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Ausgabe Nr. 20/2019 vom 14.05.2019, Foto: picturedesk.com
Friedensaktivisten protestierten vor dem Song Contest in Tel Aviv für ein „freies Palästina“.
20.000 Polizisten bewachen den Song Contest in Israel
Rund 75 Kilometer ist Tel Aviv, der israelische Austragungsort des Eurovision Song Contests (ESC), vom Gaza-Streifen entfernt. „Der Gaza-Streifen ist ein Freiluftgefängnis“, sagt der deutsche Nahost-Experte Michael Lüders.
Knapp zwei Millionen Menschen leben in dem Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten, der kleiner als Wien ist und hauptsächlich aus Sand und Dünen besteht. Er ist Teil der Palästinensischen Autonomiegebiete und wird seit 2007 durch die radikalislamische Hamas kontrolliert.

Fast 700 Raketen feuerten militante Palästinenser zuletzt auf israelische Ortschaften ab, vier Menschen wurden getötet. Bei israelischen Gegenangriffen kamen 25 Palästinenser ums Leben. Ein Waffenstillstand hat die Eskalation kurz vor dem ESC beendet.

Trotzdem sind die Sicherheitsvorkehrungen enorm. Rund
20.000 Polizisten bewachen die Veranstaltung. Einen Boykott des Song Contests in Israel wird es aber nicht geben. Auch wenn in Großbritannien Künstler wie der Sänger Peter Gabriel oder die Modeschöpferin Vivienne Westwood den öffentlich-rechtlichen Sender BBC dazu aufgefordert haben. „Der Song Contest mag leichte Unterhaltung sein, aber er ist nicht von Erwägungen zu Menschenrechten ausgenommen. Und wir können nicht Israels systematische Verletzung von palästinensischen Menschenrechten ignorieren.“
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