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Ausgabe Nr. 12/2020 vom 17.03.2020, Foto: AdobeStock
Tipps und Tricks für den Frühjahrsputz in der Waschküche
Richtig schmutzige Wäsche waschen
Kleine Teppiche, Stofftiere, Zierpölster oder Vorhänge. Beim großen Saubermachen am Beginn des Frühlings bekommen die Waschmaschinen besonders viel zu tun. Lesen Sie, wie Sie beim Wäsche-Waschen Zeit, Energie und Waschmittel sparen.
Er ist ein Fixtermin aller Hausfrauen und -männer, der große Putz am Beginn des Frühlings. Wiewohl bei Umfragen das Wäschewaschen zu den beliebtesten Tätigkeiten im Haushalt gehört, muss sich niemand mehr Arbeit machen als unbedingt notwendig. Wie das geht, verraten die folgenden Tipps und Tricks.

Der Frischekick für Wäsche

Die Tagesgarderobe muss am Ende des Tages nicht samt und sonders in die Schmutzwäsche. Nur Teile, die direkt auf der Haut getragen werden, kommen weg. Pullover, Hosen und Kleider können, sofern sie keine groben Flecken haben, mehrmals getragen werden.

* Kleider lüften:
Am Balkon, beim offenen Fenster oder im Bad, feuchte Luft beseitigt Gerüche und glättet Knitterfalten.

* Machen Sie Dampf:
Die Dampfbürste ist ein praktischer Helfer. Hosen und Blusen macht sie im Nu knitterfrei.
An die frische Luft hängen, Kleider werden frisch wie aus der Maschine.

* Schmutzpartikel ausbürsten:
Kleiderbürsten entfernen bei Anzügen, Mänteln und Hosen Staub und Schmutzpartikel.

* Ordnung halten:
Oberbekleidung nach dem Tragen und Lüften ordentlich zusammenlegen und im Schrank verstauen. Das macht Lust, sie noch einmal zu tragen.

* Mit Kälte gegen Geruch:
Ein Tipp von Levi‘s-Chef Chip Bergh lautet, Jeans, die getragen riechen, über Nacht in das Gefrierfach legen. Dann sind sie wieder frisch und behalten zudem ihre Farbe und Form. Flecken mit einem Schwamm oder einer Zahnbürste beseitigen. Ein Kanadier hielt seine Jeans so ein Jahr lang frisch.

Wäsche waschen, aber richtig

Durchschnittlich werden in unserem Land vier Kilo pro Mensch und Woche gewaschen. Wer richtig wäscht, spart Strom und Waschmittel und schont seine Kleidung. Viele Verunreinigungen, darunter Straßenstaub oder Schweiß, lassen sich mit niedrigen Temperaturen gut entfernen.

* Richtiges Programm:
Am energiesparendsten ist es, eine Waschmaschine im passenden Programm (etwa Baumwolle, 5 bis 7 kg) voll beladen meist mit niedriger Temperatur zu betreiben. Waschen Sie Wäsche mit 30 statt 40 Grad, spart das im Schnitt 15 Euro und vermeidet 35 Kilo CO2 im Jahr. Ab und zu weiße Wäsche mit 60 Grad waschen.

* Weniger Waschmittel notwendig:
Die neueste Generation von Waschmitteln hilft, die Waschtemperatur deutlich zu senken. Daher ist Vorwäsche fast immer entbehrlich und leicht verschmutzte T-Shirts oder Oberteile können sogar bei 20 Grad gewaschen werden ( = Kaltwasserprogramm).

* Keime abtöten:
Im feucht-warmen Inneren der Waschmaschine sammeln sich mit der Zeit Keime. Einmal im Monat ein Durchgang mit 90 Grad (etwa mit Handtüchern) macht ihnen den Garaus. Die Tür der Waschmaschine nach dem Waschen offen stehen lassen und den Gummifalz nach dem Ausräumen trocken wischen.

* Öfter an der Luft trocknen:
Wäsche, die im Garten oder in einem Trockenraum hängt, wird auch bei niedrigen Temperaturen trocken. Ein stromsparender Wäschetrockner verbraucht pro Trockenzyklus etwa zwei Kilowattstunden Strom. Das entspricht 0,59 Euro. Je niedriger die Restfeuchte in der Wäsche ist, desto weniger muss der Trockner arbeiten. Für „komplett trocken“ verbraucht das Gerät mehr Strom als für „bügelfeucht“.

Die Wahl des Waschmittels

Wir verbrauchen jährlich rund 90.000 Tonnen Waschmittel. Einige Anteile der enthaltenen Chemikalien können nicht von Kläranlagen gefiltert werden, gelangen ins Abwasser und belasten die Umwelt.

* Genaue Dosierung verringert die Belastung:
Verwenden Sie die Dosierhilfen, die den Produkten beiliegen.

* Umweltschonende Alternativen probieren:
Waschnüsse (Nüsse des Seifenbaumes, im Drogeriemarkt) sind ein nachwachsender Rohstoff und im Vergleich zu herkömmlichen Waschmitteln gut abbaubar. Selbst flüssige Rezepturen kommen ohne Enzyme, Phosphate, Duft-, Füll- und meist ohne Konservierungsstoffe aus. Dermatologische Untersuchungen belegen die Hautfreundlichkeit. Die Waschnüsse sind geruchsneutral. Laut Herstellerangaben werden Farben und Gewebe geschont. Bei der Verwendung von Schalen können die Reste über den Kompost oder Biomüll entsorgt werden. Ideal für leicht verschmutzte Wäsche.

* Fest vor Flüssig:
Waschpulver sind etwas nachhaltiger als Flüssigwaschmittel. Sie enthalten weniger Tenside und weniger Konservierungsstoffe. In vierzig Prozent aller Fest- und Flüssigwaschmittel findet sich aber Mikroplastik. Es gelangt über das Abwasser in unsere Böden und in unsere Nahrungskette. Lieber auf Waschmittel mit unabhängigem Öko-Siegel zurückgreifen.

* Weichspüler muss nicht sein:
Sind Handtücher unangenehm rau, wurden sie vermutlich in einem geschlossenen Raum getrocknet. Die von der Waschtrommel in Unordnung gebrachten Fasern werden dabei fixiert. Ein Trockenraum mit Luftzug oder das Trocknen im Freien verhindert dies, da sich die Fasern wieder aufstellen können. Sind die Handtücher trotzdem rau, hat sich vermutlich mit der Zeit viel Kalk im Gewebe abgelagert. Vor dem Zusammenlegen gut durchschütteln.
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