenden Teppich den Orient. „Disney“ wurde bislang mit 26 „Oscars“ ausgezeichnet, kein anderes Filmstudio hat mehr erhalten. Nun brachte der Konzern seinen nächsten großen Streich auf den Markt. Seit dieser Woche sind die „Disney“-Produktionen im sogenannten Streamingdienst „Disney+“ zu sehen.

„Wer einen Internetzugang besitzt, kann sich per Knopfdruck 500 Filme, 350 Serien und 25 exlusive Originalproduktionen anschauen“, sagt Jessica Casano-Antonellis, die für „Disney+“ arbeitet. Die Sendungen lassen sich auf Geräten empfangen, die den Zugang zum Internet unterstützen. Dazu gehören Fernseher, Computer, Mobiltelefone und Spielekonsolen wie die „PlayStation 4“ oder die „Xbox One“.

Der Film-Dienst kostet pro Jahr 69,99 Euro und kann auf www.disneyplus.com bestellt werden. „Die Inhalte können auf vier Geräten gleichzeitig angesehen werden. Eine vierköpfige Famile muss somit nur ein einziges Abonnement abschließen. Jede Sendung kann auch heruntergeladen werden“, erklärt die Mitarbeiterin des „Disney“-Konzerns.

Jene Serie, die derzeit am meisten für Furore sorgt, ist „The Mandalorian“. Sie ist bereits in den USA, Kanada und den Niederlanden zu sehen, wo „Disney+“ bereits im vergangenen Jahr zu empfangen war.

Die Serie ist Teil des „Krieg der Sterne“-Imperiums. Ein Einzelkämpfer vom Volk der Mandalorianer verdient sein Geld als Kopfgeldjäger. Der Mann, der sich unter dem schicken Helm verbirgt, ist der Schauspieler Pedro Pascal, 44. Eines Tages erhält er den Auftrag, einen Fünfzigjährigen aufzuspüren. Doch als er die Person kennenlernt, ändert er seine Meinung und wird selbst zur Zielscheibe.

Um sein breit gefächerte Sortiment anbieten zu können, hat sich der Konzern in den vergangenen Jahren alles einverleibt, was die Kinokassen zum Klingeln brachte. „Disney“
kaufte die Produktionsfirma „Lucasfilm“ und besitzt nun die Rechte der „Krieg der Sterne“-Filme.

Zum Konzern gehört auch das Animationsstudio „Pixar“ und alle Superhelden-Streifen von Marvel. Mit dem Kauf des Filmstudios „Fox“ sind nun auch die Serien „Die Simpsons“ und „Modern Family“, die Kino-Erfolge „Avatar“, „Ice Age“, „Deadpool“ und die „X-Men“-Reihe Teil des Unternehmens.

Das bedeutet, dass diese Filme zukünftig nur noch auf „Disney+“ zu sehen sein werden. Die Konkurrenz kommt damit gehörig ins Schwitzen. Bisher haben die Internetanbieter „Netflix“ und „Amazon Prime“ Filme von „Disney“ gezeigt. Damit wird bald Schluss sein. Der Spinnenman „Spider-Man“, die Galaxie-Retter „Guardians of the Galaxy“ und die Prinzessinnen Anna und Elsa aus „Die Eiskönigin“ versprühen ihre Magie bald nur noch auf dem neuen Internetportal.

Das Sortiment auf „Disney+“ wird laufend erweitert. Neben der Ausstrahlung von alten Filmklassikern produziert der Konzern Serien, die ausschließlich auf „Disney+“ zu sehen sein werden. In der Serie „Timmy“ löst der gleichnamige Bub gemeinsam mit einem Eisbären Kriminalfälle. Der Film „Togo, der Schlittenhund“ thematisiert ein aktuelles Szenario. Der Hund „Togo“ muss ein Heilmittel in eine eingeschneite Stadt bringen. „Dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit“, sagt Casano-Antonellis.

Tiere bekommen die Besucher auch in Dokumentationen zu Gesicht. Zu „Disney“ gehört der Sender „National Geographic“, der über spannende Regionen und waghalsige Abenteuer berichtet. In „Free Solo“ versucht der Kletterer Alex Honnold ohne Seil den 1.000 Meter hohen Granitfelsen „El Capitan“ im Yosemite Nationalpark in den USA zu bezwingen. Der Film wurde mit dem „Oscar“ für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet und ist ab sofort auf „Disney+“ zu sehen. widlak
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