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Ausgabe Nr. 28/2019 vom 09.07.2019, Foto: picturedesk.com
Ursula von der Leyen soll EU-Präsidentin werden.
Sie ist noch nicht EU-Chefin, erhält aber Vergünstigungen
Ursula von der Leyen ist in der belgischen Hauptstadt Brüssel geboren und will auch bald dort arbeiten. Die deutsche Verteidigungsministerin möchte künftig das Amt der EU-Kommissionspräsidentin bekleiden. Am 2. Juli wurde die 60jährige als Nachfolgerin von Jean-Claude Juncker, 64, nominiert.
Ob die CDU-Politikerin vom EU-Parlament gewählt wird, entscheidet sich am Dienstag, 16. Juli. Fällt die Wahl auf sie, tritt die siebenfache Mutter am 1. November ihr Amt an.

Um sich auf diese Aufgabe vorzubereiten, ist die Präsidentschaftskandidatin nun „Sonderberaterin“ in Brüssel. Damit verbunden sind einige Vorzüge auf Steuerzahlerkosten. Von der Leyen hat Anspruch auf Büroräume im Charlemagne-Gebäude in Brüssel. Es liegt neben dem Hauptsitz der Kommission. Zudem darf sie acht Mitarbeiter und einen Sprecher einstellen, hat einen Fahrdienst und im Notfall steht auch Sicherheitspersonal bereit. Jeder Mitarbeiter bekommt ein eigenes Mobiltelefon und einen Computer.

Normalerweise ist für den Kommissionschef in Wartestellung ein Gehalt von 7.600 Euro brutto vorgesehen. Da Von der Leyen aber noch als Verteidigungsministerin bezahlt wird, entfällt dies in ihrem Fall. Dafür werden ihr Reisekosten erstattet.

„Ursula hat den Mut, klare Ansagen zu machen. Sie ist eine geradlinige Frau und perfekt für das Amt der Kommissionspräsidentin“, sagt Viviane Reding. Die 68jährige war unter José Manuel Barroso, 63, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.

Von der Leyen hat eine große Familie und eine steile Karriere unter einen Hut gebracht. Sie isst kaum Fleisch und trinkt keinen Alkohol. „Aber nicht aus Ablehnung, sondern weil ich nach sieben Schwangerschaften und sieben Mal Stillen darüber hinweg bin.“
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