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Ausgabe Nr. 20/2019 vom 14.05.2019, Foto: picturedesk.com
Die beiden „Dancing Stars“-Gewinner strahlten um die Wette.
Elisabeth Görgl, 38, tanzte bei den „Dancing Stars“ zum Sieg: „Ein Kindheitstraum wurde für mich wahr“
Mit einer heißen Sohle zur Musik des Musicals „Grease“ gewann die ehemalige Top-Schifahrerin Lizz Görgl, 38, mit ihrem Partner Thomas Kraml, 36, die ORF-Show „Dancing Stars 2019“. Im Interview verrät sie, dass sie schon als Kind mit dem Bühnenberuf liebäugelte und warum bei ihr so oft Tränen flossen.
Herzlichen Glückwunsch Frau Görgl. War es schwer, diesmal nicht in Bestzeit, sondern am elegantesten das Siegertreppchen zu besteigen?
Vieles ist mir sicher nicht leicht gefallen, der Umgang mit Berührungen oder die extreme Nähe zum Partner etwa. Oft habe ich mich im Training auch gefragt, mein Gott, wie soll ich das nur hinkriegen? Ich bin keine Schauspielerin und die Präsentation soll ja nicht affektiert und künstlich wirken. Aber mit Thomas Kraml hatte ich einen super Partner, der nicht nur ähnlich denkt wie ich, sondern mich auch gefordert und gefördert hat. Er hat mir in den vergangenen Wochen völlig neue Seiten an mir gezeigt, ich realisiere erst jetzt langsam, was da alles passiert ist.
Die Einladung zur Sendung war ein großes Geschenk für mich, sie hat mir klar gemacht, wie gern ich eigentlich auf der Bühne stehe.

War das Gefühl zu gewinnen ähnlich berührend wie bei WM-Gold 2011?
So weit würde ich nicht gehen. Ich habe Gold mit 30 Jahren in Garmisch-Partenkirchen gewonnen und hatte davor 25 Jahre lang in den Leistungssport investiert. Aber ganz sicher waren die „Dancing Stars“ für mich eine Grenzerfahrung in vielen Bereichen. Ich glaube, so etwas wird mir wohl nie mehr passieren, das war einzigartig.

Einzigartig waren aber auch die Emotionen, die Sie zeigten. Viele Tränen sind geflossen …
Ja, bei der Verabschiedung von Michael Schottenberg, Nicole Wesner und den anderen musste ich schon wieder weinen. Mir war wirklich wichtig, was dort passiert ist. Und ich denke, dass ich deshalb so sentimental war, weil dabei ein Kindheitstraum von mir wahr geworden ist. Also mit ein bisserl einem Talent gesegnet auf der Bühne zu stehen und die Zuschauer zu unterhalten (lacht). Wäre ich nicht Schifahrerin geworden, hätte ich vielleicht einen Bühnenberuf ins Auge gefasst.

Oft stand statt des Tanzens der Streit um Stefan Petzners Fähigkeiten im Vordergrund, vor allem kritisiert von Jurorin Karina Sarkissova. Wie haben Sie das empfunden?
Da waren leider einige unschöne Szenen dabei, aber ich kann Stefan seine Art, die Dinge zu präsentieren, nicht übelnehmen. Alles in allem glaube ich, dass er als Medienprofi die Show ganz gescheit für sich genutzt hat. Er hat einfach das gezeigt, was er kann.

Welche Herausforderungen warten nun als Nächstes auf Sie?
Ich habe bei „Dancing Stars“ gespürt, wie sehr ich die Bühne liebe, deshalb freue ich mich besonders, dass ich als Sängerin am 22. Juni auf der Donauinsel auftreten darf. Es gibt auch andere Konzertanfragen und nebenbei sind auch neue Lieder in Arbeit, teilweise von mir selbst geschrieben. Als Fitnesstrainerin möchte ich zudem auch gerne meine Begeisterung für Bewegung und Tanz in Vorträgen und Kursen weitergeben.

Noch während des Tanzbewerbes haben Sie als Sängerin die Single „Anders“ herausgebracht. Eine Botschaft, zur eigenen Einzigartigkeit zu stehen?
Auf alle Fälle, wir alle sind individuell und unvergleichlich, da soll jeder seine Art auch leben dürfen. Und darum geht‘s mir auch in dem Lied. Egal, ob es um die Verschiedenheit der Kulturen, der Geschlechter oder der Ethnologien geht. Toleranz und Respekt sind mir enorm wichtig. Das Leben ist ja so vielfältig, dass für jeden ein Platz ist.

Privat sind Sie in Niederösterreich in der Mödlinger Gegend unter die Häuslbauer gegangen. Sind Sie schon eingezogen?
Häuslbauer werden das kennen, es wurde alles viel später fertig als geplant. Es war wirklich stressig, aber am 1. April sind wir tatsächlich eingezogen. Es ist ein Modulhaus auf einem Pachtgrund. Das bedeutet, dass mein Lebensgefährte Chris und ich das Haus bei Bedarf wieder abbauen und woanders aufstellen können. Wir sind gerade bei der Innenausstattung, es fehlen noch Kleinigkeiten wie Lampen und Kästen.

Und welchen Einrichtungsstil haben Sie sich dabei ausgesucht?
Wir haben das Haus modern eingerichtet, aber mit einem hohen Gemütlichkeitsfaktor, etwa durch einen handgehobelten Eichenparkettboden. Deckenhohe Fenster mit schmalen Fensterrahmen geben dem Haus klare Linien. Die Küche und die Türen haben wir durchgehend in Weiß gehalten. Dort dominieren klare Strukturen, aufgeputzt mit ein paar optischen Akzenten. W. Kreuziger
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