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Ausgabe Nr. 40/2019 vom 01.10.2019, Fotos: Judith M.Troelss
Die Chefin mit den Knödeln.
Sohn Martin holt frische Kräuter aus dem Garten.
Zu Besuch bei den Knödelmachern
Im alten und gemütlichen Wirtshaus „Demutsgraben“ in Zwettl (NÖ) fühlen sich alle Gäste sofort herzlich willkommen. Sie freuen sich darauf, die Spezialität des Hauses zu genießen. Das sind schmackhafte Knödel, die es in den verschiedensten Variationen gibt.
Wie viele Knödel Monika Huber-Riedler in ihrem Leben schon geformt und befüllt hat, kann die 59jährige gar nicht mehr zählen. „Es sind aber bestimmt schon ein paar tausend Stück. Und ich werde nicht müde, mir immer neue, pfiffige Kreationen auszudenken“, erzählt die Wirtin vom „Demutsgraben“ in Zwettl (NÖ).

Gemeinsam mit ihrem Mann Martin Huber, 61, hat die gelernte Köchin vor 22 Jahren das Wirtshaus gekauft und in liebevollen Renovierungsarbeiten den Charme dieses alten Wirtshauses erhalten. „Im 18. Jahrhundert diente der ,Demutsgraben‘ als Vorspannhof für Pferde. Die vorigen Besitzer haben neben dem Wirtshaus auch eine Landwirtschaft betrieben. Viele Menschen kommen zu uns, um von der Hektik der Stadt eine Auszeit zu nehmen und abzuschalten“, erzählt Martin Huber, der eigentlich gelernter Spengler und Lackierer ist, aber die „graue Eminenz“ des Wirtshauses repräsentiert, wie seine Frau Monika lachend erzählt.

Mit den drei urigen und gemütlichen Gaststuben, in denen insgesamt 80 Gäste Platz finden, verfügt der „Demutsgraben“ über Einrichtungen, die zum Verweilen einladen. Die Gaststätte ist wie ein Zufluchtsort, mitten in der Landschaft versteckt und strahlt durch die schönen alten Möbel und Böden wohlige Behaglichkeit aus. Gerne werden hier auch Geburtstags- und Weihnachtsfeiern abgehalten. Im windgeschützten Gastgarten im Inneren des Vierkanthofes gibt es noch einmal 30 Sitzplätze, die gerne von Besuchern genützt werden.

Die Arbeiten sind gut verteilt. Monika Huber-Riedler leitet die Küche gemeinsam mit ihrem Sohn Martin, 20. Köchin Sabine Pösch, 43, die schon seit vielen Jahren in den Familienbetrieb fest eingebunden ist, wird von der Chefin als „die gute Seele des Hauses“ bezeichnet. „Sie hat immer wunderbare Ideen für Knödelvariationen und ist genauso wie mein Sohn, der einen modernen und frischen Wind in unsere Küche bringt, leidenschaftliche Köchin“, freut sich Huber-Riedler, die stets neue kulinarische Schmankerln kreiert. Die Besonderheit in dem Wirtshaus sind natürlich die Knödelvariationen. Von Schafkäsknödeln auf Blattsalat und brauner Butter (9,90 Euro), Wildknödeln vom Reh mit Wildfleischfülle auf Apfelrotkraut (14,90 Euro) bis hin zu den Zillertaler Graukasknödeln auf Sauerkraut (11,90 Euro), der Knödeltrilogie mit Blunzen, Grammeln und Fleischknödel auf Sauerkraut (12,30 Euro) bis hin zu süßen Marillen-Topfenknödeln (5,40 Euro) und Zwetschken-Topfenknödeln (4,80 Euro) kommen alle Liebhaber der runden Spezialität voll auf ihre Kosten.

„Unsere Knödeln haben einen Durchmesser von sechs Zentimetern und werden aus Erdäpfelteig gemacht. Das Entscheidende für das gute Gelingen sind die passenden Erdäpfel und die sollten mehlig sein“, erklärt Monika Huber-Riedler. Doch nicht nur Knödel sind auf der Speisekarte zu finden. So kann der Gast etwa als Vorspeise zwischen einem klassischen Beef Tatar (9,90 Euro), einer klaren Steinpilzsuppe mit Grießnockerl (6,40 Euro) oder einer hausgemachten Sommersulz vom heimischen Rind mit Zitrone, Fisolen und rotem Zwiebel (8,60 Euro) wählen. Als Hauptspeise schmeckt etwa ein Salat mit gebackenen Putenstreifen und Kräutersauce (13,40 Euro), ein Filet vom Zwettler Stiftskarpfen mit Erdäpfelsalat (17,90 Euro) oder geröstete Eierschwammerln mit Ei und Petersilerdäpfeln (18,90 Euro) ausgezeichnet.

Als Nachspeise genießen die Besucher unter anderem eine Palatschinke mit hausgemachter Marillenmarmelade (3,10 Euro), Mohnnudeln und Zwetschkenröster (6,90 Euro) oder eine hausgemachte Cremeschnitte (3,90 Euro). „Wir kochen regional und bodenständig und kaufen bei Bauern in der Umgebung ein. Das Wild stammt aus eigener Jagd. Am wichtigsten beim Kochen ist natürlich das Ausgangsprodukt, das wirklich von guter Qualität sein muss“, sagt Monika Huber-Riedler, die sich selbst in ihrer Freizeit noch mit dem Kochen beschäftigt. „Ich lese gerne Kochbücher und mag vor allem die südliche Küche, weil anders gewürzt wird. So gibt es bei uns auch hausgemachte Limonaden wie eine Basilikum-Limo mit Kurkuma oder mit Ingwer. Erfrischend ist auch unsere Ananas-Minzlimo, die in diesem heißen Sommer besonders begehrt war“, weiß die Hausherrin zu berichten.
Elke Morri
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pilot
Knödel
Dieser Artikel hat mir sehr gut gefallen; ich lese gerne über Sachen zum Essen. Ein Rezept wäre auch mal schön. Danke schön!!
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