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Ausgabe Nr. 48/2019 vom 26.11.2019, Foto: F1 online
Helfende Heißgetränke gegen Erkältung, Schmerzen und Bauchweh
TEES aus Knollen, Wurzeln und Weinlaub
Sie sind „Geheimtipps“ in der Hausapotheke und sanfte Helfer bei zahlreichen Wehwehchen. Teesorten aus exotischen Knollen, Gehölzen oder Pflanzenteilen, die nicht sofort mit einer Tasse Tee in Verbindung gebracht werden. Ein Versuch lohnt sich für den Gaumen und die Gesundheit.
Ist es draußen nass, kalt und dunkel, gibt es nichts Besseres, als sich gemütlich zu Hause mit einer heißen Tasse Tee aufzuwärmen.

Einer Umfrage des Österreichischen Teeverbandes nach ist es nicht der klassische Schwarztee, den wir am liebsten genießen. „In unserem Land trinken wir vor allem Früchte- und Kräutertees. Sie decken achtzig Prozent des Marktes ab. Die Absatzzahlen zeigen, dass vor allem Kräutertees wegen ihrer bekannt wohltuenden Wirkung auf den Körper getrunken werden“, erklärt Dr. Johann Brunner, Geschäftsführer des Österreichischen Teeverbandes. Fenchel, Salbei, Spitzwegerich, Lindenblüten und Thymian sind bekannte Heilkräuter in der Teetasse, um Husten zu mildern, das Immunsystem zu stimulieren und Viren sowie Bakterien den Garaus zu machen.

Das Spektrum gesundheitsfördernder Tees ist aber viel breiter, als gemeinhin gedacht. Aufgüsse aus Wurzeln und Knollen etwa, oder Tee aus rotem Weinlaub sind noch wenig bekannt (mit Ausnahme des Ingwers). Doch auch sie entfalten positive Wirkung bei kleinen Beschwerden und lindern auf natürliche Weise Symptome. Wie bei allen Aufgüssen aus Heilpflanzen gilt auch bei diesen Tees, keine Anwendung ohne vorherige Rücksprache mit dem Arzt. Ebenso sollten empfohlene Zutaten- und Trinkmengen nicht überschritten werden. „Spätestens nach drei Wochen werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden, die Pflanzen gewechselt und andere Tees verabreicht“, rät Dr. Petra Maria Zizenbacher, Allgemeinmedizinerin mit Schwerpunkt Naturheilkunde.

Erhältlich sind die „trinkbaren“ Knollen und Wurzeln als frische Ware im Supermarkt sowie getrocknet in Apotheken, Drogerien und Teegeschäften. Manche Sorte ist bereits im Beutel abgefüllt

Ingwer-/Krentee bei Schnupfen und Erkältung:
Wer von Erkältungsviren geplagt ist, kann so das Immunsystem stärken. Teezubereitung: In 0,5 l Wasser je 5 geschälte Kren-/Ingwerscheiben (Stärke ca. 0,5 cm) geben, über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag Sud aufkochen, mit 2–3 Scheiben Bio-Zitronen 10 Min. ziehen lassen, in Schlucken trinken.

Süßholzwurzel-Tee ist ein „Tausendsassa“
Tee aus der Wurzel des echten Süßholzes verflüssigt Schleim in den Atemwegen, wirkt anti-viral, lindert Sodbrennen und wirkt gegen Entzündungen. Teezubereitung: 1–1 1/2 TL getrocknete, zerkleinerte Süßholzwurzel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10–15 Min. ziehen lassen, abseihen. 2–3 x/Tag nach den Mahlzeiten eine Tasse trinken.

Tee aus rotem Weinlaub gegen müde Beine
Rotes Weinlaub wirkt positiv auf die Venenfunktion. Flavonoide (= sekundäre Pflanzenstoffe) hemmen Entzündungen, dichten Gefäßwände ab und verhindern, dass Wasser ins Gewebe eindringt. Teezubereitung: 3–6 g (max. 20 g/Tag) getrocknetes, fein geschnittenes rotes Weinlaub mit 150 ml siedendem Wasser übergießen, nach 15 Min. abseihen, 2–3 Tassen am Tag trinken.

Die Yamswurzel hilft bei „Frauenleiden“
In den Wechseljahren können Depressionen, Schlafstörungen, Gereiztheit, Wallungen und Migräne auftreten. Die Yamswurzel lindert die Symptome. Teezubereitung: 20 g frische Wurzel kleinschneiden, in kaltes Wasser legen, 20 Min. kochen, absieben. 2 Tassen am Tag genießen, um ausgeglichen, entspannt und schmerzfrei zu sein.
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