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Ausgabe Nr. 01/2020 vom 30.12.2019, Foto: ddp images
Im Jahr 1985: Moritz A. Sachs als Siebenjähriger mit Marie-Luise Marjan.
Das Ende einer Kult-Serie: Von der „Lindenstraße“ zum Arbeitsamt
Die langjährigen und treuen Anhänger können es noch immer nicht fassen. Nach 34 Jahren ist Schluss mit der „Lindenstraße“. Schon am 29. März (ARD, 18.50 Uhr) wird die letzte Folge der deutschen Kult-Serie ausgestrahlt.
Bereits Mitte Dezember gingen die finalen Dreharbeiten über die Bühne. Ein Umstand, der für die Schauspieler eine riesige Umstellung bedeutet. Vor allem für Moritz A. Sachs, 41, der in der „Lindenstraße“ gleichermaßen aufgewachsen ist. Stand er doch schon im zarten Alter von sieben Jahren als „Klaus Beimer“ vor der Kamera.

„Nach 34 Jahren wird es das letzte Mal sein, dass ich zur Arbeit dorthin fahre. Ich kenne keinen anderen Arbeitsweg“, gesteht der Schauspieler wehmütig. Obwohl das Ende der Serie schon lange drohte. „Seit einem Jahr feiern wir schon schleichende Abschiede. Wenn eine Staffel zu Ende war, wussten wir, die kommen nicht mehr wieder. Ich habe mich vor drei Monaten arbeitssuchend gemeldet, denn die Fristen müssen eingehalten werden. Zunächst möchte ich mein Buch ,Ich war Klaus Beimer‘ fertigschreiben“, verrät Sachs, der sich vorstellen kann, auch hinter der Kamera tätig zu werden.

Auch seine Kollegin Andrea Spatzek, 60, die seit der ersten Folge die Rolle der „Gabi Zenker“ spielt, war schon bei der Arbeitsagentur in Köln (D). Sybille Waury, 49, Darstellerin der „Tanja Schildknecht“, hat sich inzwischen ein zweites Standbein zugelegt und betreibt eine Shiatsu-Massage-Praxis.

Gut vorgesorgt hat Marie-Luise Marjan, die als „Helga Beimer“ von Beginn an mit dabei war. Die 79jährige hat, wie sie berichtet, immer gut eingezahlt. Seit ihrem 65. Lebensjahr bezieht sie eine Pension. „Ich freue mich schon auf das Treffen der ganzen ,Lindenstraßen‘-Familie, wenn wir uns gemeinsam die letzte Folge anschauen und noch einmal feiern werden“, verkündet die Schauspielerin.

Die Abschiedsfolgen versprechen äußerst spannend und dramatisch zu werden, wenn „Helga Beimer“ Opfer eines hinterhältigen Brandanschlages wird.
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