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Ausgabe Nr. 5152/2019 vom 17.12.2019, Fotos: picturedesk.com, Sony Music
Der Engländer Robbie Williams, 45, genießt heute das Fest mit seiner Familie.
Auf zwei CDs präsentiert Williams Weihnachts-Klassiker und eigene Lieder.
„Früher war ich zu Weihnachten stets betrunken“
Er ist schlanker geworden. Nicht zuletzt deshalb, weil er auf Produkte einer Ernährungs-Linie zurückgreift, mit der das Abnehmen propagiert wird. Robbie Williams, 45, tritt sogar als Werbeträger dafür auf. Vordergründig rührt er jedoch die Werbetrommel für sein neues Weihnachts-Album „The Christmas Present“ (bereits im Handel). Im Gespräch mit der WOCHE-Reporterin Katja Schwemmers erzählt der englische Popsänger, warum ihm diese Platte die wichtigste ist, was seine Tochter Teddy damit zu tun hat, und wie er den kalorienhaltigen Versuchungen rund ums Weihnachtsfest begegnen will.
Er ist schlanker geworden. Nicht zuletzt deshalb, weil er auf Produkte einer Ernährungs-Linie zurückgreift, mit der das Abnehmen propagiert wird. Robbie Williams, 45, tritt sogar als Werbeträger dafür auf. Vordergründig rührt er jedoch die Werbetrommel für sein neues Weihnachts-Album „The Christmas Present“ (bereits im Handel). Im Gespräch mit der WOCHE-Reporterin Katja Schwemmers erzählt der englische Popsänger, warum ihm diese Platte die wichtigste ist, was seine Tochter Teddy damit zu tun hat, und wie er den kalorienhaltigen Versuchungen rund ums Weihnachtsfest begegnen will.

Herr Williams, Botschafter einer Marke für kalorienbewusstes Essen zu sein, um abzunehmen, ist für einen Musiker Ihres Kalibers nicht gerade „cool“ – warum sind Sie es dennoch?
Ich muss zugeben, als ich angefragt wurde, war ich erst einmal in meinen Gefühlen verletzt. Ich dachte: Wirklich? So weit ist es schon mit mir? Dann fand ich heraus, was dieses Programm für mich tun könnte.

Und zwar …
Finanziell ist es ein Segen, mit dieser Firma zu arbeiten. Aber viel wichtiger ist, dass es funktioniert und ich über meine Probleme mit dem Essen und meine psychische Gesundheit sprechen kann.

Wie schwierig ist es denn, Ihren Ernährungs-Plan zu Weihnachten durchzuziehen?
Weihnachten ist in Ordnung. Aber wenn ich auf Werbetour für das neue Album „The Christmas Present“ bin, ist es hart. Ich bekomme keinen Schlaf, bin immer auf dem Sprung und greife unterwegs zu allem, was ich kriegen kann. Ich mache mir selbst unheimlichen Druck. Denn ich erwarte viel von mir, was meinen neuen Lebensstil angeht. Aber merke dann auch immer wieder, wie ich mich Süßigkeiten zuwende, damit der Arbeitsmotor weiterläuft.

Das wird dann emotionales Essen genannt, nicht wahr?
Genau. Ich bin ein Stressesser. Aber zu Weihnachten ist alles gut. Das ist die Zeit der Nachgiebigkeit. Und genau so wird es kommen. Ich werde in diesem Jahr mit meiner Familie in England feiern und Unmengen von Schokolade essen. Ich bin ein großer Schokoladen-Freund, ich schaue mir sogar Dokumentationen darüber an. Irgendwann kommt dann der Jänner, ich stelle die Uhr auf null zurück und fange von Neuem mit dem reduzierten Essen an.

Sie sind seit zwei Monaten mit Ihrem Weihnachtsalbum auf Werbetour. Hilft das, um in die richtige Stimmung fürs Fest zu kommen?
Ich bin schon seit drei Jahren in Weihnachtsstimmung. Denn so lange arbeite ich schon an der Platte. Sogar im Sommer. Es braucht für einen Weihnachtsfreund wie mich also nicht zwingend Weihnachten zu sein, um bereit fürs Fest zu sein.

Ist das Lied „Let‘s Not Go Shopping“ Ihr Aufruf zu weniger Konsum während der Weihnachtszeit?
Manche glauben sogar, es wäre ein Lied über Konsumverweigerung. Ich wäre ein Heuchler, wenn ich so tun würde. Denn ich veröffentliche ein Album zur Weihnachtszeit, aus gutem Grund. Das Gegenteil ist also der Fall. Für mich darf es gerne mehr sein. Ich liebe alles an Weihnachten, inklusive des Konsums.

Als so verschwenderisch treten Sie gar nicht auf?
Ich bin es eigentlich auch nicht. Aber meine Frau. Egal, ich liebe sie.

Weil Sie gerade Ihre Frau angesprochen haben. Im nächstenJahr sind Sie mit Ayda Field zehn Jahre verheiratet. Wie werden Sie dieses Jubiläum feiern?
Wir werden unser Ehegelübde erneuern, also wird auch groß gefeiert. Wie das genau ablaufen wird, wissen wir noch nicht. Geheiratet haben wir in Amerika, vielleicht wird es diesmal England.

Im neuen Stück „New Year‘s Day“ singen Sie davon, dass, wenn Sie jetzt tot umfielen, Sie mit einem Lächeln auf den Lippen gehen könnten. So glücklich sind Sie derzeit?
Ja, absolut. Ich fühle mich zum ersten Mal in meinem Leben wohl in meiner Haut. Allerdings hat die Sache einen Haken: Jetzt, wo ich glücklich bin, mache ich mir Sorgen, dass etwas passieren könnte, was dieses Glück zerstört.

Erlebten Sie schon einmal ein katastrophales Weihnachtsfest?
Ich habe die ganze Palette von unterschiedlichen Weihnachten erlebt: Als Kind Weihnachten mit meiner Mutter, als es magisch war. Dann Weihnachten als Teenager, wo das Fest eine gute Entschuldigung lieferte, um Alkohol zu trinken. Betrunken war es immer gut. Dann kamen die Weihnachten, an denen ich nicht länger trinken konnte, weil es mich sonst umgebracht hätte. Das war schwer. Und später kamen dann die Feste mit meiner Frau, womit die Herzenswärme einzog, dann mit meinen Kindern. Und jetzt – Weihnachten mit meinem eigenen Weihnachtsalbum. Ich möchte damit lange auf Platz eins in den Hitparaden stehen.

Ihre Tochter Teddy, 6, singt mit …
Sie ist viel besser und talentierter, als ich es in ihrem Alter war. Sie hat eine wunderschöne Stimme und einen natürlichen Sinn für Melodien, was mich beeindruckt.

Sie ist die älteste Ihrer drei Kinder. Wenn Teddy nun selbst Musikerin werden möchte, würden Sie Ihre Tochter fördern?
Natürlich. Es ist kein einfacher Weg, aber es ist wichtig, das zu tun, wofür du brennst – welchen Sinn macht das Leben sonst? Teddy hat viel Leidenschaft für die Musik, und sie ist eine gute Entertainerin. Sie kommt da ganz nach ihrem Vater.
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