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Ausgabe Nr. 25/2019 vom 17.06.2019, Foto: Getty Images
„Take That“ zum Jubiläum in Wien
Momente, in denen die Funken sprühen
Sie waren nach den „Beatles“ jene britische Gruppe, die vor allem das junge, weibliche Publikum in Ekstase versetzte. Vor 30 Jahren begann der Siegeszug von „Take That“ und nur sechs Jahre später endete er wieder. Doch drei der einst fünf männlichen Mitglieder sind heuer im 30. Jubiläumsjahr wieder auf Tour. Die WOCHE-Reporterin Katja Schwemmers sprach mit Gary Barlow, 48, Mark Owen, 47, und Howard Donald, 51, ehe sie am Mittwoch, dem 26. Juni, in der Wiener Stadthalle ein Konzert geben.
Take That“ feiert das 30jährige Band-Jubiläum. Ist heute etwas besser als in den 90er Jahren, nach der Gründung der Formation?

Howard Donald: Alles. Wir haben heute Kinder. Die Erfahrung des Familien-Lebens zu haben und es mit dem Arbeitsleben mischen zu können, ist schön. Es dreht sich nicht alles um „Take That“.

Gary Barlow: Weil die beiden Welten da sind, die Familienwelt und „Take That“, fühlt es sich heute noch umwerfender an. Das hier ist wie Urlaub für mich. Meine Frau fragt abends immer: „Hast du es genossen, heute den ganzen Tag über dich gesprochen zu haben?“ Und ich antworte dann: „Ja, eigentlich schon.“ (lacht)

Mögen Ihre Kinder die Musik von „Take That“?

Barlow: Meine Kinder lieben sie und sind stolz, wenn sie unsere Shows sehen. Manchmal sagen sie sogar, dass ich ganz gut war. (lacht) Das ist sowieso das Beste. Unsere Kinder können die Konzerte im Wembley-Stadion in London oder die Fernseh-Shows live erleben und müssen keine 20 Jahre alten Videos dafür anschauen. Ich bin meinen Kindern jedenfalls definitiv nicht peinlich.

Stimmt es, dass Sie früher den Briefwechsel mit Ihren Anhängern persönlich erledigt haben?

Mark Owen: Das stimmt. Da gab es immer ein starkes Band zwischen uns und unseren Fans. Aber heutzutage schickt ja keiner mehr Briefe. Wohin auch? Fanklub-Adressen gibt es kaum noch. Durch die sozialen Medien im Internet hat sich alles geändert – in diesem Fall zum Besseren für das Publikum. Es ist näher an uns dran. Und ich kann direkt mit ihm kommunizieren.

Wann wurden aus den Bandmitgliedern von „Take That“ Freunde?

Donald: Vorige Woche.

Owen: Heute Vormittag. (lacht)

Barlow: Also, ernsthaft. Ich würde behaupten, das waren wir von Anfang an. Vielleicht nicht so enge Freunde, wie wir es heute sind, denn wir fahren ja sogar manchmal gemeinsam auf Urlaub. Aber „Take That“ war nie eine dieser Gruppen, über die Horror-Geschichten erzählt wurden. Es gab den Krieg zwischen Rob (Robbie Williams, Anm. d. Red.) und mir, aber das war nach der ersten Phase der Band – angestachelt durch die britischen Medien.

Ihr ehemaliger Kollege gibt derzeit ein Gastspiel in Las Vegas (USA). Ärgert Sie das, immerhin hatten Sie mit „Take That“ Ähnliches geplant?
Barlow: Er ist uns zuvorgekommen, aber das läuft unter freundlichem Wettbewerb. Rob spielt ohnedies in seiner eigenen Liga. Seine Geschichte ist noch eine andere. Wir hatten Las Vegas im Zuge unserer Australien-Tour angedacht, aber keine Zeit gefunden. Wir können ja nicht nur Vegas machen, dafür ist der Weg nach Amerika zu weit. Rob lebt in den USA, für ihn ist es einfacher. Aber vom Tisch ist das Thema für mich nicht.

Was ist das Schönste auf der Tour?
Owen: Dass das Mobiltelefon in die Tasche wandert. Für zwei Stunden verbindest du dich mit Menschen vor Ort, und das ist ein wunderbares Gefühl. Es ist wie in eine andere Welt abzutauchen. Wenn eine Tour vorbei ist, vermisse ich diese zwei Stunden Frieden im Kopf. Es grenzt fast schon an Meditation.

Was erwartet Ihre Anhänger beim Konzert in Wien?
Donald: Viele Hits. Ansonsten wollen wir uns beim Publikum bedanken, weil es über die Jahre immer wieder zu unseren Shows gekommen ist. Da gab es viele funkensprühende Momente.
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