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Ausgabe Nr. 33/2019 vom 12.08.2019, Fotos: zVg
Mitsubishi Eclipse Cross 1,5 TC 4WD Diamond im WOCHE-Test
Schöne Rundinstrumente und ein großer Bildschirm am Arbeitsplatz des Fahrers.

Die umlegbare Rückbank erweitert den etwas klein geratenen Kofferraum.
Viel Licht in der Sonnenfinsternis
Mit dem Eclipse Cross hat Mitsubishi ein SUV-Modell auf den Markt gebracht, das die Lücke zwischen ASX und Outlander schließt. Der Name soll dabei nicht nur an das Sportcoupé Eclipse erinnern, sondern auch die Sportlichkeit des SUV unterstreichen. Doch nicht nur das Design des Japaners sorgt für Aufsehen. Auch die Technik überzeugt auf ganzer Linie.
Namensrecycling scheint in der Autoindustrie gerade in Mode zu sein. So nahm Peugeot die vier Ziffern des Familienvans 5008, um darunter fortan einen SUV zu produzieren. Den Citroen C5 gibt es als Limousine nicht mehr, dafür aber als SUV mit dem Zusatz Aircross. Für das Sportcoupé Eclipse (deutsch: Sonnenfinsternis) von Mitsubishi wurde es 2012 finster, und vor Kurzem als Eclipse Cross wieder hell. Bauart? Richtig geraten, SUV.

Waren die Japaner somit zwar bei der Namensgebung wenig kreativ, haben sie mit dem Eclipse Cross auf jeden Fall ein äußerst interessantes Modell auf die Räder gestellt. Die Frontpartie mit den Scheinwerferschlitzen, die sich bis zur Hälfte der Motorhaube nach hinten ziehen, wirkt außergewöhnlich dynamisch. Die aufsteigende Seitenlinie, die in einem Heckabschluss mit Coupé-Charakter endet, trägt ebenfalls zum sportlichen Charakter bei. Das kantige Heck mit zwei Heckspoilern lässt keine Zweifel mehr, dass der kompakte SUV polarisieren will.

Der Innenraum bietet einen gelungenen Mix aus bekannten Mitsubishi-Elementen und neuen Formen. Auf der schwungvoll gestalteten Mittelkonsole thront ein 18-Zentimeter-Bildschirm. Damit navigieren kann jeder ohne Aufpreis, jedenfalls wenn er ein Smartphone hat, das sich via Android Auto oder Apple Car Play mit dem Bildschirm koppeln kann. Ein eingebautes Navi bietet Mitsubishi nicht an.

Beim Thema Auto fürs Geld macht der Eclipse Cross eine gute Figur, denn schon die Basis bietet Angenehmes wie beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung, Tempomat, Audiosystem, Klimaautomatik, Spurhalteassistent oder Berganfahrhilfe. Die verschieb- und flexibel klappbare Rücksitzbank ist ebenfalls Serie.

Die im Testwagen verbaute Topversion „Diamond“ bietet darüber hinaus noch jede Menge Luxus wie Abstandsregel-Tempomat, Querverkehrswarner beim Ausparken, LED-Scheinwerfer, Lederpolsterung samt E-Fahrersitz, Sitzheizungen vorne und hinten, Panorama-Glasdach, schlüsselloses Starten, ein Musiksystem mit neun Lautsprechern von Rockford Fosgate und 360-Grad-Kameras. Wobei gerade die Rückfahrkamera im Alltagsbetrieb angesichts der nicht übermäßig guten Sicht nach hinten, durch den die Heckscheibe teilenden Spoiler, äußerst hilfreich ist.

Überraschend großzügig ist das Platzangebot ausgefallen. Vor allem die Passagiere in der zweiten Reihe haben mehr Platz, als der Coupé-Charakter und die Fahrzeuggröße (L/B/H in m: 4,40/1,80/1,68) vermuten lassen. Das Kofferraumvolumen ist mit 341 Litern Fassungsvermögen zwar nicht für den Transport von Tischen ausgelegt, dafür findet sich aber unter der Kofferraumabdeckung noch zusätzlicher Stauraum, der das Volumen auf 448 Liter vergrößert.

Haben Käufer bei acht verschiedenen Ausstattungsvarianten die Qual der Wahl, macht es ihnen Mitsubishi beim Motor einfach. Benzin (1,5 TC mit 163 PS) oder Diesel (2,2 DI-D mit 148 PS), lautet die Aggregats-Frage. Der im Testwagen verbaute Benziner mit Turboaufladung hängt in jeder Situation gut am Gas und sprintet in nur 9,8 Sekunden aus dem Stand heraus auf Tempo 100 km/h. Ein guter Wert für einen doch recht kleinen Motor und eine ordentliche Portion Auto mit einem Leergewicht von gut 1,5 Tonnen. Am Ende des Testlaufes zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von etwas mehr als acht Liter Sprit, einem durchaus akzeptablen Wert für die gebotenen Fahrleistungen.

Die Schaltung erfolgt beim Allradler automatisch über ein CVT-Getriebe mit 8-Gang-Sportmodus. Das Fahrwerk des Eclipse Cross ist eher von der sanfteren Sorte, ohne aber durch ein schwammiges Gefühl aufzufallen. Der Eclipse Cross ist ganz einfach komfortabel zu fahren, kann aber Kurven auch durchaus etwas flotter nehmen. Die Lenkung ist angenehm direkt, in der Mittellage könnte die Rückmeldung noch etwas deutlicher sein.

Eclipse-Cross-Fahren beginnt in der Ausstattung „Inform“ bei € 25.900,–, der getestete „Diamond“ schlägt mit
€ 40.300,– zu Buche. Allerdings verfügt er nicht nur über eine exquisite Ausstattung, sondern auch noch über Allradantrieb und Stufenlos-Automatik.
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